Archiv für gegenstandpunkt

Veranstaltungstipp: Gesundheit im Kapitalismus

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , , , , on Mai 18, 2017 by stefon

Am Dienstag den 6. Juni um 19 Uhr findet im Unipark Nonntal eine Buchpräsentation und Diskussion zum Thema „Gesundheit im Kapitalismus“ statt.

Mit einer Kritik am Gesundheitswesen macht man sich leicht Freunde. Kaum eine gesellschaftliche Einrichtung wird so mit Kritik bedacht wie der Medizinbetrieb: dass es allzu vielen Vertretern mehr ums Geld als um ‚ihre‘ Patienten geht, dass es ihnen an Können fehlt, dass Kassenbeiträge zu hoch sind und an Versorgungsleistungen gespart wird… Und als Gipfel der Kritik wird gefordert: Gesundheit darf keine Ware sein! […]
Diese kritische Hochachtung vor Auftrag und Leistung des medizinischen Dienstes an der Gesundheit, ist die Sache des Buches, das im Vortrag vorgestellt werden soll, nicht. Es klagt nicht ein Mehr und Besser an heilsamen Dienstleistungen ein, sondern erklärt und kritisiert.

Eine kurzer Ritt durch die Frage was ist der Staat und warum ist Freiheit nicht’s lobenswertes #ohrenschmaus

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik with tags , , , , on April 9, 2016 by stefon

#ohrenschmaus soll es andeuten: Es geht hier um Audiopodcasts/Vorträge/… die ich aus unterschiedlichen Gründen hörenswert finde.

In diesem ersten #ohrenschmaus geht es um einen Podcast mit dem kurzen Titel Der bürgerliche Staat.  Die Aufnahme ist in zwei Teilen downloadbar:

  1. Herrschaft, auf dem Willen der Beherrschten beruhend – Freiheit und Eigentum – Gleichheit – Beherrschung des Gegensatzes der Konkurrenz (knappe 50 Minuten)
  2. Diskussion (31 Minuten)

Empfehlen kann ich den #ohrenschmaus, weil sich der erste Teil in recht kurzer Zeit mit einigen grundlegenden Konzepte von Staat, Freiheit und Gleichheit beschäftigt. Eine kritische Sicht auf das Konzept von Recht und Freiheit ist nicht weit verbreitet. Auch wenn beim ersten Hören wohl bei vielen Menschen Zweifel bleiben mögen, schadet es nicht diesen Blick auf diese Gesellschaft zu kennen.

Im zweiten Teil, der Diskussion, geht es dann auch über diese Zweifel. Fragen die mensch sich selber stellt, werden da vielleicht angesprochen. Vorsicht: Die Qualität der Tonaufnahme bei der Diskussion ist leider etwas schlecht, die lässt sich wohl besser in ruhigen Räumen hören.

Podcast: Die Euro-Krise im finalen Stadium – Ein Geld und viele konkurrierende Nationalstaaten, das geht nicht!

Posted in antikapitalismus, politik with tags , , , , on November 3, 2012 by stefon

Eingeführt wurde der Euro als Fortschrittsmittel für alle Mitgliedsländer, als Wachstumstreiber für ganz Europa und als der entscheidende vorletzte Schritt der immer weiterreichenden Integration der europäischen Völker. Die Bilanz, die die Finanzkrise erzwingt, sieht anders aus: Nicht zuletzt die Einheitswährung mit ihrer globalen Reputation hat eine gigantische Überakkumulation privater und öffentlicher Schulden befördert, die an den Finanzmärkten inzwischen keinen Kredit mehr genießen, also entwertet sind. Und am Wachstum vor der Krise hatten die Mitgliedsländer der Währungsunion keineswegs gleichermaßen Anteil, vielmehr haben sich manche Länder – Deutschland vor allem – in der durch keine Währungsgrenzen mehr behinderten Konkurrenz auf dem Binnenmarkt an ihren Nachbarn und den Schulden bereichert, die die Verlierer akkumuliert haben und nun nicht mehr bedienen können. In der Krise, die den Zusammenhalt ihres Währungsraums und den Wert des Euro gefährdet, machen die betroffenen Nationen – Sieger, wie Verlierer der Konkurrenz – deutlich, dass sie nach wie vor an diesem Standpunkt festhalten: Sie wollen und brauchen das Europa-weite Gemeinschaftsgeld als Mittel ihrer nationalen Bereicherung und nationalen Selbstbehauptung und bestehen darauf, es in diesem Sinn zu nutzen.

Um dieses Thema geht es im Audio-Podcast des Gegenstandpunkts. Hier zu finden, Empfehlung.

Alternativlosigkeit auf den Punkt gebracht

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , , on Januar 15, 2012 by stefon

Es stimmt tatsächlich, in diesem System ist die schlechte Behandlung der arbeitenden Menschen alternativlos; aber dieses System ist nicht alternativlos. Der Sachzwang, auf den sich berufen wird, ist ein gemachter, der von dem Regime des Geldes ausgeht, das der Staat mit seiner hoheitlichen Gewalt für seine Art von Wirtschaft verbindlich macht. Es ist also nur folgerichtig, wenn in zahlreichen Euro-Staaten das soziale Abbruchunternehmen mit Polizeigewalt gegen Widerstände in der Bevölkerung durchgesetzt wird. Denn der Sachzwang hat dann doch noch nicht den Status eines Naturgesetzes, das aus ihm heraus gilt, sondern wird nur in dem Maße wirksam, wie der Staat ihm mit seinem Zwang durchsetzt.

(Gegenstandpunkt 4-2011)

Mehr zum Diskurs „Alternativlosigkeit“ auf der Wikipedia Seite zum Begriff TINA („There is no alternative“)