Was alles kein Schurkenstaat ist…


Während Syrien und der Iran natürlicherweise und offensichtlich (Vorsicht: Sarkasmus!) Schurkenstaaten sind, sieht das bei vielen  Ländern ganz anders aus.

Ganz aktuell möchte ich auf Vorgänge im Nicht-Schurkenstaat Südafrika hinweisen

 Nach der Tötung von insgesamt 44 streikenden Bergleuten durch die Polizei steht Südafrika unter Schock. Zeitungen betitelten den härtesten Polizeieinsatz seit Ende der Apartheid am Freitag als „Blutbad“, „Bergwerk-Gemetzel“ und in Anlehnung an die Massenmorde der Roten Khmer in Kambodscha auch als „Killing Field“. Fotos und TV-Bilder, die zeigten, wie schwerbewaffnete weiße und schwarze Polizisten das Feuer auf eine kleine Gruppe mit T-Shirts und Umhängen bekleideter Schwarzer eröffnete und an den im Staub liegenden Leichen vorbeischlenderten, erinnerten viele Bürger an die Brutalität der 1994 zusammengebrochenen Herrschaft der weißen Minderheit. Er sei schockiert und bestürzt von den Ereignissen in der Platinzeche Marikana 100 Kilometer nordwestlich von Johannesburg, sagte Präsident Jacob Zuma.
[Südafrika: Polizei richtet Massaker an Bergleuten an-  derstandard.at]

Weiters kein Schurkenstaat ist Bahrain, warum auch?

In Bahrein ist bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten ein Jugendlicher getötet worden. Der 16-Jährige sei von den Sicherheitskräften geschlagen worden und seinen Verletzungen erlegen, teilte das Zentrum für Menschenrechte in Bahrain mit.

Die seit eineinhalb Jahren anhaltenden Unruhen in dem Golf-Königtum haben bisher mindestens 50 Menschen das Leben gekostet. In den von der Mehrheit der Schiiten getragenen Protesten fordern die Bahrainer vom sunnitischen Königshaus mehr Freiheiten und Rechte.
[orf.at : Jugendlicher bei Protesten in Bahrain getötet]

Während in Syrien und Iran die Staatsmacht mit sogenannten menschenrechtswidrigen Mitteln Menschen niedermetzelt (natürlich nur um genau das zu tun: um zu unterdrücken [auch hier, Sarkasmus!)]), geschieht der Mord von Staat an Menschen in anderen Staaten aus „hehren“ Zielen wie der „Stabilität“. Das sehen natürlich auch die westlichen Verbündeten so und daher gibt es auch keine Spekulationen von Militäreinsätzen. Alleine schon diese Tatsachen sollten Menschen, welche sich für einen militärischen Einsatz für Menschenrechte und Frieden im in Syrien und für einen Miltärschlag im Iran gegen die Bombe einsetzen, stutzig machen. Wenn der Staat Bomben auf Städte fallen lässt und mit Bodentruppen Städte umkreist, dann geschieht das nie aus Menschenliebe sondern immer aus strategischen Kalkül und Machtdenken.

Wer sich mal über alternative und rationalere Analysen der politischen Situation rund um Iran und Syrien informieren will, dem oder der empfehle ich folgende zwei Podcasts

Anmerkung: Dieses Posting soll natürlich kein Pladoyer für eine Solidarität mit der Nation Syrien oder Iran gegen den Imperialismus der U.S.A. darstellen. Es geht darum zu zeigen: Die Aufteilung in „gute“ und „böse“ Staaten ist etwas sehr fragwürdiges.

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