Archiv für populismus

Zahlen „wir“ für die „faulen Griechen“?

Posted in aktivismus, antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , , , , on Juni 29, 2010 by stefon

Seit kurzen kursiert ein Flugblatt mit dem Titel „Zahlen „wir“ für die „faulen Griechen?“ in Salzburg.

Viele Menschen, die selber über kein großes Einkommen verfügen, denken ähnlich: Sie sorgen sich, dass ihnen durch die Krise ihr Auskommen noch schwerer gemacht wird und wollen daher nicht, dass der österreichische Staat Geld an Griechenland zahlt. Häufig geht dies mit der Kritik einher, dass ,,die Griechen“ zu faul seien und ihnen also Sozialabbau und Lohnkürzungen nur Recht geschehen würden. Wir meinen, dass die österreichischen Lohnabhängigen da auf die Falschen losgehen – und damit gegen ihr eigenes Interesse nach einem guten Auskommen handeln.
[Quelle: Soziale Kämpfe Salzburg]

Warum die Aussage

… und damit gegen ihr eigenes Interesse nach einem guten Auskommen handeln. …

nicht populistisch und kurzsichtig ist, erklärt das Flugblatt unter folgenden Punkten

  • Haben die Griechinnen und Griechen wirklich ,,über ihre Verhältnisse“ gelebt?
  • Ist Griechenland Europas Kärnten?
  • Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut? Wer das noch glaubt, ist doch von Gestern.
  • Mit Nationalismus schneiden wir Lohnabhängigen uns ins eigene Fleisch!
  • Gemeinsam kämpfen statt getrennt verarmen!
  • Krisen-Hintergründe: Was ist neoliberale Politik?
  • Griechenland-Facts

Lesenswert für alle die sich gegen den Populismus der Parteien und der Massenmedien informieren und eine andere Sicht der Dinge erfahren wollen.

In meinen Augen, eine Sicht auf die Griechenlandkrise die wesentlich näher an der Wahrheit liegt!

Hier kann das Flugblatt in gesamter Länge gelesen werden…

Griechenland: Jetzt reichts…

Posted in kapitalismus kritik, politik with tags , , , , , on Mai 20, 2010 by stefon

Eigentlich sollte hier ein Blogposting zum Thema Griechenland stehen. Nachdem ich das Posting nun seit Wochen verschoben habe, verlinke ich nun auf einen den ich ganz gut finde.

Die veröffentlichte Meinung in Deutschland hat einen neuen Krisen-Mythos geschaffen. Nun sollen es die faulen und korrupten Griechen sein, die sich durch die Manipulation statistischen Materials in die Eurozone mogelten, die europäische Einheitswährung an den Rand des Zusammenbruchs führten und künftig den hart arbeitenden Deutschen auf der Tasche liegen dürften. Endlich verfügt Deutschland über ein Feindbild, das nahezu alle Gesellschaftsschichten – vom exportfixierten Unternehmer bis zum prekarisierten Niedriglohnempfänger – im nationalistisch gesättigten Hass volksgemeinschaftlich vereint.

Weiterlesen auf http://www.streifzuege.org/

Für alle die zu faul sind den ganzen Artikel zu lesen (was ich empfehlen würde!)

Zusammenfassend lässt sich festhalten: die Krise ist nicht drei Jahre, sondern 40 Jahre alt. Die Ursachen der Krise sind nicht in den Finanzmärkten, sondern in der warenproduzierenden, realen Wirtschaft zu suchen. Die wild wuchernden Finanzmärkte haben nicht die warenproduzierende Industrie in den Abgrund gerissen, sondern diese bis zum Zusammenbruch der spekulativen Blasenbildung durch kreditfinanzierte Nachfrage überhaupt am Leben erhalten – so wie es nach Verstaatlichung dieser Defizitkonjunktur nun die Staaten tun.

Dem kapitalistischen System ist die – bewunderte wie gefürchtete – Dynamik eigen, seine Produktion beständig zu revolutionieren und mit permanenten Produktivitätsfortschritten sein eigenes ökonomisches Fundament zu untergraben. Es ist dieser objektive Krisenprozess der gesamten kapitalistischen Produktionsweise, der die Widersprüche zwischen einzelnen Gesellschaftsgruppen und Staaten zuspitzt und zur Eskalation treiben könnte. Da ist einerseits der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit: Die Unternehmen sind bemüht, die tendenziell fallende Profitrate durch Lohnkürzungen und Mehrarbeit der Lohnabhängigen zu sanieren – ein Paradebeispiel hierfür ist Hartz-IV.

Andererseits nehmen die Widersprüche zwischen Zentrum und Peripherie des kapitalistischen Weltsystems zu. Exportorientierte Staaten wie Deutschland bemühen sich, ihre Überschussproduktion in ökonomisch unterlegenen Staaten und Regionen abzusetzen, wodurch die Schuldenkrise Griechenlands wie auch der gesamten südlichen Peripherie der Eurozone (und weiter Teile Osteuropas!) maßgeblich ausgelöst wurde.

Zudem könnten militärisch potente Staaten versucht sein, ihren ökonomischen Abstieg mit militärischen Mitteln aufhalten zu wollen. Wie dieses Unterfangen nach Ausbruch der letzten Weltwirtschaftskrise von 1929 endete, ist hinlänglich bekannt. Die Suche nach handgreiflichen Sündenböcken hat nicht nur in Deutschland bereits begonnen.

Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück

Posted in medien, politik with tags , , , , , , , , on Juli 3, 2008 by stefon

Arte sendete die Dokumentation Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück und die Doku ist auch auf youtube zu finden.

Weiterlesen um alle Teile zu sehen…

Quelle: UnterDemStrich

Weiterlesen