Archiv für Oktober, 2010

Wien Wahl 2010 – Eine Überaschung?

Posted in politik with tags , , , , , , , , on Oktober 12, 2010 by stefon

Wer hat keine massive Stärkung der FPÖ erwartet? Eigentlich eh alle. Für viele doch überaschend und ein Schock dass es doch SO viele Prozent für eine rechtsextreme Partei in Wien wurden.

Es sollte jedoch keine Überaschung sein. Auch wenn es ein trauriges Ergebnis ist: Die FPÖ hat gerade mal das Ergebnis von 1996 unter Haider erreicht. Die Wahlergebnisse nach diesem Hoch 1996 bedeuteten aber natürlich nicht dass es weniger Menschen gab die rechtskonservative/extreme Positionen honorierten. Sie waren ganz einfach nur enttäuscht vom Chaos der FPÖ Truppe und gingen entweder nicht wählen oder zur ÖVP.

Auch wenn die FPÖ skandalisiert und als rechtsextrem geoutet werden muss, ein genauso großes Problem liegt in der WählerInnenschaft die zwischen ÖVP, SPÖ und FPÖ wechselt. Die sieht sich nicht als rechtsextrem, die sieht sich als konservativ. Die will mit Nazis nichts zu tun haben, erkennen aber nicht die rechtsextremen Inhalte der FPÖ. Für sie gilt: Wer keine Glatze hat und Stahlkappenstiefel trägt ist kein Nazi.

Und nur damit FPÖ WählerInnen wissen, wen sie Posten in Wien verschafft haben:

Als fix gilt, dass die Nummer zwei auf der Landesliste, Johann Gudenus, Klubobmann wird. Er löst Eduard Schock ab, der nicht amtsführender Stadtrat werden könnte. Gudenus ist Mitglied der Burschenschaft Vandalia und Sohn des wegen NS-Wiederbetätigung verurteilten FPÖ-Bundesrates John Gudenus. Er warnte bereits mehrfach vor „Überfremdung“ und „Umvolkung“.
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Auch der bisherige Klubchef fand in Sachen Migration stets klare Worte. So legte Eduard Schock einmal nahe, Zuwanderer bei der Wohnungsvergabe an der Nase herumzuführen. Angestellte von „Wiener Wohnen“, die lang ansässigen Zuwanderern die (falsche) Auskunft gäben, dass sie keinen Anspruch auf eine Gemeindewohnung hätten, „machen intuitiv das Richtige“.

Gute Chancen auf einen Posten als nicht amtsführende Stadträtin hat auch Veronika Matiasek. Sie legte ihre bisherige Rolle als Integrationssprecherin eher einseitig an. „Schon wieder sammeln sich ganze Scharen an Zuwanderern auf den Steinhofgründen, fallen wie die Termiten über die Obstbäume her und zerstören diese“, verbreitete die Hernalser Parteichefin im Vorjahr.
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Johann Herzog, bereits jetzt Stadtrat, wird wohl im Amt bleiben. Er engagierte sich für jenen Verein, der dem ehemaligen NS-Kampfflieger Walter Nowotny huldigte, dessen Grab immer wieder Neonazis anzieht. Herzog setzte sich dafür ein, dass die „Asylwerberflut“ möglichst „gegen null“ reduziert werde. Mit Dominik Nepp, Obmann des Ringes freiheitlicher Jugendlicher, kommt einschlägig fixierter Nachwuchs nach. „Die sofortige Ausgliederung von Zuwanderern aus dem Sozialsystem“ forderte Nepp im Juli. Der abgeschobenen Arigona Zogaj rief er ein „Tschüss, und hoffentlich auf Nimmerwiedersehen!“ nach: All den Einwanderungsfetischisten aus der linken Schickimicki-Szene, die dieses Früchtchen Arigona „aus Liebe“ heiraten wollen, sei empfohlen, ihr in den Kosovo zu folgen.
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[derStandard.at : Einschlägiger Nachwuchs fürs Rathaus]

Und die Liste ist länger, ich will sie hier nicht ganz bringen.

Mal wieder: Hotel Schaffenrath

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , on Oktober 5, 2010 by stefon

Über die rechtsextreme Veranstaltung des freiheitlichen Akademikerverbands im Hotel Schaffenrath im März dieses Jahres habe ich bereits berichtet. Auch, und natürlich, über die Distanzierung des Hotels und dem Versprechen in Zukunft nicht mehr mit solchen Veranstaltungen aufzufallen.

Hotel Schaffenrath und rechtes Denken

Hotel Schaffenrath und rechtes Denken

Nach 6 Monaten scheint das alles vergessen zu sein. Den, ganz zufällig, finden die Sprechstunden der FPÖ Salzburg auch im Hotel Schaffenrath statt. Es zeigt sich also: Das Hotel Schaffenrath ist sich schon bewusst welche Gruppierungen und Menschen sie einladen. Und sie sind auch nicht gewillt daran etwas zu ändern!