Archiv für medien

Greenwashing

Posted in medien, umwelt with tags , , , , , , , , on August 19, 2009 by stefon

Greenwashing oder Greenwash (englisch wörtlich grün waschen, in Anspielung auf grün als Symbol für Natur und Umweltschutz und Waschen im Sinne von Geldwäsche oder sich reinwaschen, bzw. als Analogiebildung zu whitewash, englisch für schönfärben) ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsvolles Image zu verleihen (Deutsch etwa: „sich ein grünes Mäntelchen umhängen“).

Hierbei werden die Techniken der Öffentlichkeitsarbeit, der Rhetorik und der Manipulation benutzt, um einer Firmengeschichte oder den aktuellen Unternehmensaktivitäten eine weiße Weste zu verpassen. So behaupten die Unternehmen unter anderem, die Ausrottung der Armut und des Welthungers voranzutreiben, ihre Produkte fair zu handeln oder auf ökologisch verträgliche Weise herzustellen. [wikipedia]

Beispiele für Greenwashing gibt es einige. Ob es Millionenspenden von Shell an notleidende AfrikanerInnen sind (die erst durch die von Shell mitverursachten ökologische Katastrophen notleidend wurden) oder eben der aktuelle Werbespot der RWE ist. Dieser Werbespot will uns sagen: RWE steht für Saubere & Grüne Energie.

Hier die Richtigstellung:

Anteil der erneuerbaren Energie bei RWE: Gerade mal 2%!

Ein Mann will täglich aufs Neue gewonnen sein

Posted in feminismus, frauen, sexismus with tags , , , , , , , on August 18, 2009 by stefon

Mädchenmannschaft.net hat drei Videos für sexistische Werbung aus früheren Zeiten gepostet. Zum Glück hat sich da einiges verändert. Wer aber die Augen offen hält wird sehen. Klischehafte Rollenbilder sind auch in „moderner“ heutiger Werbung zu finden.

Mehr Videos im original Blogposting.

Quelle: Mädchenmannschaft.net

Es war einmal die Medien

Posted in blub, medien, politik with tags , , on Juni 26, 2009 by stefon

Es gibt eine neue Monochrom-Show auf Video: “Es war einmal die Medien – Eine theatrale Nachhilfestunde in politisch aufgeladener Mediengeschichte.

Quelle: Netzpolitik.org

ORF Publikumsrat zu „3 Wahre Helden …“

Posted in aktivismus, medien, politik with tags , , , , , , , on Oktober 13, 2008 by stefon

Über die neue Serie des ORF in dem der Sanitäter im Fall des Cheibani Wague beteiligt war, habe ich ja bereits berichtet.

Mittlerweile gibt es vom ORF Publikumsrat ein Statement zur Ausstrahlung der Serie:

Wie angekündigt, wurde die Auswahl eines Protagonisten der Serie „Wiener Blut – Die 3 von 144“ in der Plenarsitzung des Publikumsrats am 29.9.2008 aufgegriffen und mit Programmdirektor Wolfgang Lorenz diskutiert. Es wurde von mehreren Mitgliedern die Meinung vertreten, dass die Präsentation des besagten Rettungssanitäters trotz dessen Freispruchs als „Held des Alltags“ nach ethischen Gesichtspunkten nicht akzeptabel war und die Ausstrahlung des Films, die vom Programmdirektor unter anderem mit dem Kostenargument verteidigt wurde, hätte unterbleiben sollen.
Unterstützende Stimmen im Publikumsrat für die Entscheidung des Programmdirektors hat es nicht gegeben. Von einer Empfehlung an die ORF-Geschäftsführung hat der Publikumsrat im Hinblick auf die geringe Wahrscheinlichkeit eines Wiederholungsfalles abgesehen.

Es freut mich zwar, dass der Programmdirektor Wolfgang Lorenz gerügt wurde, doch erscheint mir die Reaktion doch ein wenig mikrig.

Auf der Homepage des ORF Publikumsrat ist nichts von dem Ergebnis der Diskussion zu finden und eine öffentliche Entschuldigung scheint nicht geplant zu sein.

Ich glaube dass es Sinn macht weiter Druck zu machen (per E-Mail z.b.) um eine öffentliche Entschuldigung zu erreichen.

ORF und seine Sicht auf „Drei wahre Helden des Alltags“

Posted in aktivismus, medien, rassismus with tags , , , , , on Juli 28, 2008 by stefon

Über die neue Serie des ORF in dem der Sanitäter im Fall des Cheibani Wague beteiligt war, habe ich ja bereits berichtet.

Auf eine Mail an den ORF Kundendienst kam diese E-Mail

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der Rettungs-Sanitäter vor einem österreichischen Gericht rechtskräftig freigesprochen wurde. Abgesehen von den zu erwartenden rechtlichen Folgen die eine Nicht-Abnahme bzw. Nicht-Ausstrahlung der Produktion zweifellos hätte, würde der ORF, der ausschließlich auf den Grundlagen des Rechtsstaates agiert, eine Position einnehmen, die einer Verurteilung des Sanitäters gleichkäme. Das kann in niemandes Sinn sein.
Ihre Kritik und Meinung bringe ich jedoch selbstverständlich den Sendungsverantwortlichen zur Kenntnis.
Es ist uns selbstredend ein großes Anliegen, den Wünschen unserer Seherinnen und Seher so weit als möglich zu entsprechen. Wir werden unsere diesbezüglichen Anstrengungen daher noch weiter verstärken. Wir hoffen damit bald Ihren Vorstellungen gerecht zu werden, um auch Sie künftig wieder zu unseren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen.

Und die Antwort auf diese Mail

Natürlich soll der ORF auf Grundlage des Rechtstaates agieren. Aber nur weil ein Mann nicht verurteilt wurde, bedeutet es nicht dass mensch ihn als Helden feiern kann/muss/sollte.

Tatsache ist, dass der Sanitäter an dem Vorfall beteiligt war. Unannehmbar am Verhalten des ORF’s ist das Nicht-Erwähnen des Vorfalles.
Es wäre mehr als angemessen zu der Entscheidung stellen zu nehmen. Und das nicht erst nachdem es Beschwerden und Vorwürfe gibt, sondern gleich zu Beginn.
So beteiligt sich der ORF am Verdrängen von rassistischen Vorfällen.

Bezügl. der rechtlichen Folge von Nicht-Abnahme bzw. Nicht-Ausstrahlung:
Ich hoffe dass der ORF sich mindestens vorab über die Hauptdarstellen der für ihn produzierten Serien informiert.
Daher hätte ein Ablehnen der Serie auch zu einem Zeitpunkt erfolgen können, zu dem keine rechtlichen Folgen zu erwarten gewesen wären.
Eine andere Möglichkeit wäre natürlich auch gewesen, statt des betroffenen Sanitäters eine Frau in die Serie zu nehmen.
Drei Helden und keine Heldin ist für den ORF auch peinlich und unpassend.
Weiters hat sich der ORF als öffentlich rechtlicher Sender an ein gewissenes Niveau zu halten. Er ist nicht verpflichtet sich rein an die KundInnenwünsche zu richten.

Gespannt warte ich auf neue Entwicklungen in diesem Fall.
Was sich jedoch schon sagen lässt, es scheint als ob ein grosser Teil des öffentlich rechtlichen Rundfunks nicht seiner Verantwortung bewusst ist (siehe auch meine Kritik an Ö3).

Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück

Posted in medien, politik with tags , , , , , , , , on Juli 3, 2008 by stefon

Arte sendete die Dokumentation Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück und die Doku ist auch auf youtube zu finden.

Weiterlesen um alle Teile zu sehen…

Quelle: UnterDemStrich

Weiterlesen

Indy Video Salzburg

Posted in aktivismus, indymedia, medien, netzkultur with tags , , , , , , on Mai 26, 2008 by stefon

Ich habe ja schon mal kurz darüber geschrieben, dass ich die Video des Citizen Journalism/Graswurzel Journalismus ganz spannend und interessant finde.

Nur drüber reden bringt aber nicht viel und nachdem ich ja jetzt eine Digikam habe die auch Videos machen kann, habe ich mir vorgenommen auch Videos zu machen.

Und wo landen die? Auf den heute erstellten Indy Video Salzburg Blog.

Wenn Menschen Lust, Zeit und Interesse haben da mitzuarbeiten oder von anderen ähnliche Aktionen in Sbg wissen… Bitte informiert mich!

Propaganda für die eigenen Zwecke

Posted in aktivismus, medien with tags , , , , , on Mai 3, 2008 by stefon

Mensch engagiert sich, rackert sich den Arsch ab, versitzt Stunden in Gremien und kein Mensch merkts.
Vielleicht geht es Euch ähnlich und Ihr beschliesst:
Schluss damit, ab jetzt erfahren alle von meinen Heldentat.

Schnell beschlossen, doch wie vorgehen?
Eine Möglichkeit wäre die Errungenschaften in einem schriftlichen Pamphlet zu sammeln und unter die Menschen zu bringen. Mit dem Computer kann das ja nicht SO schwer sein… oder?

Für Menschen die das tun wollen hier mein Tip.
Scribus

Scribus ist ein Desktop-Publishing-Programm für Linux-, Unix-, Mac-OS-X-, OS/2– bzw. eCS– und Windows-Systeme. Es dient der professionellen Erstellung von Layouts und ist vergleichbar mit Adobe PageMaker, QuarkXpress oder Adobe InDesign. Im Unterschied zu diesen proprietären Programmen ist Scribus freie Software und unter der GNU GPL lizenziert.

Das ganze ist also gratis zu benutzen und ist Freie Software.
Als Beispiel könnt ihr die April Version der Grassierend (GRAS Sbg Zeitschrift) runterladen. Die ist mit Scribus erstellt worden.

Wenn Ihr nach Tutorials sucht wie dieses Programm zu nutzen ist, kann ich Euch die Videos auf showmedo.com empfehlen. Diese decken alles von der Einführung, Texte, Bilder,  …  bis Templates in 27 kurzen Folgen ab.

Campfire At Will

Posted in aktivismus, kapitalismus kritik with tags , , , , , , on Januar 16, 2008 by stefon

Die Wiener KünstlerInnen Gruppe Monochrom präsentiert bei boingboingtv ihr aktuellstes Projekt:

Hack the urban context with guerilla activities in the cityscape

Selbstporträt der Gruppe:

monochrom ist durchaus eine international agierende, in wien, graz und bamberg situierte kunstneigungsgruppe, seit 15 jahren umtriebig, mit diversen volontariaten in zahlreichen realitäten: internationale kunstszene, apfelsortenzucht, powerpointoperetten, feldgottesdienste, beweisführungen, schirmherrschaften, soziale praxis, game- und schämshows, theorie, internet, dübel und schnittchen.
v.a. das sammeln, gruppieren, registrieren und befragen (befreien?) von alltagskulturellen vernarbungen ist monochrom passion und quasi-ontologischer auftrag.
kulturarchäologische grabungssondagen in ideologie- und unterhaltungsstätten. staatlich geprüftes rhizom.
die schönheit der impliziten kaputtheit der selbstverständlichkeit ist anlass für phänomenologische wollust und (benutzer-)freundliche mikropolitische übernahmen. oder so.
bildet to-do-stapel!

Resignation überall

Posted in medien, politik with tags , , , on Januar 10, 2008 by stefon

Wer Zeitung liest, der weiss es: PolitikerInnen verhalten sich konservativ, vorsichtig und wollen BürgerInnen nicht mit Komplizierten verwirren. Will der Bürger und die Bürgerin doch simple Antworten und Lösungen.  Und da sich die PolitikerInnen so verhalten ist es dem einfachen Bürger und der Bürgerin auch nur möglich resignierend mit den Händen im Schoss gefaltet dazusitzen und auf die nächsten Wahlen zu warten.

So scheint es zumindest zu sein glaubt mensch den Zeitungen und Medien dieses Landes. Und da betrifft es nicht nur die Krone und Österreich. Auch die Salzburger Nachrichten und auch der Standard ist betroffen. Ein Beispiel gefällig?

Die Affäre um die zurückgehaltene Feinstaub Studie in Graz. In einem Standard Kommentar schreibt Conrad Seidl genau von oben erwähnten.

… Nein, für die Abwehr einer potentiellen Bedrohung  durch radikalte Massnahme gibt es keinen Dank der Wähler. Die danken es allenfalls, wenn eine konkrete Gefahr gebannt wird….

Ist dort von einem Aufruf der BürgerInnen zu lesen? Von Emanzipation und Mitbestimmung? Nein… Es wird auf kluge PoltikerInnen gehofft. PolitikerInnen welche die WählerInnen in Unwissenheit belassen und im elitären Zirkel „das Richtige“ entscheiden.
Wozu das führt wissen wir ja.

Ich würde mir wünschen dass auch Massenmedien mehr die Macht der BürgerInnen aufzeigen und Mittel und Wege andeuten wie diese Macht eingesetzt werden kann.
Demos, BürgerInneninitiativen, privates Lobbying, …