Archiv für August, 2012

Mut zur Wut: Österreich schadet dir mehr als du denkst!

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, medien, politik, soziales with tags , , , , , , on August 21, 2012 by stefon

„Mut statt Wut: Österreich ist größer als du denkst“ lautet eine aktuelle Kampagne der International Advertising Association (IAA).

Die International Advertising Association wurde am 8. April 1938 von Thomas Ashwell (Herausgeber des „Export Trade & Shipper“ Magazines) mit zwölf anderen Werbemanagern im Harvard Club in New York gegründet. Zielsetzung war der Austausch erfolgreicher Praktiken in der internationalen Werbung.[1]

Heute hat die IAA etwa 60 Corporate Members und 4000 individuelle Mitglieder in über 70 Ländern der Welt sowie 60 akkreditierte Institutionen und 30 Organisationen als Mitglieder. Die IAA ist die einzige internationale Organisationen, die Mitglieder aus allen drei Säulen der Werbe- und Kommunikationsbranche hat: Werbeauftraggeber, Agenturen (Kreativagenturen, PR Agenturen, Eventagenturen, Marktforschungsagenturen usw.) und die Medien.
[wikipedia]

Was das Ziel der Kampagne ist, fasst die IAA-Präsidentin Martina Hörner im derStandard zusammen.

„Wut bringt die Wirtschaft, die Gesellschaft und Österreich nicht weiter“, so IAA-Präsidentin Martina Hörner in einer Aussendung. Angesichts der Euro-, Finanz- und Schuldenkrise stehe Österreich gut da – punkto Arbeitslosenzahl, Kaufkraft und Lebensqualität. „Hier kann die IAA einen Beitrag zur positiven Stimmung leisten“, ist Hörner überzeugt und Mariusz-Jan Demner, der die Kampagnenkoordination übernommen hat, meint: „Die Österreicherinnen und Österreicher surfen von einer Krise zur nächsten. Die Politikverdrossenheit ist beispiellos, die Leute sind verunsichert und desorientiert. Hier möchte die IAA kraft der Kommunikation zeigen, dass es besser und anders geht.“
[derStandard]

Kurz zusammengefasst: „ÖsterreicherInnen brauchen sich nicht klein und hilflos fühlen. Denn sie sind ein Teil von etwas größeren: Österreich. Und jedeR kann daran teilhaben und Österreich voranbringen. Solange nur die Kritik an herrschenden Zuständen konstruktiv ist.“

Nicht konstruktiv und sehr wütend ist es natürlich Themen wie Arbeitslosigkeit und Lebensqualität gesellschaftlích zu betrachten. Denn dann könnte doch glatt die Einsicht eintreten: Das Profitinteresse der österreichischen Wirtschaft steht im Gegensatz zu der Lebensqualität der Lohnabhängigen und deren Bedürfnisse. Weiterlesen

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Was alles kein Schurkenstaat ist…

Posted in politik with tags , , , , , on August 18, 2012 by stefon

Während Syrien und der Iran natürlicherweise und offensichtlich (Vorsicht: Sarkasmus!) Schurkenstaaten sind, sieht das bei vielen  Ländern ganz anders aus.

Ganz aktuell möchte ich auf Vorgänge im Nicht-Schurkenstaat Südafrika hinweisen

 Nach der Tötung von insgesamt 44 streikenden Bergleuten durch die Polizei steht Südafrika unter Schock. Zeitungen betitelten den härtesten Polizeieinsatz seit Ende der Apartheid am Freitag als „Blutbad“, „Bergwerk-Gemetzel“ und in Anlehnung an die Massenmorde der Roten Khmer in Kambodscha auch als „Killing Field“. Fotos und TV-Bilder, die zeigten, wie schwerbewaffnete weiße und schwarze Polizisten das Feuer auf eine kleine Gruppe mit T-Shirts und Umhängen bekleideter Schwarzer eröffnete und an den im Staub liegenden Leichen vorbeischlenderten, erinnerten viele Bürger an die Brutalität der 1994 zusammengebrochenen Herrschaft der weißen Minderheit. Er sei schockiert und bestürzt von den Ereignissen in der Platinzeche Marikana 100 Kilometer nordwestlich von Johannesburg, sagte Präsident Jacob Zuma.
[Südafrika: Polizei richtet Massaker an Bergleuten an-  derstandard.at]

Weiters kein Schurkenstaat ist Bahrain, warum auch?

In Bahrein ist bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten ein Jugendlicher getötet worden. Der 16-Jährige sei von den Sicherheitskräften geschlagen worden und seinen Verletzungen erlegen, teilte das Zentrum für Menschenrechte in Bahrain mit.

Die seit eineinhalb Jahren anhaltenden Unruhen in dem Golf-Königtum haben bisher mindestens 50 Menschen das Leben gekostet. In den von der Mehrheit der Schiiten getragenen Protesten fordern die Bahrainer vom sunnitischen Königshaus mehr Freiheiten und Rechte.
[orf.at : Jugendlicher bei Protesten in Bahrain getötet]

Während in Syrien und Iran die Staatsmacht mit sogenannten menschenrechtswidrigen Mitteln Menschen niedermetzelt (natürlich nur um genau das zu tun: um zu unterdrücken [auch hier, Sarkasmus!)]), geschieht der Mord von Staat an Menschen in anderen Staaten aus „hehren“ Zielen wie der „Stabilität“. Das sehen natürlich auch die westlichen Verbündeten so und daher gibt es auch keine Spekulationen von Militäreinsätzen. Alleine schon diese Tatsachen sollten Menschen, welche sich für einen militärischen Einsatz für Menschenrechte und Frieden im in Syrien und für einen Miltärschlag im Iran gegen die Bombe einsetzen, stutzig machen. Wenn der Staat Bomben auf Städte fallen lässt und mit Bodentruppen Städte umkreist, dann geschieht das nie aus Menschenliebe sondern immer aus strategischen Kalkül und Machtdenken.

Wer sich mal über alternative und rationalere Analysen der politischen Situation rund um Iran und Syrien informieren will, dem oder der empfehle ich folgende zwei Podcasts

Anmerkung: Dieses Posting soll natürlich kein Pladoyer für eine Solidarität mit der Nation Syrien oder Iran gegen den Imperialismus der U.S.A. darstellen. Es geht darum zu zeigen: Die Aufteilung in „gute“ und „böse“ Staaten ist etwas sehr fragwürdiges.

Auch in Salzburg: Todesstrafe für Kinderschänder?

Posted in aktivismus, politik with tags , , , on August 7, 2012 by stefon

Auch in Salzburg gibt es sie, die Sticker welche „Todesstrafe für Kinderschänder“ fordern. Hier eines fotographiert auf einem Laternenmast an der Salzach.

Sticker: Todesstrafe für Kinderschänder

Sticker: Todesstrafe für Kinderschänder

Wer bei solchen Stickern an Menschen denkt, welche das Kindeswohl im Auge haben, aber halt etwas über das Ziel hinausschiessen, der oder die irrt. Wer die auf dem Sticker angegebene Website besucht, wird bald fündig

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Es sind also Sticker von einer rechten/faschistischen/neo-nazi Gruppe. Also: Wer solche Sticker sieht, stehen bleiben und entweder abreissen oder noch besser überkleben. Das Phänomen rechter Gruppen und ihre Propaganda über das Thema Kindesmissbrauch ist aber auch nichts neues,