Archiv für Juni, 2009

ORF again: Diesmal Sexismus und Rassismus

Posted in aktivismus, feminismus, frauen, medien, rassismus, sexismus with tags , , , , , , , , , on Juni 28, 2009 by stefon

Ich habe ja schon einmal darüber gebloggt wie wenig Distanz der ORF zum Rassismus hält. Nun geschieht es wieder!

Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit darauf, dass die Band ,Die Ursprung-Buam‘, die am 27. Juli 2009 zur Sendung ,Wenn die Musi spielt‘ eingeladen ist, in ihrem Lied ,Achmed – lieber Achmed‘ massiv rassistische, islamophobe und sexistische Inhalte propagiert. Damit nicht genug, ist [..] gleich auf der Einstiegsseite ein ,lustiges Online-Spiel‘ […]http://artists.kochuniversal.com/_landingpages/ursprungbuam/spiel/ zugänglich ist.

Dieses ,Online-Spiel‘ ist zutiefst frauenfeindlich. Es fordert dazu auf, mit einer Steinschleuder auf eine junge Frau zu schiessen – die meisten Punkte bekommt man(n) dann, wenn der Frau Verletzungen zugefügt werden (Blutergüsse an Wangen, Augen, aufgeplatzte Lippe) und beide Brüste entblösst sind bzw. sie durch die Schüsse ganz nackt ausgezogen wird. Dies stellt eine Propagierung sexualisierter Gewalt gegen Frauen mittels eines ,Unterhaltungsspiels‘ dar, die an Dummheit, Untergriffigkeit und Frauenfeindlichkeit schwer zu überbieten ist.

Der ORF zeigt also wieder was er von Distanz zu Rassismus und Sexismus hält: Rein gar nichts. Als wäre es das normalste der Welt wird eine Band zu „Wenn die Musi spielt“ eingeladen, welche Gewalt an Frauen als Spiel zeigt…

Wer genug von dieser sexistischen, rassitischen und dummen Band hat und das auch dem ORF zeigen will kann einen bereits formulierten Text  (als PDF, OpenOffice oder Word Dokument) an unten genannte Menschen schicken:

  • publikumsrat@orf.at
  • gabriele.heinisch-hosek@bka.gv.at
  • josef.ostermayer@bka.gv.at
  • matthias.traimer@bka.gv.at
  • stefan.kahe@umusic.com
  • franca.barthel@umusic.com
  • kontakt@umusic.com

Der Text ist vom Frauenring.at erstellt, danke dafür! Der vollständige Text kann gelesen wenn ihr auf „weiterlesen“ klickt.

Update:
Standard.at : Band entfernt Onlinespiel von Webauftritt | Das Spiel ist jedoch auf der gleichen URL weiter erreichbar.
Standard.at : Ministerin fordert Aus­ladung aus ORF-Sendung

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Gasthof “Zur Alm” Antwort: Kein Problem mit rechtsextremer Band

Posted in politik, rassismus with tags , , , , on Juni 27, 2009 by stefon

Lieber Stefon..
Uns ist es egal welche Einstellung unsere Gäste haben… ob links , rechts, schwarz, weiss, rot oder gelb..
Wie ich dem Standart schon berichtet habe, geht es uns darum, dass sich unsere Gäste gesittet und normal verhalten..
Unser Gasthaus wird als Familienbetrieb geführt und
wir arbeiten nicht für Politik sondern für Geld..wir unterstützen keinerlei politische Aktionen weder mein Vater noch ich..
Ps.: Die Festivität ist ohne Probleme und Zwischenfälle über die Bühne gegangen..
Mfg
Andre Herold

So liest sich die Antwort des Gasthofes zur Alm auf mein Befremden über das Konzert von Rechtsextremen in der Lokal. (Siehe auch DerStandard.at Artkel)

Meine Antwort

Ihnen ist es also egal wenn Bands in ihrem Lokal spielen, welche in ihrem
Liedern rechtsextremes Gedankengut verbreiten?

Ihr Gleichsetzen von verhetzender rechter Ideologie mit „gesittet und normalen
Verhalten“ ist sehr zu bedauern.

Wer dem Gasthof selber Mailen will: office@gasthauszuralm@at

Mehr Infos zu der Veranstaltung finden sich auf dem Blog des DÖW.

Es war einmal die Medien

Posted in blub, medien, politik with tags , , on Juni 26, 2009 by stefon

Es gibt eine neue Monochrom-Show auf Video: “Es war einmal die Medien – Eine theatrale Nachhilfestunde in politisch aufgeladener Mediengeschichte.

[blip.tv ?posts_id=2280265&dest=-1]

Quelle: Netzpolitik.org

Polizei

Posted in politik with tags , , , , , , on Juni 21, 2009 by stefon

Ist mensch auf einer handvoll Demos gewesen, stellt sich zwangsweise die Frage was von der Polizei zu halt ist.

Ich bin nicht der Meinung dass jedeR PolizistIn ein Schwein ist. Nur um das festzuhalten: Natürlich sind PolizistInnen Menschen mit allen Rechten die auch jeden anderen zustehen.

JEDOCH war ich auch auf genug Demos um von der Polizei nichts zu halten.

Mal ein Beispiel für die 1. Mai Demo in Linz

Und ich will festhalten dass so etwas in Österreich passiert. Nicht nur einmal, so etwas habe ich live selbst auch miterlebt.

Warum ist das so? Ich denke nicht dass nur IdiotInnen oder Brutalos oder rechte Menschen zur Polizei geben. Wobei ich jedoch glaube dass die Aussicht auf Autorität und Macht nicht eben die reflektiertesten und vernünftigtsten Menschen anzieht. (Ganz zu schweigen von politisch Linken).

Doch selbst freundliche Menschen werden sich in einem System, dass auf Autorität, blinden Gehorsam und Unterdrückung ausgelegt ist, verändern. Wie könnte ich guten Gewissens Polizist sein wenn ich weiss dass bei Aktionen wie bei obigen Videos Anklagen gegen die DemonstrantInnen erhoben werden und nicht gegen meine KollegInnen.
Wie könnte ich meinen Job machen und wissen dass PolizistInnen AfrikanerInnen in Österreich prügeln können ohne belangt zu werden? Ich denke mensch muss in solchen Situationen aussteigen.. oder sich anpassen, die Augen verschliessen.

Also bitte: Auch wenn Polizei nett und hilfreich sein kann. Die Polizei existiert zur Repression. Alles andere ist netter Zusatz.

Wer sich übrigens einen Überblick von der Anti-Kommers Veranstaltung machen will die diesen Samstag stattfindet, kann Infos und Bilder auf at.indymedia.org finden.

Gasthof „Zur Alm“

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , , on Juni 20, 2009 by stefon

Sehr geehrte BetreiberInnen des Gasthofes „Zur Alm“….

Wie ich im Standard Bericht (http://derstandard.at/fs/1244460950067/Rechtsrocker-in-der-Vorstadt) erfahren durfte, wird morgen (Samstag) in ihrem Lokal ein Konzert mit der Band „Service Crew
Vienna“ stattfinden.

Die rechtsextreme Lieder der Band und deren klar rechtsextreme Symbolik scheint sie nicht zu stören? Mitglieder der Band sind einschlägig bekannt (in der Blood&Honour Szene Österreich).

Was gedenken sie zu tun? Werden sie das Konzert absagen oder weiter fremdenfeindlichen, rechtsextremen und verhetztenden Bands Raum bieten?

Mit der Hoffnung auf Antwort
Stefan Esterer

P.S.: Ich werde diese Mail und ihre Antwort auch auf meinem Blog veröffentlichen.

E-Mail Adresse des Gasthofes office@gasthauszuralm@at

Update: Mehr Infos zu dem Thema sind auf dem DÖW Blog zu finden.

Kronenzeitung: Abschiebung ist Todesurteil

Posted in politik, rassismus with tags , , , , , , , , on Juni 14, 2009 by stefon

Oft liest mensch in der Krone von zu lascher Asylpolitik, von Kriminalitätstourismus und dem Ruf des Volkes nach Mehr für ÖsterreicherInnen und Weniger für „Fremde“.

Doch die Krone kann auch anders.

Der Aufenthalt […] war also nur von kurzer Dauer: Bereits Mittwoch früh saßen [sie] wieder in einer Hercules-Maschine und flogen heim nach Afrika. Bei der „Krone“ […] liefen die Telefone heiß: „Die Leute sind […] erbost über den Rückflug. Das ist das Todesurteil […], so „Krone“ […] Lady Maggie Entenfellner.
[Kronenzeitung]

Da kann mensch wieder sehen, so ganz böse kann dieses Blatt doch gar nicht sein.

Sogar die Salzburger Nachrichten berichten über das Engagement der Kronenzeitung.

Von dieser Geschichte bekam die […]  „Kronen- Zeitung“ Wind und begann, Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) die Hölle heiß zu machen: „Übereilte Abschiebeaktion“, „Wut und Entsetzen[…]“, „Das ist das Todesurteil […]“
[Salzburger Nachrichten]

Nun ist nur mehr zu hoffen dass die Kronenzeitung solch Aufschrei auch dann produziert, wenn es nicht um zwei Hunde aus dem Tschad geht, sondern um Menschen die abgeschoben werden, gegen ihren Willen und oft auch gegen den Willen von Freunde und Freundinnen. Egal ob integriert oder nicht. Egal ob sie in ihrem Heimatland sicher sind oder nicht!

Bis sich die Kronenzeitung also auch dazu bekennt dass nicht nur Hunde ein Recht auf ein gutes und schönes Leben haben, plädiere ich dafür keine Krone mehr zu kaufen (was meine Leser und Leserinnen wohl sowieso nicht machen) und auch Bekannten und FreundInnen von der Doppelmoral dieses Schundblattes zu erzählen.

Die Ergebnisse der ÖH – Wahl 2009

Posted in politik with tags , , , , , , , , , on Juni 1, 2009 by stefon

Alle 2 Jahre finden die Wahlen der Österreichischen Hochschülerinnen und Hochschülerschaft (ÖH) statt. Letzte Woche konnten mehr als 230.000 StudentInnen an Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ihre VertreterInnen für Studienrichtung und Universität wählen.

Anzumerken ist jedoch, dass durch die Einführung von e-voting (Wählen über das Internet) und die dadurch entstandenen Änderungen die Wahl mehr als chaotisch ablief. Die Auszählung dauerte doppelt so lange wie sonst, Studierende konnten nicht wählen gehen, Wahlstandorte mussten zeitweise ausser Betrieb gesetzt werden usw usf.
Die Schuld für das Disaster trägt dabei alleine das Ministerium für Wissenschaft und Forschung mit dem ÖVP Minister Hahn, welcher gegen den Widerstand der Mehrheit der Studierenden Fraktionen das Projekt e-voting durchgesetzt hat. Kritisch muss auch die Rolle von Robert Krimmer gesehen werden, welcher als e-voting Experte faktisch die Rolle des Wahlkommissionsvorsitzenden darstelle, ohne jedoch irgendwelchej Legitimation dafür erhalten zu haben.

ÖH Salzburg

ÖH Salzburg

Das Ergebnis für Salzburg
6 Mandate für die Grünen & Alternativen StudentInnen (+1)
5 Mandate für die Aktionsgemeinschaft (+2)
2 Mandate für den Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs (-2)

Das Ergebnis österreichweit
22 Mandate für die Aktionsgemeinschaft (+2)
15 Mandate für die Grünen & Alternativen StudentInnen (+/- 0)
15 Mandate für die Fachschaftslisten Österreich (+2)
8 Mandate für den Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs (-3)
1 Mandat für den Kommunistischen StudentInnen Verband – Kommunistische Jugend Österreich (+/- 0)
1 Mandat für den Kommunistischen StudentInnen Verband – Linke Liste (+1)
1 Mandat für den Ring Freiheitlicher Studenten (+/- 0)

Wobei festgehalten werden muss, dass der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) einen rassistischen und rechten Wahlkampf führte. Also inakzeptabel ist.