Archiv für werbung

Sexismus? Sowas gibt’s ja schon lang nicht mehr…

Posted in feminismus, frauen, sexismus, Uncategorized with tags , , , on Februar 7, 2016 by stefon

So oder so ähnlich lauten verbreitete Meinungen. Es ist aber weiterhin in unserer Gesellschaft verbreitet gewisse Eigenschaften Frauen* und andere wiederum Männern* zuzuweisen. Zwei aktuelle Werbungen sollen das kurz anschaulich zeigen.

Der eine TV-Spot stammt von der Möbelfirma Kika.

Für viele Männer ist Weihnachten ein Riesenprojekt

Männer sind für das technische zuständig. Sie installieren Lichter, sie sind die Handwerker.

Für uns Frauen ist es die Zeit die Wohnung zu schmücken, der Duft von Lebkuchen, glückliche Kinderaugen und das Festessen mit den Liebsten.

Frauen sind also mehr für das emotionale zuständig. Sie kochen und umhegen.

Es zeigt sich klar bei diesem Werbespot: Klischees werden reproduziert. Den Geschlechtern werden ganz spezifische („viele Männer„, „wir Frauen„) Eigenschaften zugewiesen.

Weiters geht’s mit dem Werbespot von Wick DuoGrippal.

Dabei wird gesagt: „Mütter melden sich nicht krank, sie nehmen Wick Duogrippal„. Vollkommen klar wird davon ausgegangen: Kindererziehung ist Frauensache. Das offensichtliche Problem: „Wenn frau Erziehungspflichten hat und diese aufgrund Krankheit schwer nachgehen kann, dann wird’s kritisch“ – dieses Problem wird naturalisiert („so ist das halt eben„) und individualisiert („damit muss jede einzelne zurechtkommen„). Also auch hier: Richtig übles Zeug.

(* Mal ganz abgesehen davon, dass die klare geschlechtliche Trennung zwischen Mann und Frau auch fragwürdig ist.)

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Mut zur Wut: Österreich schadet dir mehr als du denkst!

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, medien, politik, soziales with tags , , , , , , on August 21, 2012 by stefon

„Mut statt Wut: Österreich ist größer als du denkst“ lautet eine aktuelle Kampagne der International Advertising Association (IAA).

Die International Advertising Association wurde am 8. April 1938 von Thomas Ashwell (Herausgeber des „Export Trade & Shipper“ Magazines) mit zwölf anderen Werbemanagern im Harvard Club in New York gegründet. Zielsetzung war der Austausch erfolgreicher Praktiken in der internationalen Werbung.[1]

Heute hat die IAA etwa 60 Corporate Members und 4000 individuelle Mitglieder in über 70 Ländern der Welt sowie 60 akkreditierte Institutionen und 30 Organisationen als Mitglieder. Die IAA ist die einzige internationale Organisationen, die Mitglieder aus allen drei Säulen der Werbe- und Kommunikationsbranche hat: Werbeauftraggeber, Agenturen (Kreativagenturen, PR Agenturen, Eventagenturen, Marktforschungsagenturen usw.) und die Medien.
[wikipedia]

Was das Ziel der Kampagne ist, fasst die IAA-Präsidentin Martina Hörner im derStandard zusammen.

„Wut bringt die Wirtschaft, die Gesellschaft und Österreich nicht weiter“, so IAA-Präsidentin Martina Hörner in einer Aussendung. Angesichts der Euro-, Finanz- und Schuldenkrise stehe Österreich gut da – punkto Arbeitslosenzahl, Kaufkraft und Lebensqualität. „Hier kann die IAA einen Beitrag zur positiven Stimmung leisten“, ist Hörner überzeugt und Mariusz-Jan Demner, der die Kampagnenkoordination übernommen hat, meint: „Die Österreicherinnen und Österreicher surfen von einer Krise zur nächsten. Die Politikverdrossenheit ist beispiellos, die Leute sind verunsichert und desorientiert. Hier möchte die IAA kraft der Kommunikation zeigen, dass es besser und anders geht.“
[derStandard]

Kurz zusammengefasst: „ÖsterreicherInnen brauchen sich nicht klein und hilflos fühlen. Denn sie sind ein Teil von etwas größeren: Österreich. Und jedeR kann daran teilhaben und Österreich voranbringen. Solange nur die Kritik an herrschenden Zuständen konstruktiv ist.“

Nicht konstruktiv und sehr wütend ist es natürlich Themen wie Arbeitslosigkeit und Lebensqualität gesellschaftlích zu betrachten. Denn dann könnte doch glatt die Einsicht eintreten: Das Profitinteresse der österreichischen Wirtschaft steht im Gegensatz zu der Lebensqualität der Lohnabhängigen und deren Bedürfnisse. Weiterlesen

Die besten Athleten sind schwarz

Posted in politik, rassismus with tags , , , , on Juli 18, 2011 by stefon

… so verlautbart es zumindest ein Flyer des Fitnesscenters FitInn. Dass das kein lustiger Wortwitz ist, sondern unter Alltagsrassismus fällt, scheint der Firma nicht aufzufallen oder egal zu sein. Denn mit dieser Aussage werden Klischees verstärkt. In der rassistischen Wahrnehmung werden Menschen schwarzer Hautfarbe als wild, emotional, ungezähmt wahrgenommen. Dazu passt die Assoziation mit sportlich und stark. Ist die zugeschriebene Eigenschaft „sportlich“ zwar eine positive, hat es auch die andere Seite: Schwarze sind die sportlichen, „wir“ die rationalen, intelligenten.

Und es stimmt: In den U.S.A. prägen schwarze SportlerInnen viele Wettkämpfe. Da lässt sich auch (so nehme ich an, bitte ausbessern falls das falsch ist) statistisch nachweisen. Der GRUND für diese überproportionale Häufung von sportlich erfolgreichen Menschen schwarzer Hautfarbe, liegt aber nicht im natürlichen. Also nicht in den Genen. Wer in Wirtschaft und Politik wenig zu sagen hat, versucht sich dann eben in Bereichen wie Sport erfolgreich zu sein. Siehe dazu auch die österreichisch Nationalmannschaft. So werden Klischees dann auch Realität.

FitInn: Die besten Athlethen sind schwarz

Dass solcher Alltagsrassismus in Österreich kein Einzelfall ist, habe ich schon in meinem Blogposting über die ÖVP Anif berichtet.

Greenwashing

Posted in medien, umwelt with tags , , , , , , , , on August 19, 2009 by stefon

Greenwashing oder Greenwash (englisch wörtlich grün waschen, in Anspielung auf grün als Symbol für Natur und Umweltschutz und Waschen im Sinne von Geldwäsche oder sich reinwaschen, bzw. als Analogiebildung zu whitewash, englisch für schönfärben) ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsvolles Image zu verleihen (Deutsch etwa: „sich ein grünes Mäntelchen umhängen“).

Hierbei werden die Techniken der Öffentlichkeitsarbeit, der Rhetorik und der Manipulation benutzt, um einer Firmengeschichte oder den aktuellen Unternehmensaktivitäten eine weiße Weste zu verpassen. So behaupten die Unternehmen unter anderem, die Ausrottung der Armut und des Welthungers voranzutreiben, ihre Produkte fair zu handeln oder auf ökologisch verträgliche Weise herzustellen. [wikipedia]

Beispiele für Greenwashing gibt es einige. Ob es Millionenspenden von Shell an notleidende AfrikanerInnen sind (die erst durch die von Shell mitverursachten ökologische Katastrophen notleidend wurden) oder eben der aktuelle Werbespot der RWE ist. Dieser Werbespot will uns sagen: RWE steht für Saubere & Grüne Energie.

Hier die Richtigstellung:

Anteil der erneuerbaren Energie bei RWE: Gerade mal 2%!

Ein Mann will täglich aufs Neue gewonnen sein

Posted in feminismus, frauen, sexismus with tags , , , , , , , on August 18, 2009 by stefon

Mädchenmannschaft.net hat drei Videos für sexistische Werbung aus früheren Zeiten gepostet. Zum Glück hat sich da einiges verändert. Wer aber die Augen offen hält wird sehen. Klischehafte Rollenbilder sind auch in „moderner“ heutiger Werbung zu finden.

Mehr Videos im original Blogposting.

Quelle: Mädchenmannschaft.net

Lieber Sissi als Siegfried

Posted in feminismus, sexismus with tags , , , , , , on Februar 17, 2009 by stefon

Dank an Helena!

Boobies?

Posted in frauen, sexismus with tags , , , , , on Oktober 10, 2008 by stefon

Scheinen so ziemlich das einzige zu sein dass in der Werbung wichtig ist.

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Falls mensch es nicht gemerkt hat, es geht um SHAMPOO!

Quelle: Mädchenmannschaft.net