Archiv für lesetip

Lesetip #3

Posted in kapitalismus kritik, soziales with tags , , , , , , on Dezember 28, 2008 by stefon

Krankheitsbekämpfung und Persönlichkeitsformung
Interview mit Charlotte Jurk über Antidepressiva und Neoliberalismus
Depression ist eine Krankheit, die von den dunklen Seiten einer krisengeschüttelten Konkurrenzgesellschaft zeugt: Einsamkeit, Lethargie und Angstzuständen. Für die Pharmaunternehmen stellt sie einen riesigen Markt dar. Ein Effekt, den Charlotte Jurkin ihrem Buch „Der niedergeschlagene Mensch. Depression – Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung einer Diagnose“ untersucht hat.

n den USA wurde Prozac ganz offensiv als ,,Glücksdroge“ auf den Markt geworfen. 1990 – das neoliberale Programm hat seinen Siegeszug angetreten – schreibt der amerikanische Psychiater Peter Kramer ein Buch über Prozac: Jetzt endlich sei es möglich, die eigene Persönlichkeit zu formen. Wozu noch Depression? In Momenten der Schwäche oder der Krise führt diese Pille dazu, dass man sich wieder hineinstürzen kann in Genuss und Konkurrenzkampf.

Lesetip #2

Posted in aktivismus, kapitalismus kritik, medien, politik, umwelt with tags , , , , , , , , , , , , on Dezember 21, 2008 by stefon

Der zweite Lesetip beschäftigt sich thematisch mit Umwelt, Klima, der Politik mit diesem Thema und ähnlichen Katastrophen.

Auto-Kompromiss weiter verwässert
Europas Autobauer können aufatmen. Nachdem sie ihre Selbstverpflichtungen zur Verminderung des Kohlendioxidausstoßes von Neuwagen nicht eingehalten haben, bekommen sie nun erneut eine Fristverlängerung. [weiterlesen]

EU-Kommission erlaubt Einfuhr von Gensoja
Die EU-Kommission hat die Einfuhr von genetisch veränderten Sojabohnen des US-Agrarkonzerns Monsanto zur Vermarktung innerhalb Europas genehmigt, meldet die Agentur Reuters. Das Produkt dürfe laut Kommission in den kommenden zehn Jahren in allen 27 EU-Mitgliedsländern vertrieben werden. [weiterlesen]

Arktis 2015 eisfrei?
Schon um das Jahr 2015 herum könnte der arktische Ozean im Sommer eisfrei sein. [Weiterlesen]

Berichterstattung über Klimaerwärmung geht zurück
Nach einer Studie gab es in Zeitungsartikeln 2007 einen Peak, seitdem fällt mit der aufkommenden Finanzkrise die mediale Aufmerksamkeit deutlich ab. [Weiterlesen]

Abenteuerspielplatz Kohlekraftwerk
Ganz Großbritannien staunt über einen wagemutigen Sabotage-Akt in Kingsnorth. [weiterlesen]

Der schmutzige Gipfel
Weshalb der EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag als Erfolg gefeiert wird, wissen nur die Teilnehmer selbst: Das Konjunkturpaket beseitigt nur Symptome, nicht aber Ursachen der aktuellen Krise; die zumindest verbal existierende Klimapolitik wird aufgeweicht und der Lissabonner Vertrag durchgesetzt – mit Ködern für die irische Bevölkerung und Abstrichen am Abkommen selbst.  [weiterlesen]

Anzeichen für Rückkopplung
Arktisforscher stoßen auf unerwartet große Quellen von Treibhausgasen. [weiterlesen]

Vergesst den Straßenbau
Eigentlich wäre die Krise eine prima Gelegenheit, alte Fehler nicht wieder und wieder zu wiederholen… [weiterlesen]

Sinnlose Gewalt, die Machtfrage stellen oder doch ganz anders?

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , , on Dezember 12, 2008 by stefon

Verletzte Demokratie
Die Unruhen in Griechenland haben soziale und politische Ursachen. Deswegen sind sie ein Warnsignal für andere EU-Staaten
Ungläubig verfolgt Europa in diesen Tagen das Geschehen in Griechenland: Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Schülers versinkt der Mittelmeerstaat in der Gewalt. Die dritte Nacht in Folge lieferten sich tausende Jugendliche von Montag auf Dienstag in der Hauptstadt Athen Straßenschlachten mit der Polizei. Unzählige Geschäfte und öffentliche Gebäude gingen in Flammen auf. Handelsvereinigungen sprechen schon jetzt von einem Schaden in Höhe von 100 Millionen Euro. Die Regierung des Konservativen Kostas Karamanlis versucht sich im Krisenmanagement und versagt. [weiterlesen]

Patrouillierte griechische Polizei mit Neonazi-Milizen?
Bilddokumente belegen Kooperation uniformierter Beamter mit irregulären Kräften
Immer wieder wurde in den vergangenen Tagen über die Untätigkeit) und Hilflosigkeit der griechischen Polizei in der Auseinandersetzung mit jugendlichen Demonstranten berichtet. Nach Zeugenaussagen waren die Sicherheitskräfte jedoch weitaus weniger passiv als zunächst vermutet.
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Straßenkämpfe in Athen
… Brutales Vorgehen einer rechtsextrem durchsetzen Polizei hat in Griechenland eine traurige Tradition, die mindestens bis in die Schlussphase des Zweiten Weltkrieges zurückreicht. Die faschistischen NS-Kollaborationsverbände (die so genannten Sicherheitsbataillone, die Evzonen etc.) wurden von den britischen Invasionstruppen 1944/45 reorganisiert und neu bewaffnet, um sie gegen die starke ArbeiterInnen- und PartisanInnenbewegung einzusetzen. Die ehemaligen Schergen der Nazi-Besatzung bildeten den Kern des neuen „demokratischen“ Staatsapparates von Gnaden Großbritanniens und dann der USA.  … [weiterlesen]

Griechischer Polizei geht Tränengas aus
Die Protestbewegung gewinnt wieder an Stärke, nachdem es Karamanlis abgelehnt hat, zurückzutreten oder Neuwahlen auszurufen. [weiterlesen] 

Die Proteste in Greichenland halten an
… der Durchschnittsgrieche [hat] den Gürtel nicht nur enger schnallen müssen, er hat eventuell gar keinen mehr. Dem niedrigsten Mindestlohn Europas stehen die höchsten Lebenshaltungspreise gegenüber. Griechenland hat die höchsten Kreditzinsen und die reichsten Banken. Dem 28-Milliarden-Euro-Bankgeschenk stehen lediglich 7 Milliarden Euro für staatliche Bildungsabgaben gegenüber. Es gibt eine anhaltende Verteuerung der Lebenshaltungskosten, die Steuern für „working poor“ wurden erhöht, während es Steuererleichterungen für Spitzenverdiener gab. …
… . Der Durchschnittsalltag eines Sekundärschülers in Griechenland ist durch bis zu 14 Stunden Unterricht bestimmt. Morgens muss er seiner Schulpflicht in der staatlichen Schule nachkommen. Da dort aber weder die Mittel noch die organisatorischen Voraussetzungen für ein Bestehen des Zentralabiturs erfüllt werden, muss nach dem Schulvormittag eine private Nachhilfeschule besucht werden. … [weiterlesen]