Archiv für reichtum

Rich Dad Poor Dad (#3): Mit Ellbogenmentalität gegen die Schubsereien des Lebens

Posted in kapitalismus kritik, review with tags , , , , on Januar 2, 2019 by stefon

Rich Dad Poor Dad: Ein Sohn hat einen reichen und einen armen Vater. Durch diese Erfahrung lernt er warum viel Menschen arm und ein paar wenig reich werden. Doch nicht genug: Er zeigt auf wie jede*r selbst reich werden kann!

mehr in der Klappentext Kritik und in meiner Blogpostreihe zu diesem Buch

Im 1. Kapitel des Buches „Lektion Eins: Die Reichen arbeiten nicht fürs Geld“ erzählt uns Robert wie er zu seinem reichen Vater kommt und über die ersten Lektionen, die er bei ihm erhält.

Zuerst lässt ihn sein reicher Vater für sehr wenig Geld in einem seiner Läden arbeiten. Damit lernt Robert seine erste Lektion: Für wenig Geld arbeiten, das ist hart und nichts Erstrebenswertes. Doch sein reicher Vater will ihm dabei noch mehr beigebracht haben: Schuld an dieser Lage ist nicht er – der Arbeitgeber – sondern Robert selbst. Denn dieser hat sich – wie die allermeisten Menschen – aufgrund seiner Emotionen – Gier und Angst – in ein Hamsterrad namens Lohnarbeit begeben.

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Rich Dad Poor Dad (#2): Mit der Macht der Gedanken reich werden

Posted in antikapitalismus, review with tags , , , , , on Dezember 16, 2018 by stefon

Rich Dad Poor Dad: Ein Sohn hat einen reichen und einen armen Vater. Durch diese Erfahrung lernt er warum viel Menschen arm und ein paar wenig reich werden. Doch nicht genug: Er zeigt auf wie jede*r selbst reich werden kann!

mehr in der Klappentext Kritik

In der Einführung des Buches stellt Robert nochmal die Basis seines Wissens dar: Durch die Besonderheit zweier Väter (einer reich, der andere arm)  kann er sich kompetent zum Thema Geld und Wirtschaft äußern. Wissen, Gedanken und Einstellungen spielen für ihn eine große Rolle. Robert schreibt dazu:

Einer der Gründe, warum die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer werden […] liegt darin, dass der Umgang mit Geld zu Hause und nicht in der Schule unterrichtet wird. […] Was aber können arme Eltern ihren Kindern über Geld beibringen?

Es stimmt, wer nicht weiß wie diese Wirtschaft funktioniert, hat wenig Chancen sich durchzusetzen. Doch in seinem Zitat steckt mehr, nämlich auch das Umgekehrte: Wer sich mit Geld auskennt, der ist auch scheinbar automatisch erfolgreich!

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Paulo Coelho’s Weihnachtsgrüsse an die Armen: Seid dankbar für das was ihr habt!

Posted in kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , on Dezember 28, 2015 by stefon

Weihnachten ist ja eine Zeit der Besinnung und der moralischen Geschichten. Auch Paulo Coelho, der bekannte brasilianische Schriftsteller, hat für diesen Zweck ein kleines Geschichtche (Seite 40)   geschrieben. Um diese seine Geschichte soll es hier kurz gehen.

Der Inhalt ist schnell erklärt: Engel werden zu Weihnachten auf die Erde geschickt, um zu überprüfen, ob dort alles bereit ist für das Fest. Paulo Coelho beschreibt den Erdenbesuch zweier Engel, eines jüngeren und eines alten erfahrenen Engels. Das Pärchen besucht eine reiche Familie. Diese besitzt zwar eine große Villa und erkennt die Engel, lässt sie jedoch nur im stickigen und heißen Keller übernachten. Der ältere Engel bemerkt einen Riss in der Kellerwand und repariert ihn.

Weiter geht es auf der Reise und als nächstes besuchen die zwei Engel eine kleine Hütte am Land. Dort wird ihnen von einer armen Familie geöffnet. Die Familienmitglieder, die zwar nicht erkennen, dass Engel vor ihnen stehen, versorgen diese trotzdem so gut es geht – dürfen z.B. in ihrem Bett schlafen. Am nächsten Morgen liegt die Kuh, die ihr einziger Besitz und Lebensunterhalt, tot am Feld.

Der Ärger des jüngeren Engels muss raus

»Ich kann nicht begreifen, wie du dich verhalten hast! Der erste Mann hatte alles, was er brauchte, und dennoch hast du ihm geholfen. Und bei diesen armen Leuten, die uns so freundlich aufgenommen haben, hast du nichts unternommen, um ihr Leid zu lindern!«

Wer kann solche Gefühle nicht nachvollziehen? Reicht doch ein kurzer Blick auf diese Welt um zu sehen, dass reich und arm in dieser Welt existieren. Trotz übervollen Supermärkten, müssen Menschen betteln. Trotz Superreichen, gibt es Menschen, welche sich ihre Medikamente nicht leisten können. Warum hat sich der ältere Engel also so verhalten? Weiterlesen

Nicht zu gierig, zu bescheiden sind die Menschen…

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , , , on Januar 21, 2012 by stefon

… Im Laufe der Zeit konnte ich auch auf immer mehr Dinge verzichten, vor allem, was den täglichen Konsum betrifft. …

… auch wenn ich kein Geld hatte; fühle ich mich wie ein König …

… Deshalb war auch der Schritt zurück ins Arbeitsleben einfach, weil ich wieder arbeiten wollte und auch kein Problem hatte, Jobs anzunehmen, die nicht meiner Ausbildung entsprechen. Heute habe ich wieder meinen Platz in der Mitte der Gesellschaft, weil ich meine persönliche Mitte gefunden habe.

[Apropos – Strassenzeitung Salzburg Januar 2012 / „Frei wie ein König“]

So lesen sich Ausschnitte eines Artikels zum Thema Armut in der Salzburger Strassenzeitung Apropos. Eine Person verliert ihren Arbeitsplatz und muss monatelang in einem Auto leben. Anstatt jedoch ein wirtschaftliches System anzuprangern, in dem „zu wenig Arbeit“ etwas negatives ist, statt ein Zeichen von Fortschrittlichkeit zu sein, wird diese Armut, diese Mittellosigkeit wie eine Kur gegen den privaten Konsumwahn dargestellt.

Diese Position, die Gier der Menschen anzuprangern, Bescheidenheit als etwas positives zu zeigen, ist keine Seltenheit. Nicht nur PolitikerInnen fordern von den BürgerInnen den Gürtel enger zu schnallen. Nicht nur Firmenchefs erwarten sich in Zeiten wirtschaftlicher Krise bescheidene (sprich: billige) Arbeitskräfte. Nein, auch progressive, „linke“ oder alternativ denkende Menschen sehen viele Probleme unserer Gesellschaft in der Gier der kleinen Leute.

Es wird zu viel Nahrung weggeschmissen? Das liegt daran weil die Leute zuviel kaufen und schlecht damit haushalten. Es wird zuviel CO2 produziert? Das liegt daran dass die Menschen überall mit dem Auto hinfahren und zu wenig Stromsparen. Wir haben die Wirtschaftskrise? Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt. Alle diese Antwort eint die Position: Die Leute sind zu gierig, sie wollen zuviel.

Was nicht gesagt wird, was unterschlagen wird, was vergessen wird ist jedoch: 2/3 des Vermögens (in Österreich und den allermeisten Staaten) liegt in der Hand von 10%. Doch auch ohne diese Statistik sollte klar sein: Jeder Einkauf führt eigentlich vor Augen wie bescheiden wir leben und sind. Volle Supermärkte, massenhaft Autohäuser und Elektronikläden. Alles voller Dinge die wir uns entweder gar nicht leisten können oder nur unter grossen Anstrengungen. Es zeigt sich eben: Produziert wird nicht für die Bedürfnisse der Menschen (denn wäre das so, dann würden nicht so viele Waren sinnlos und unbenutzt rumstehen) sondern nur für den Profit der Firmen.

Daher sage ich: Gierig will ich die Menschen haben. Wütend über ihre wenigen Dinge die sie sich leisten können. Volle Supermärkte und leere Geldbörsen sollen den Gedanken hervorbringen: Was ist das für ein System in dem ich 40 Stunden die Woche oder mehr arbeite und ich (und der allergrösste Teil aller anderen) nur einen Bruchteil dessen bekomme was ich produziere.

Wären die Menschen gieriger, würden sie sich diese Situation nicht gefallen lassen. Sie würden erkennen: Wenn gemeinsam für die Bedürfnisse aller produziert wird, stehen nicht massenhaft Autos in den Autohäusern und verrosten. Nein, es würden genug Autos produziert für die Bedürfnisse der Menschen. Und: Wenn es das Bedürfnis der Menschen ist keinen Klimawandel zu haben, würden halt weniger Autos produziert werden.

Daher bitte ich alle Menschen die dies lesen: Provoziert. Wo immer ihr von der problematischen Gier der Menschen lest: Schreibt/sprecht/… gegen eine Politik der Bescheidenheit an!