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Alternativlosigkeit auf den Punkt gebracht

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , , on Januar 15, 2012 by stefon

Es stimmt tatsächlich, in diesem System ist die schlechte Behandlung der arbeitenden Menschen alternativlos; aber dieses System ist nicht alternativlos. Der Sachzwang, auf den sich berufen wird, ist ein gemachter, der von dem Regime des Geldes ausgeht, das der Staat mit seiner hoheitlichen Gewalt für seine Art von Wirtschaft verbindlich macht. Es ist also nur folgerichtig, wenn in zahlreichen Euro-Staaten das soziale Abbruchunternehmen mit Polizeigewalt gegen Widerstände in der Bevölkerung durchgesetzt wird. Denn der Sachzwang hat dann doch noch nicht den Status eines Naturgesetzes, das aus ihm heraus gilt, sondern wird nur in dem Maße wirksam, wie der Staat ihm mit seinem Zwang durchsetzt.

(Gegenstandpunkt 4-2011)

Mehr zum Diskurs „Alternativlosigkeit“ auf der Wikipedia Seite zum Begriff TINA („There is no alternative“)

In 30 Jahren wird es keinen Kapitalismus mehr geben

Posted in aktivismus, antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik with tags , , , , , , , , on Februar 6, 2009 by stefon

Immanuel Wallerstein war der Einladung einer spanischen Universität in die Hauptstadt Madrid gefolgt. Im überfüllten Veranstaltungssaal des Museums Reino Sofia sprach er über die Krise des Kapitalismus. Dabei sagte der Theoretiker, der im Kalten Krieg das Ende des Sowjetblocks prophezeite, nun das Ende des Kapitalismus in den nächsten 30 Jahren voraus. Wallerstein spricht seit langen davon, dass wir uns am Ende der zweiten Phase eines Kondratieff-Zyklus befinden. Der Zusammenbruch des Kapitalismus werde real, weil negative Konjunkturzyklen mit einer Systemkrise zusammenfielen, in welcher der Kapitalismus aus dem Gleichgewicht gerate, weshalb eine „Phase des politischen Chaos“ anstehe [mehr auf Telepolis]