Archiv für rechts

Bad Reichenhall: „Wo die Zeit Urlaub macht“

Posted in aktivismus, politik with tags , , , , , , , on Mai 4, 2012 by stefon

,,Wo die Zeit Urlaub macht“ ist der offizielle Werbeslogan von Bad Reichenhall. Ein sehr treffender wie die Jugendantifa Süd-Ost-Oberbayern in ihrem Vortrag ,,Bad Reichenhaller Zustände und antifaschistische Interventionen“ argumentiert.  Denn in Bad Reichenhall gibt es eine jährlich stattfindende SS-Gedenkfeier, eine Kaserne, welche nach einem Nazigeneral benannt ist, einen Vorsitzenden der örtlichen Soldatenkameradschaft, der nicht über Kriegsverbrechen reden will wenn er der Gebirgsjäger gedenkt, eine Brücke, die den faschistischen Angriffskrieg auf Kreta glorifiziert und eine geschichtsrevisionistische Gedenkfeier, an der der Bürgermeister teilnimmt.

Daher und wie auch letztes Jahr: Am Sa, 19.05.2012 | antifaschistische Demonstration 14:30 Uhr | Bad Reichenhall | Hauptbahnhof

Mehr Infos gibts auf badreichenhall.tk

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Nazis die bei Occupy Salzburg mitarbeiten? Warum denn nicht?

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , on Oktober 25, 2011 by stefon

Über Occupy Salzburg habe ich auf meinem Blog bereits berichtet (Demo Ankündigung, Versuch zu klären was Occupy Salzburg sein könnte).

Dieses Mal geht es jedoch darum, warum es mir nicht möglich ist an Occupy Salzburg in der derzeitigen Form mitzuarbeiten. Voraus möchte ich schicken: In diesem Blogposting geht es nicht um die Inhalte des Zeitgeist Movements. Sich mit diesen auseinanderszusetzen macht sicher Sinn (wie bei jeder Bewegung). In diesem Blogposting geht es um Positionen von Menschen die jedoch beim Zeitgeist Movement Salzburg aktiv sind.

Die Gründung einer neuer politische Gruppe/Bewegung/Plattform ist immer eine schwierige Sache. Besondes wenn sie sich aus einer Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Positionen, politischen Erfahrungen, etc ist. Während so einer Gründung/Etablierung finden natürlich Diskussionen zu vielerlei Dingen statt.

Heftig diskutiert wird und wurde in Occupy Salzburg die Frage: Wer darf mitmachen? Gemeint ist: Gibt es Menschen die von der Organisationgruppe ausgeschlossen werden dürfen? Ist jede inhaltliche Stellungnahme auf der Facebook Gruppe Occupy Salzburg bzw. auf Demos erwünscht und erlaubt?

Klar sollte eigentlich sein: Mit Nazis wird nicht zusammengearbeitet. Auch sollte die Frage „Dürfen sich FPÖlerInnen im Organisationteam engagieren bzw. ihre Inhalte auf Demos verbreiten?“ einfach zu beantworten sein. Schwierig wird es natürlich bei sehr religiösen Menschen, Menschen aus anderen Parteien, …

Welche Inhalte in Occupy Salzburg Platz haben dürfen und welche nicht, ist nicht leicht zu beantworten. So eine Grenze zu ziehen ist immer eine Sache der Diskussion und des Kompromisses. Jedoch gibt es bei Occupy Salzburg Menschen (namentlich Jakob O. und Tom S.) die sich nicht entscheiden können ob es so eine Grenze geben soll. bzw. ob zum Beispiel nicht auch Nazis das recht haben sollten mitzuarbeiten. Dies möchte ich mit ein paar Zitaten (aus einer längeren Facebook Diskussion) belegen

wenn mir ein totaler skinhead-neonazi mit hakenkreuz-tattoos hilft, schilder für eine demo zu basteln, auf denen sprüche stehen die zur 99%-bewegung passen, dann finde ich das super. weil erstens hat er damit dann etwas hilfreiches für die bewegung getan, zweitens hat diese arbeit vielleicht sein denken positiv beeinflusst, und drittens hat er in dieser zeit wenigstens keine ausländer verprügelt. (tom s.)

fände schade wenn man sich auf eine grenze einigen muss um andere auszugrenzen 😦 (Jakob O.)

wieso? wieso darf sich ein FPÖ/NPD-ler nicht an der organisation beteiligen, solange er auch dabei sein VERHALTEN von rechtsradikalen dingen sauber hält? (tom S.)

Noch klarer wird es, wenn ich folgende Frage stelle

ok also anders: wenn ne person mit nem tshirt in der gruppe oben ist auf dem steht „juden vergasen“. die person aber sonst brav mitarbeitet und diskutiert, dann passt das für dich und die person wird nicht rausgeschmissen?

„Antworten“ die ich darauf bekam (von Jakob O.)

Ich grenze keine MENSCHEN AUS ! ich grenze deren ideologien aus.. ist das verständlich ?

guter punkt …anders gefragt was ist den wenn der Moslem ein tshirt hat wo drauf steht.. es gibt nur einengott und das ist Allah.. !?

Nein guter punkt heist das das eine sehr schwierge frage ist 🙂 ( oder findest du die kann man beim doofen NAZI ja einfach regel und beim Fantaischen Moslem .. na ja da kann mans ja einfach mal übersehen !? )

so habe ich das aber nicht gesagt… eigentlich habe ich garnichts gesagt… ich habe sogar dir eine gegen frage gestellt … die du nicht beantwortest hast..

nö… “ kein will ich nicht sagen “ sonder ich wollte dir anhand eines beispiels eben aufzeigen.. das verschiede leute verschiede grenzen haben.. und es sehr schwer ist sich auf welche zu einigen… oder siehst du das anders… !?

(und so weiter und sofort)

Es zeigt sich: Es gibt keine klare Abgrenzung von rechten Denken – noch nicht mal von Menschen mit nationalsozialistischer Gesinnung. Ging es nach diesen zwei Personen, dürften in der Occupy Salzburg Gruppe Nazis mitarbeiten. Selbst wenn diese „Juden vergasen“ T-Shirts tragen bzw. diese Position auch verbal vertreten würden, wäre nicht klar ob das reichen würde, sie aus der Gruppe zu entfernen.

Mit solchen Personen ist eine Zusammenarbeit schlicht unmöglich. Und eine Gruppe wie Zeitgeist Movement Salzburg, sollte sich die Frage gefallen lassen, wie es sein kann dass solche Menschen dort aktiv sind. Tom S. ist beispielsweise nicht nur ein „kleiner“ Zeitgeist Movement Aktivist in Salzburg sondern im ganzen deutschsprachigen Raum aktiv.

Anmerkung: Wer sich selbst ein Bild über die Diskussion machen und sichergehen will dass ich keine Zitate aus dem Kontext gerissen habe, kann sich entweder die Diskussion direkt auf Facebook durchlesen oder die von mir durch Screenshots dokumentierte Diskussion runterladen.

NO-WKR-Demo: hoffentlich zum letzten Mal!

Posted in aktivismus, antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, rassismus with tags , , , , , , , on Januar 25, 2011 by stefon

Auch dieses Jahr finden sich in Wien RechspopulistInnen, DeutschnationalistInnen und Menschen ähnlichen Formats in Wien ein, um zu tanzen.

Am 28.01.11 ist es wieder soweit: Das vierte Jahr Proteste gegen den Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) steht bevor! Auch dieses Jahr werden die rund zwanzig lokalen Burschenschaften des WKR ihr Tanzbein für die von allen Seiten ,,bedrohte deutsche Kultur“ schwingen. Es trifft sich die Creme de la Creme der österreichischen wie auch europäischen Rechten, in einem der repräsentativsten Gebäude der Alpenrepublik – der Wiener Hofburg. [anbw.blogsport.eu]

Gegen diese „Tanzveranstaltung“ regt sich Widerstand

Wir demonstrieren gegen jede Form des Nationalismus! Denn Nation bedeutet für uns ein Zwangskollektiv, dessen Grundlage in der Abgrenzung nach Außen und der Zwangsharmonisierung des Inneren besteht. Für ein Leben jenseits von Staat, Nation und Kapital!Gegen jeden (Deutsch-)Nationalismus! Gegen Österreich und seine Fans!
Den gesamten Aufruftext, Infos zur Demo, Rechtshilfetipps sowie Terminhinweise findest du auf: http://anbw.blogsport.eu
Wann: Freitag, 28.01.2011, 17:00
Wo: Praterstern, Wien

Es wird einen Gratis-Bus von Innsbruck über Salzburg und Linz nach Wien geben (Mehr Infos auf gras.at)

Der Bus aus Salzburg fährt um 11.30 los und Rückfahrt ist um 3.00 früh. Anmeldung unter: busnachwien@gmail.com (Da bekommt ihr auch die Info von wo der Bus losfährt)

Mehr Infos auf

Wien Wahl 2010 – Eine Überaschung?

Posted in politik with tags , , , , , , , , on Oktober 12, 2010 by stefon

Wer hat keine massive Stärkung der FPÖ erwartet? Eigentlich eh alle. Für viele doch überaschend und ein Schock dass es doch SO viele Prozent für eine rechtsextreme Partei in Wien wurden.

Es sollte jedoch keine Überaschung sein. Auch wenn es ein trauriges Ergebnis ist: Die FPÖ hat gerade mal das Ergebnis von 1996 unter Haider erreicht. Die Wahlergebnisse nach diesem Hoch 1996 bedeuteten aber natürlich nicht dass es weniger Menschen gab die rechtskonservative/extreme Positionen honorierten. Sie waren ganz einfach nur enttäuscht vom Chaos der FPÖ Truppe und gingen entweder nicht wählen oder zur ÖVP.

Auch wenn die FPÖ skandalisiert und als rechtsextrem geoutet werden muss, ein genauso großes Problem liegt in der WählerInnenschaft die zwischen ÖVP, SPÖ und FPÖ wechselt. Die sieht sich nicht als rechtsextrem, die sieht sich als konservativ. Die will mit Nazis nichts zu tun haben, erkennen aber nicht die rechtsextremen Inhalte der FPÖ. Für sie gilt: Wer keine Glatze hat und Stahlkappenstiefel trägt ist kein Nazi.

Und nur damit FPÖ WählerInnen wissen, wen sie Posten in Wien verschafft haben:

Als fix gilt, dass die Nummer zwei auf der Landesliste, Johann Gudenus, Klubobmann wird. Er löst Eduard Schock ab, der nicht amtsführender Stadtrat werden könnte. Gudenus ist Mitglied der Burschenschaft Vandalia und Sohn des wegen NS-Wiederbetätigung verurteilten FPÖ-Bundesrates John Gudenus. Er warnte bereits mehrfach vor „Überfremdung“ und „Umvolkung“.
….
Auch der bisherige Klubchef fand in Sachen Migration stets klare Worte. So legte Eduard Schock einmal nahe, Zuwanderer bei der Wohnungsvergabe an der Nase herumzuführen. Angestellte von „Wiener Wohnen“, die lang ansässigen Zuwanderern die (falsche) Auskunft gäben, dass sie keinen Anspruch auf eine Gemeindewohnung hätten, „machen intuitiv das Richtige“.

Gute Chancen auf einen Posten als nicht amtsführende Stadträtin hat auch Veronika Matiasek. Sie legte ihre bisherige Rolle als Integrationssprecherin eher einseitig an. „Schon wieder sammeln sich ganze Scharen an Zuwanderern auf den Steinhofgründen, fallen wie die Termiten über die Obstbäume her und zerstören diese“, verbreitete die Hernalser Parteichefin im Vorjahr.
….
Johann Herzog, bereits jetzt Stadtrat, wird wohl im Amt bleiben. Er engagierte sich für jenen Verein, der dem ehemaligen NS-Kampfflieger Walter Nowotny huldigte, dessen Grab immer wieder Neonazis anzieht. Herzog setzte sich dafür ein, dass die „Asylwerberflut“ möglichst „gegen null“ reduziert werde. Mit Dominik Nepp, Obmann des Ringes freiheitlicher Jugendlicher, kommt einschlägig fixierter Nachwuchs nach. „Die sofortige Ausgliederung von Zuwanderern aus dem Sozialsystem“ forderte Nepp im Juli. Der abgeschobenen Arigona Zogaj rief er ein „Tschüss, und hoffentlich auf Nimmerwiedersehen!“ nach: All den Einwanderungsfetischisten aus der linken Schickimicki-Szene, die dieses Früchtchen Arigona „aus Liebe“ heiraten wollen, sei empfohlen, ihr in den Kosovo zu folgen.
….
[derStandard.at : Einschlägiger Nachwuchs fürs Rathaus]

Und die Liste ist länger, ich will sie hier nicht ganz bringen.

Mal wieder: Hotel Schaffenrath

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , on Oktober 5, 2010 by stefon

Über die rechtsextreme Veranstaltung des freiheitlichen Akademikerverbands im Hotel Schaffenrath im März dieses Jahres habe ich bereits berichtet. Auch, und natürlich, über die Distanzierung des Hotels und dem Versprechen in Zukunft nicht mehr mit solchen Veranstaltungen aufzufallen.

Hotel Schaffenrath und rechtes Denken

Hotel Schaffenrath und rechtes Denken

Nach 6 Monaten scheint das alles vergessen zu sein. Den, ganz zufällig, finden die Sprechstunden der FPÖ Salzburg auch im Hotel Schaffenrath statt. Es zeigt sich also: Das Hotel Schaffenrath ist sich schon bewusst welche Gruppierungen und Menschen sie einladen. Und sie sind auch nicht gewillt daran etwas zu ändern!

FPÖ Steiermark Mandatar: Stehe neutral zu Nationalsozialismus

Posted in politik with tags , , , , , , , , on September 29, 2010 by stefon

Über den Parteichef der FPÖ Steiermark und dessen fehlender Distanzierung zur Waffen SS habe ich bereits berichtet. Wenn schon der Parteichef mit solchen Positionen auffällt, kann mensch annehmen dass es mit den anderen Mitgliedern der FPÖ Steiermark nicht anders aussieht. Und so ist es auch:

Hadwiger [Anmerkung: FPÖ Mandatar Steiermark] hatte in der Regionalausgabe der „Kleinen Zeitung“ auf die Frage: „Wie stehen Sie selbst zum Nationalsozialismus?“ geantwortet: „Ich hoffe neutral. Es war nicht wirklich alles schlecht, ich hänge der Ideologie aber nicht nach. Es ist nicht so toll, wenn man für Heimat ist und als Nazi angesprochen wird.“
[derStandard.at : Neuer FPÖ-Mandatar mit NS-Aussagen konfrontiert]

Also „neutral“ zum Nationalsozialismus stehen. Interessante Formulierung. Da reicht es nicht dass besagter Abgeordneter medial zurückrudert.

Der Bezirksobmann der FPÖ Voitsberg und Gemeinderat von Stallhofen relativert später gegenüber der APA: „Das ist missverständlich wiedergegeben. Ich distanziere mich vom Nationalsozialismus, ich will mit dieser Ideologie nichts zu tun haben. Ich wollte lediglich ausdrücken, dass gewisse Begriffe wie Heimat oder kulturelle Äußerungen wie Liedgut, das es vor dieser Zeit gab und von den Nationalsozialisten übernommen wurde, nicht in dieses Eck gestellt werden soll.“

Wer medial von Neutralität gegenüber dem NS Regime spricht und sich erst bei medialer Aufregung zurücknimmt, dem kann getrost Nähe zum NS Gedankengut vorgeworfen werden.

Weiteres interessantes Detail:

Der Elektrotechniker Hadwiger ist Mitglied der Akademischen Fliegerschaft Wieland Staufen Graz (Wahlspruch: „Aufwärts, sonnenwärts – deutsch und treu“) und verwendet als Intro für seine Homepage jene Sequenz aus Franz Liszts symphonischer Dichtung „Les Preludes“ aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die von den Nationalsozialisten am Beginn der „Deutschen Wochenschau“ ab Juni 1941, dem Zeitraum des Angriffs auf die Sowjetunion, verwendet wurde. Für diese Sequenz wurde die Bezeichnung „Russland-Fanfare“ gängig.

Wer von diesen Aussagen und solchen Positionierungen von FPÖ Menschen weiss und diese trotzdem wählt muss klar, dass er/sie dabei rechte/rechtspopulistische/rechtsextreme/nationalsozialistische Menschen in die Politik bringt.

Update (7.10):
Mittlerweile gibts zwei weitere Hinweise auf die Nähe der FPÖ Steiermark zum Nationalsozialismus.

  • Kurzmann widerspricht einem Passanten nicht, der Österreich als einen Judenstaat bezeichnet
  • Ein Loebner Bezirksfunktionär verschenkt an FPÖ Kollegen „Mein Kampf“ von Adolf Hitler

Kein Platz für (Keller)Nazis – Salzburg gegen Rosenkranz

Posted in aktivismus, politik with tags , , , , , , , , on April 12, 2010 by stefon

Rosenkranz wird Salzburg besuchen. Am 15 April um 19 Uhr wird sie am Mozartplatz sprechen.

Wer gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Hasspredigten auftreten will, hat nun die Chance dazu.

Sei bei der Demonstration „Kein Platz für (Keller)Nazis – Salzburg gegen Rosenkranz“
Wann: 15 April um 18 Uhr
Wo: Demo startet am Mirabellplatz

Demo gegen Rosenkranz!

Demo gegen Rosenkranz!

Wer sich informieren will, für was die Rosenkranz steht und was sie von sich gibt, kann sich ein Video der St. Pölten Auftaktveranstaltung ansehen.
Ein kurze Zusammenfassung

  • Hetzen gegen Arigona
  • Aufruf an die Polizei Wasserwerfer gegen „linke Chaoten“ einzusetzen
  • Ständige nationalistische Appelle