Rich Dad Poor Dad (#3): Mit Ellbogenmentalität gegen die Schubsereien des Lebens

Posted in kapitalismus kritik, review with tags , , , , on Januar 2, 2019 by stefon

Rich Dad Poor Dad: Ein Sohn hat einen reichen und einen armen Vater. Durch diese Erfahrung lernt er warum viel Menschen arm und ein paar wenig reich werden. Doch nicht genug: Er zeigt auf wie jede*r selbst reich werden kann!

mehr in der Klappentext Kritik und in meiner Blogpostreihe zu diesem Buch

Im 1. Kapitel des Buches „Lektion Eins: Die Reichen arbeiten nicht fürs Geld“ erzählt uns Robert wie er zu seinem reichen Vater kommt und über die ersten Lektionen, die er bei ihm erhält.

Zuerst lässt ihn sein reicher Vater für sehr wenig Geld in einem seiner Läden arbeiten. Damit lernt Robert seine erste Lektion: Für wenig Geld arbeiten, das ist hart und nichts Erstrebenswertes. Doch sein reicher Vater will ihm dabei noch mehr beigebracht haben: Schuld an dieser Lage ist nicht er – der Arbeitgeber – sondern Robert selbst. Denn dieser hat sich – wie die allermeisten Menschen – aufgrund seiner Emotionen – Gier und Angst – in ein Hamsterrad namens Lohnarbeit begeben.

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Linke und rechte Parolen zur „Flüchtlingskrise“ ernst genommen…

Posted in rassismus, soziales with tags , , , on Dezember 21, 2018 by stefon

Im GegenStandpunkt Verlag ist ein lesenswerter Text zu diesem Thema erschienen (hier der Teaser):

In Chemnitz, Köthen und anderswo werden rechte Parolen geschrien, die ihre antirechten Gegner für abscheulich, aber irgendwie auch für unkritisierbar halten. Nicht wenige lehnen die Auseinandersetzung mit ihnen sowieso ab und halten schon den Versuch einer Widerlegung für dämlich. Beides ist verkehrt.

Wenn aufgebrachte Deutsche Die kriegen alles, wir kriegen nichts
anprangern und in der tiefen Überzeugung Wir sind das Volk!
dafür sorgen wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt, werden uns trotz eingehender Prüfung ihre Argumente für den Segen einer ausländerfreien Heimat, in der ansonsten die Konkurrenz um Gelderwerb unter der Aufsicht und Regie einer starken öffentlichen Gewalt ungestört ihren gewohnten Gang geht, einfach nicht plausibel.

Nicht besser steht es um die antirechten Parolen, die bzw. deren Vertreter laut, bunt und mehr sind. In ihren Einwänden mit lauter Bekenntnissen zur alternativen weltoffenen Heimatliebe haben wir trotz aller Mühe weder überzeugende Beiträge gegen ihre Antipoden noch für die sorgenvolle Anteilnahme an der demokratischen Kultur des Gemeinwesens entdecken können.

GegenStandpunkt: An die „besorgten Bürger“ und die „Willkommensdemokraten“: Eure Parolen sind verkehrt!

Rich Dad Poor Dad (#2): Mit der Macht der Gedanken reich werden

Posted in antikapitalismus, review with tags , , , , , on Dezember 16, 2018 by stefon

Rich Dad Poor Dad: Ein Sohn hat einen reichen und einen armen Vater. Durch diese Erfahrung lernt er warum viel Menschen arm und ein paar wenig reich werden. Doch nicht genug: Er zeigt auf wie jede*r selbst reich werden kann!

mehr in der Klappentext Kritik

In der Einführung des Buches stellt Robert nochmal die Basis seines Wissens dar: Durch die Besonderheit zweier Väter (einer reich, der andere arm)  kann er sich kompetent zum Thema Geld und Wirtschaft äußern. Wissen, Gedanken und Einstellungen spielen für ihn eine große Rolle. Robert schreibt dazu:

Einer der Gründe, warum die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer werden […] liegt darin, dass der Umgang mit Geld zu Hause und nicht in der Schule unterrichtet wird. […] Was aber können arme Eltern ihren Kindern über Geld beibringen?

Es stimmt, wer nicht weiß wie diese Wirtschaft funktioniert, hat wenig Chancen sich durchzusetzen. Doch in seinem Zitat steckt mehr, nämlich auch das Umgekehrte: Wer sich mit Geld auskennt, der ist auch scheinbar automatisch erfolgreich!

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Rich Dad Poor Dad (#1): Mit kapitalistischem Erfolg die Armen retten

Posted in antikapitalismus, politik with tags , , , on Dezember 8, 2018 by stefon

Über den Klappentext des Buches Rich Dad Poor Dad habe ich vor kurzem bereits ein paar Worte verloren. Heute möchte ich mit einer Blogartikelserie starten, welche sich die Kapitel des Buches nach und nach vornimmt und Kritik übt (so angebracht und notwendig).

Mit einem Rückblick über die letzten 20 Jahre (1997 – 2017) beginnt das Buch. Es berichtet über Börsencrashs, die Bankenrettung und die Immobilienkrise. Robert will uns dabei zeigen: Die Lektionen, die er in seinem Buch 1997 das erste Mal präsentiert hat, wirken im Nachhinein wie Prophezeiungen. „I told you so“ soll zeigen, wie recht er hatte und wie richtig seine Lektionen und der Inhalt seines Buches sind.

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Rich Dad Poor Dad: Ein Klappentextmärchen

Posted in antikapitalismus, review with tags , , on November 16, 2018 by stefon

Warum bleiben die Reichen reich und die Armen arm? Weil die Reichen ihren Kindern beibringen, wie sie mit Geld umgehen müssen, und die anderen nicht!

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So beginnt der Klappentext des Buches „Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen“. Die Handlung ist schnell erklärt: Als Kind lernt der Autor Robert T. Kiyosaki beim reichen Vater eines Freundes alles über Geld und wie es vermehrt werden kann. In diesem Buch vergleicht er seinen echten Vater – den „Poor Dad“ – mit seinem zweiten „Vater“ – dem „Rich Dad“.

Der Klappentext lautet weiter:

Nachdem er [Robert T. Kiyosaki] die Ratschläge des Ersteren [Rich Dad] beherzigt hatte, konnte er sich mit 47 Jahren zur Ruhe setzen. Er hatte gelernt, Geld für sich arbeiten zu lassen, statt andersherum. In Rich Dad Poor Dad teilt er sein Wissen und zeigt, wie jeder erfolgreich sein kann.

Ohne das Buch gelesen zu haben (es gibt übrigens das Hörbuch auf Spotify!) lässt sich etwas über den Klappentext sagen. Er stellt nämlich eine interessante Behauptung auf: Jede*r kann erfolgreich sein. Ob sich der Erfolg einstellt oder nicht liegt alleine am eigenen Charakter.

Was im ersten Moment als simple Werbung für das Buch verstanden werden kann, ist doch etwas mehr. Denn dieser Blick auf Erfolg und Nichterfolg –  „wer sich bemüht, kann es zu etwas bringen“ und umgekehrt „wer arm ist, hat sich nicht angestrengt“ – ist in dieser Gesellschaft weit verbreitet.

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Real Life „Orange is the new Black“

Posted in politik, rassismus, review, soziales with tags , , , on September 12, 2018 by stefon

Einige von Euch kennen sicher die Netflix Serie Orange Is the New Black (unter Kenner*innen bekannt als OITNB). Um was gehts bei dieser Serie? Um das Leben von Gefangenen in Frauengefängnissen in den U.S.A.. Obwohl die Serie einiges an Humor enthält, konfrontiert sie Seher*innen mit dem Lebensalltag von Häftlingen, welcher von Sexismus, Gewalt und Rassismus nur so strotzt.

Viel weniger Menschen werden jedoch wissen, dass in den U.S. amerikanischen Gefängnissen Widerstand gegen diese Bedingungen existiert. Vor einigen Wochen ist ein 19 tägiger US-weiter Streik von Häftlingen zu Ende gegangen.

Prisoners across the country are set to launch a nationwide strike today to demand improved living conditions, greater access to resources and the “end of modern day slavery.” Prisoners in at least 17 states are expected to participate in the coordinated sit-ins, hunger strikes, work stoppages and commissary boycotts from today until September 9—the 47th anniversary of the Attica prison uprising. For more, we speak with Amani Sawari, a prison strike organizer working on behalf of Jailhouse Lawyers Speak, a network of prisoners who are helping organize the nationwide strike. We also speak with Cole Dorsey, a formerly incarcerated member of the IWW’s Incarcerated Workers Organizing Committee who is helping coordinate with prisoners on the prison strike. (Democracy Now – Auch mit Video mit den Forderungen der Häftlingen)

Auch der Guardian berichtet darüber. In diesem Streik fällt auch oft das Wort Attica. Gemeint ist dabei ein Gefängnis in Attica im Bundesstaat New York. In diesem kamen im Jahr 1971 nach einem Gefängnisaufstand 32 Inhaftierte und 11 Angestellte ums Leben. Alle bis auf einen Wärter wurden durch Kugeln von Staatsbeamten bei der Rückeroberung getötet. Kurz nach dem Niederschlagen des Aufstands wurde aber behauptet: Die Geiseln wurden von den Häftlingen getötet, Häftlinge hätten vergewaltigt und kastriert. Alles stellte sich als Lügen des Staates heraus. Häftlinge wurden nach der Rückeroberung gefoltert, erschossen und noch Tage danach geschlagen und gequält.

Wer sich für die Geschichte dieses Gefangenenaufstands interessiert, wer es nicht glauben kann, dass ein Staat Jahrzehnte lang vertuscht und alles versucht hat den Häftlingen den Tod der Geiseln in die Schuhe zu schieben, den sei das Buch Blood in the Water: The Attica Prison Uprising of 1971 and Its Legacy ans Herz gelegt. Es dokumentiert den Aufstand, die Vorgänge davor und danach und wie der Staat mit seinem Justizapparat noch Jahrzehnte danach gegen die Häftlinge vorgeht.

Wer sich etwas mit den Haftbedingungen und die Vorgänge von Attica beschäftigt hat, wird auch OITNB mit anderen Augen sehen.

Leider keine (künstliche) Intelligenz auf orf.at

Posted in medien with tags , , , , , , on Juni 15, 2018 by stefon

Der Hype um künstliche Intelligenzen scheint so groß zu sein, dass jegliche andere Intelligenz dabei über den Haufen geworfen wird. Forscher erschaffen psychopathische Künstliche Intelligenz, titelt orf.at am 12.6.2018. Auf science.orf.at lautet die Überschrift des detailierten Artikels „Norman“, der erste künstliche Psychopath.

Laut orf.at scheint es Forscher*innen also geglückt zu sein, eine künstliche Intelligenz (K.I.) zu erschaffen, welche psychopathische Züge aufweist. Da stellt sich doch die Frage, was ist mit psychopathisch eigentlich gemeint? Der Einfachheit halber hier die Definition von Wikipedia:

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. […]
(Wikipedia: Psychopathie)

Eine psychopathische K.I. sollte also manipulativ sein, Bedürfnissen anderer ignorant gegenüberstehen. Antisozial und irgendwie „böse“ eben.

K.I. Normal

K.I. Norman

Doch wie verhält sich diese böseste aller K.I.’s nun? Was haben die Forscher*innen erreicht?

[Die Forscher legten] „Norman“ […] eine Reihe von Tintenklecks-Bildern vor, ähnlich wie beim psychodiagnostischen Rorschachtest. Die Ergebnisse waren durchaus furchteinflößend: Während ein normal trainierter Algorithmus auf einem Bild „Menschen, die eng beieinanderstehen“ sah, antwortete „Norman“: „Ein Mann, der aus dem Fenster springt.“

Furchteinflössend, beängstigend? Eine K.I., welche nur Böses sieht? Wie haben dies die Forscher*innen erreicht? Weiterlesen