Archiv für März, 2016

Die schöne Welt des Konsums: Die wunderschöne Cloud

Posted in antikapitalismus with tags , , , , on März 11, 2016 by stefon

In der Welt des Konsums geht es bunt zu. Jedes Jahr neue Fernseher, neue Smartphones, Ikea-Möbel usw usf. Wer sich in den Supermärkten und Einkaufszentren umsieht, könnte fast in den Glauben verfallen, dass für die Bedürfnisse der Menschen produziert wird. Das kleine Wörtchen „fast“ deutet es an, in diesem Blog(posting) soll behauptet werden: In dieser Gesellschaft wird nicht für die Bedürfnisse der Menschen produziert, nein, die Bedürfnisse der Menschen werden genutzt um aus Geld mehr Geld zu machen. Und dieser Unterschied, Produktion für den Profit oder für die Bedürfnisse der Menschen, hat in der Praxis gravierende Folgen. Wer sich intensiver mit dem Thema Konsum und dessen Rolle in dieser Wirtschaftsweise auseinandersetzen will, dem*der kann ein Text der Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg [geskrit] empfohlen werden.

Jetzt soll es jedoch um ein konkretes Beispiel für solch eine Auswirkung gehen.

Bislang unterstüzen Samsungs Smart-TVs noch den Videotelefonie-Service von Microsoft. Ab dem zweiten Juni soll damit Schluss sein.

So lautet der Untertitel des heise.de Artikels Skype künftig nicht mehr auf Smart-TVs von Samsung. Anders gesagt: Menschen wollen sich einen Fernseher kaufen und entscheiden sich beispielweise genau für einen Fernseher mit Skype Support, da dies besonders interessant/nützlich für sie ist. Ihr Bedürfnis spielt in dieser Gesellschaft jedoch keine Rolle, ausser es kann Geld damit gemacht werden. Unternehmen richten sich nach ihren Berechnungen für den Profit.

Der Fall Skype zeigt einmal mehr, dass man sich bei geschlossenen Plattformen nicht auf die dauerhafte Verfügbarkeit aller angebotenen Dienste und Apps verlassen kann. So hatte Gibson unlängst die Smart-TV-Funktionen bei Blu-ray-Playern, Medienspielern und Home-Theatre-Systemen der von den Unternehmen in diesen Bereichen übernommenen Marke Philips abgeschaltet.

Wer so ein Verhalten eines Unternehmens für skandalös hält und schon mit Boykott Aktionen liebäugelt, sollte kurz innehalten und sich bewusst machen, dass deren Verhalten nicht eine Verletzung „unserer Werte“ oder auch nur „unfair“ ist. Konsument*innen kommen eben einfach nur als Mittel der Profitmaximierung vor.

Tip: Wer in „dem besten aller Systeme“ trotzdem versuchen will sich solche Überaschungen zu ersparen, der*die kann z.B. einen Blick auf kodi werfen.

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Henry Ford als Beispiel für „vernünftige“ Unternehmer?

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik with tags on März 8, 2016 by stefon

[Ford] … habe angeblich das Zeitalter des Fordismus eingeleitet, welches einerseits dadurch charakterisiert sei dass die Produktion der Güter mit technischen Mitteln und per neuer Organisation der Arbeit rationalisiert wird (Fließband und Taylorismus), andererseits dadurch dass die Arbeiter so hohe Löhne erhalten dass sie sich das, was sie herstellen, auch leisten können.

Dieses Lob an Henry Ford ist oft zu lesen. Auf polemik.at findet sich ein kurzer Artikel, der sich diesem Lob annimmt und aufzeigt, was es damit auf sich hat.