Rich Dad Poor Dad (#2): Mit der Macht der Gedanken reich werden


Rich Dad Poor Dad: Ein Sohn hat einen reichen und einen armen Vater. Durch diese Erfahrung lernt er warum viel Menschen arm und ein paar wenig reich werden. Doch nicht genug: Er zeigt auf wie jede*r selbst reich werden kann!

mehr in der Klappentext Kritik

In der Einführung des Buches stellt Robert nochmal die Basis seines Wissens dar: Durch die Besonderheit zweier Väter (einer reich, der andere arm)  kann er sich kompetent zum Thema Geld und Wirtschaft äußern. Wissen, Gedanken und Einstellungen spielen für ihn eine große Rolle. Robert schreibt dazu:

Einer der Gründe, warum die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer werden […] liegt darin, dass der Umgang mit Geld zu Hause und nicht in der Schule unterrichtet wird. […] Was aber können arme Eltern ihren Kindern über Geld beibringen?

Es stimmt, wer nicht weiß wie diese Wirtschaft funktioniert, hat wenig Chancen sich durchzusetzen. Doch in seinem Zitat steckt mehr, nämlich auch das Umgekehrte: Wer sich mit Geld auskennt, der ist auch scheinbar automatisch erfolgreich!

Unsere enorme Staatsverschuldung geht zum großen Teil auf unsere hochgebildeten Politiker und Regierungsbeamten zurück, die ohne jede finanzielle Ausbildung oder nur mit geringen Kenntnissen in Sachen Geld finanzielle Entscheidungen treffen.

Auch an diesem Zitat lässt sich herauslesen: Aufgrund Inkompetenz, aufgrund fehlender Expertise geraten Staatshaushalte in Gefahr. Professionelle Staatsbeamte würden also keine Schulden verursachen.

Ich stellte fest, dass mein armer Vater nicht aufgrund seines Verdienstes arm war […], sondern wegen seiner Einstellung und seinen Handlungen.

Nicht der Umstand, dass sein Vater für Lohn arbeitete, war der Grund für seinen fehlenden Reichtum, sondern dessen Sicht auf seine Lage soll dafür verantwortlich sein.

All diese Beispiele münden schön zusammengefasst in folgendes Zitat:

Ich stellte fest, dass Menschen tatsächlich ihr Leben durch ihre Gedanken gestalten.

Geht es hier wirklich um die Erkenntnis, dass Menschen aufgrund ihres Wissens, ihrer Interessen und ihrer Gedanken ihr Leben gestalten? Jedem Akt eines Menschen geht doch eine Entscheidung voraus. Ist das also nun der großartige Gedankenblitz, den Robert hier hat?

Gemeint ist mit diesem Zitat mehr: Nämlich nicht nur, dass das Verständnis von der Welt und der Blick auf diese die Handlungen von Menschen bestimmt. Nein, auch deren ganze materielle Lage soll sich daraus ergeben.

Wer also reich werden will, wer sich Wissen über Geld aneignet, wer statt zu sparen investiert, der*die wird auch erfolgreich sein. So soll diese Einführung verstanden werden.

Wie falsch diese Analyse ist, weiß dabei eigentlich jede*r. Egal ob beim Fußball, beim Rad- oder beim Skifahren: Hier treffen lauter Gewinner*inenntypen aufeinander. Sie alle trainieren, sie alle wollen gewinnen. Aber jedem*jeder ist klar: Es kann nur eine*n geben!

Es kommt also sehr schwer darauf an, ob mensch sich etwas Leckeres kochen will: Wer Können aufweist und die Zutaten zu Hause hat, wird sicherlich etwas Leckeres kochen können; oder ob sich mensch in einer Gesellschaft Reichtum verschaffen will, in der sich der Reichtum als  das Ergebnis von Konkurrenz ergibt. Kurz: In dieser Gesellschaft gibt es keine „Formel“ hin zum Reichtum.

Der Kern des Widerspruch des bisherigen Buches wird wiederholt: Das Buch soll allen Menschen zum Reichtum verhelfen, aber das kann ja nur dann gehen, wenn es genug „Dumme“ gibt, die eben nichts vom Geld wissen: Für Geld arbeiten, anstatt Geld für sich arbeiten zu lassen.
Anders herum: Motiviert das Buch ganz viele Menschen dazu, aus ihrer Lohnabhängigkeit auszubrechen, also andere für sich arbeiten zu lassen, so geraten diese Firmengründer*innen/Vemieter*innen/usw. in Konkurrenz zueinander. Reich wird dann also nicht mehr die Person, welche Geld für sich arbeiten lassen will, sondern die Person, die es schafft andere in der Konkurrenz auszustechen.


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