Archiv für Oktober, 2008

Familienkunde statt Verhütungsunterricht

Posted in feminismus, frauen, politik, sexismus with tags , , , , , , on Oktober 26, 2008 by stefon

„Familienkunde statt Verhütungsunterricht“ fordert die Christenpartei.

„Die Christen“ fordern in der Schule Familienkunde statt Verhütungsunterricht. Familienkunde ist die umfassende Persönlichkeitsbildung im Respekt gegenüber der menschlichen Natur und der weiblichen und männlichen Identität, aufbauend auf dem christlichen Menschenbild. Jugendliche sollen insbesondere über die Schönheit von Ehe und Familie informiert werden.

Ich will den ChristInnen nicht unterstellen mit dieser Forderung die Anzahl der Aids Ansteckungen in die Höhe treiben zu wollen. Was jedoch steck dann hinter dieser Forderung?

Es ist ein verquertes Menschenbild. Und es ähnelt dem was die Republikaner unter Bush in den letzten Jahren versucht hatten: Enthaltung statt Verhütung.

Weiters zementiert diese Forderung den Anspruch der Ehe zwischen Mann und Frau als allein selig machende und „normale“ Beziehungsform. Homosexuelle Paare und AlleinerzieherInnen sind natürlich wieder aussen vor.

Durch die massive Verbreitung von Verhütungsmethoden, schlechter Aufklärung und sexueller Frühsensibilisierung wird in den Jugendlichen das natürliche Verständnis für Einheit und Treue schon in frühen Jahren bewusst zerstört. Die aktuellen Aufklärungsmethoden höhlen die Bedeutung der Sexualität aus und vermitteln eine pervertierte Form von Liebe, was die körperliche und seelische Gesundheit jedes Menschen in Gefahr bringt.

Ich setze mich natürlich für Aufklärung und massive Verbreitung und Information über Verhütunsmethoden ein. Jedoch sollte mensch die Sorge der ChristInnen um die Bedeutung der Sexualität nicht ganz verwerfen.

Anstatt jedoch Enthaltsamkeit zu predigen und „nicht-normale“ (sprich, alles was nicht hetereosexuell in einer Ehe stattfindet) zu dämonisieren, sollten die ChristInnen sich die Werbungen im Fernsehen und die Plakatflächen ansehen. „Sex sells“ ist eine Binsenweisheit, nichts desto trotz von den Auswirkungen hinterfragenswert.

Menschen sollten bewusst und lustvoll mit ihrer Sexualität umgehen können.  Ohne Druck und moralische Predigten für sich entscheiden wann etwas passt und wann nicht.
Und in diese Entscheidungen hat sich weder Kirche, Staat und die Christen Partei einzumischen.
Diese sollte besser versuchen den Leistungsdruck in der Gesellschaft und die Sexualisierung der Werbung und des Alltags entgegentreten.

Quelle: Familienkunde statt Verhütungsunterricht – Die Christenpartei

Stermann & Grissemann – Trauer um Jörg Haider

Posted in blub, politik with tags , , , , , on Oktober 25, 2008 by stefon

Wobei mir wichtig zu sagen ist, es geht um die Kritik am Trauerverhalten vieler Menschen die den Politiker mit der Person Haider verwechseln und dem Vergessen seiner inakzeptablen Politik.
Ich glaube nicht dass es bei deren Programm um lustig machen über den Tod eines Menschen geht.

Quelle: Oliver Ritter

Gegenüberstellung: Haiders Zitate und Trauernde

Posted in politik, rassismus with tags , , , , , , , on Oktober 24, 2008 by stefon

Quelle: Lupe, der Satire-Blog

Bildung in Salzburg befreit!

Posted in aktivismus, kapitalismus kritik, termin with tags , , , , , on Oktober 23, 2008 by stefon

GRAS und KSV veranstalten am 30. und 31. Oktober 2008 die Tage der freien Bildung in Salzburg – mit Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussion

Veranstaltungsort: Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Salzburg (Rudolfskai 42)
Mehr Informationen, Zeitplan und Programm: www.freie-bildung-sbg.at.tf

Freie Bildungstage 08

Freie Bildungstage 08

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Propagandafilme zur NS-Euthanasie

Posted in politik, rassismus, termin with tags , , , , , , on Oktober 21, 2008 by stefon

PROPAGANDAFILME ZUR NS-EUTHANASIE:
Dokumentar und Forschungsfilme
Mi. 22. Oktober 18.30
Das Kino | Giselakai 11

„Alles Leben ist Kampf“, Deutschland 1936
Regie: Herbert Gerdes, W. Hüttig

„Opfer der Vergangenheit – Die Sünde wider Blut und Rasse“, Deutschland
1937
Regie: Gernot Bock-Stieber
Prädikat: „staatspolitisch wertvoll“ und „volksbildend“

„Eine 4 1/2 jährige Mikrozephalin“, Deutschland 1939
Reichsstelle für Unterrichtsfilm

„Der  sachliche und unbestechliche Bildbericht, den die Filme [..] geben, müsste auch den letzten Volksgenossen von der Notwendigkeit unserer Maßnahmen überzeugen. Erschreckend sind die aktenmäßig belegten Zahlen über die hohen Unkosten, die die Volksgemeinschaft für die Erhaltung und Weiterzucht der Erbuntüchtigen aufwendet.“

Mit Einführung zu den Filmen (Dauer der filme ca 45 min.) durch Mag. Irene Leitner, Leiterin Lern- u. Gedenkort Schloss Hartheim, und anschließender Diskussion.

Informationen auf DasKino.at

Jörg Haider – Zitate

Posted in politik, rassismus with tags , , , , , , , , , on Oktober 20, 2008 by stefon

“Außerdem ist das Recht der Inländer auf Heimat stärker als das Recht der Ausländer auf Familienleben. Österreich soll daher von der Europäischen Menschenrechtskonvention abgehen”. (Salzburger Nachrichten, 6.10.1995)

“Dieses Land wird nur dann frei sein, wenn es ein deutsches Land ist!” (profil, 13.8.1984)

“Im Dritten Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht. was nicht einmal Ihre Regierung in Wien zusammenbringt” (Protokoll der Sitzung des Kärtner Landtags, 13.6.1991)

“Hitlers Arbeitsprogramm hatte positve Effekte” (Wall Street Journal, 8.9.1993)

Jörg Haider über den bei seiner Abschiebung erstickten Marcus Omofuma, der kein Drogendealer war: “Und ich frage mich amal wirklich, was wiegt denn mehr für jene, die Krokodilstränen zerdrückt haben für den zu Tode gekommenen Schubhäftling…Das Risiko beim Abschub oder die Vernichtung von jungen Menschen, deren Leben vernichtet wird, durch den Drogenkonsum, der von jenen kommt, die hier illegal in Österreich ihr schmutziges Geschäft treiben…Mörder unserer Kinder haben hier in Österreich nichts verloren…” (FPÖ-Bundesparteitag, 28.5.1999)

Nochmals über Omofuma: “Ich habe gesagt es ist ein tragischer Vorfall gewesen, aber man muss auch umgekehrt die Seite – und darum geht’s mir -, dass man auch die Seite der Opfer einmal sieht. Dass man also nicht dauernd Krokodilstränen für einen abgeschobenen Drogendealer hat, während man gleichzeitig die Opfer, die er verursacht hat” (Falter-Interview, 23.9.1999).

Jörg Haider zu ehemaligen SS-Leuten: “…daß es in dieser Welt einfach noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. Und das ist eine Basis, meine lieben Freunde, die auch an uns Junge weitergegeben wird, von der wir letztlich auch leben” (zitiert nach Bailer Neugebauer 1997, S. 70).

“Die vornehmste dieser Aufgaben ist die Abwehr aller Bestrebungen, die auf eine Loslösung Österreichs vom Deutschtum gerichtet sind. Wir haben daher in den Deutschen Österreichs das Bewußtsein wachzuhalten, ein Teil des deutschen Volkes mit allen sich aus dieser Zugehörigkeit ergebenden Rechten und Pflichten zu sein” (Deutsche National- und Soldatenzeitung, 29.7.1966)

“Die FPÖ ist keine Nachfolgeorganisation der NSDAP. Denn wäre sie dies, hätte sie die absolute Mehrheit” (Pressekonferenz zur Reder-Affäre, 17.2.1985).

“Ich war bei Freunden in Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, mit meiner Familie zusammen, weil ich ein bisschen erproben wollte, wie das Zusammenleben mit den Schwarzen so ist, wenn sie die Mehrheit haben. Mit den Schwarzen ist es wirklich so ein Problem. Selbst dort, wo sie die Mehrheit haben, bringen sie nichts zusammen. Da ist einfach wirklich Hopfen und Malz verloren” (Jörg Haider, ZIB2, 1.3.1995).

“Nicht die Freiheitlichen sind die Schädlinge der Demokratie. Wir sind das Schädlingsbekämpfungsmittel. Bei uns regieren die Rothäute und die Schwarzen – und nicht, wie üblich, daß sie in den Reservaten leben” (Die Presse, 10.9.1990)

Quelle: Christian Fuchs

Artists Project Earth

Posted in aktivismus, politik with tags , , , , , on Oktober 19, 2008 by stefon