Rich Dad Poor Dad (#1): Mit kapitalistischem Erfolg die Armen retten


Über den Klappentext des Buches Rich Dad Poor Dad habe ich vor kurzem bereits ein paar Worte verloren. Heute möchte ich mit einer Blogartikelserie starten, welche sich die Kapitel des Buches nach und nach vornimmt und Kritik übt (so angebracht und notwendig).

Mit einem Rückblick über die letzten 20 Jahre (1997 – 2017) beginnt das Buch. Es berichtet über Börsencrashs, die Bankenrettung und die Immobilienkrise. Robert will uns dabei zeigen: Die Lektionen, die er in seinem Buch 1997 das erste Mal präsentiert hat, wirken im Nachhinein wie Prophezeiungen. „I told you so“ soll zeigen, wie recht er hatte und wie richtig seine Lektionen und der Inhalt seines Buches sind.

Den Wahrheitsgehalt seiner ersten Lektion „Die Reichen arbeiten nicht für Geld“ macht er drastisch deutlich:

Heute wird immer mehr Leuten die wachsende Kluft zwischen den Reichen und dem Rest der Welt bewusst. Zwischen 1993 und 2010 flossen mehr als 50 Prozent der Steigerung des nationalen Einkommens an das reichste eine Prozent der Bevölkerung. Seitdem ist alles nur noch schlimmer geworden.

Über das Los der armen Bevölkerung und der Mittelschicht, welche ihr hart erarbeitetes Geld oft sparen, hat er ebenfalls nichts Gutes zu berichten.

Während die Führungselite uns weismachen wollte, dass sie die Welt retten, haben die Reichen nur sich selbst gerettet, die Armen sowie die Mittelschicht im Stich gelassen. […] Die größten Verlierer sind heute die Armen und die Mittelschicht. Diejenigen die für Geld arbeiten und sparen.

Weiter geht es mit der Immobilienkrise („Es  waren nicht die Armen, die den Immobiliencrash verursachten. […] man lastete es den armen Subprime-Kreditnehmern an„) und den Steuern („[…] verhält es sich in Wirklichkeit so, dass die Reichen grundsätzlich weniger Steuern zahlen“).

Also ein Aufruf diese Wirtschaftsweise zu überdenken, ein Plädoyer gar für „die“ Revolution? Es wird jedenfalls kein gutes Haar an dieser Wirtschaftsweise – genannt Kapitalismus – gelassen, denn systematisch und grundsätzlich sind die Verlierer*innen in diesem System immer diejenigen, die für andere arbeiten müssen.

Als Ziel seines Buches gibt Robert an:

Es ist unsere Mission, den finanziellen Wohlstand der Menschen auf der ganzen Welt zu mehren.

In anderen Worten und ernst genommen: Wenn es nur mehr Reiche gibt, dann ist auch der Kapitalismus ein ganz feines System. Wer dann allerdings für den Reichtum anderer arbeiten soll, wenn es keine Verlierer*innen mehr gibt, diese Frage bleibt offen. Aber wir sind ja erst ganz am Anfang des Buches….

Eine Antwort to “Rich Dad Poor Dad (#1): Mit kapitalistischem Erfolg die Armen retten”

  1. […] sich aber an den Zuständen in dieser Welt stört (wie das Buch es ja eigentlich tut, siehe Einleitung), der*die sollte sich eher die Frage stellen, warum und ob das denn so sein muss. Dafür reicht aber […]

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