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Mal wieder: Hotel Schaffenrath

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , on Oktober 5, 2010 by stefon

Über die rechtsextreme Veranstaltung des freiheitlichen Akademikerverbands im Hotel Schaffenrath im März dieses Jahres habe ich bereits berichtet. Auch, und natürlich, über die Distanzierung des Hotels und dem Versprechen in Zukunft nicht mehr mit solchen Veranstaltungen aufzufallen.

Hotel Schaffenrath und rechtes Denken

Hotel Schaffenrath und rechtes Denken

Nach 6 Monaten scheint das alles vergessen zu sein. Den, ganz zufällig, finden die Sprechstunden der FPÖ Salzburg auch im Hotel Schaffenrath statt. Es zeigt sich also: Das Hotel Schaffenrath ist sich schon bewusst welche Gruppierungen und Menschen sie einladen. Und sie sind auch nicht gewillt daran etwas zu ändern!

Wie auf Worte Taten folgen…

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , , on März 12, 2010 by stefon

In meinem letzten Blogposting kritisierte ich das Hotel Schaffenrath sich zwar mit Worten von Rechtsextremismus zu distanzieren, dafür aber keine Taten folgen zu lassen. Konkret: Sich zwar distanzieren aber einen rechtsextremen Vortrag in den eigenen Räumlichkeiten zuzulassen.

Aber es bewegt sich doch. Auf der Homepage des Hotels Schaffenrath wurde angekündigt die Raummiete des Vortrags an die israelische Kultusgemeinde zu überweisen.
Jedoch war in diesem Artikel des Hotels folgendes zu lesen

Als Tagungshotel mit vielen Seminarmöglichkeiten sind wir gewohnt oftmals mehrere Veranstaltungen gleichzeitig unterzubringen. Es versteht sich von selbst, dass wir von den zahlreichen Events die behandelten Themen, welche im Raum bearbeitet oder vermittelt werden, nicht wissen.
Für den Inhalt ist alleinig der Veranstalter zuständig. Deshalb möchten wir auf diesem Wege festhalten, dass wir keinesfalls für Ausführungen von Vortragenden, sowie auch Wortmeldungen innerhalb einer Veranstaltung zuständig sind und lehnen diesbezüglich auch jegliche Verantwortung kategorisch ab. Im Rahmen unserer Leistungen stellen wir lediglich Raum und Bewirtung zur Verfügung.

Also: Keine Garantie dass nicht wieder rechtsextremes Gedankengut im Hotel verbreiten wird. Stunden später jedoch dieses Update

Wir informieren Sie hiermit, dass wir die unliebsamen Gegebenheiten vergangener Tage bereinigt und zu einem positiven Ergebnis gebracht haben: Es werden zukünftig keine Räumlichkeiten für Veranstaltungen dieser Art vermietet.

Mit guten Willen kann mensch das nun so interpretieren: Es werden keine Vorträge von Rechtsextremen mehr zugelassen. Genau darum geht es! Nun alles palletti?

Die Aussage wird nun im April auf die Probe gestellt.  Noch vor kurzen stand im Terminkalender des freiheitlichen Akademikerverbands ein Termin im Hotel Schaffenrath. Der Termin besteht weiters, die Örtlichkeit wird jedoch nicht mehr aufgeführt.

Unklar ist jedoch, ob nur die Örtlichkeit entfernt wurde und es weiterhin im Hotel Schaffenrath stattfinden wird. Oder ob das Hotel die Verantaltung nicht zugelassen hat.

Bitte helft dies herauszufinden:

Update:
Auf eine Twitter Anfrage bestätigt das Hotel Schaffenrath

@derstefon wie wir bereits auch schon auf unserem Blog erwähnt haben, wird die Veranstaltung im April NICHT in unseren Räumlichkeiten… [twitter.com]

So ganz klar ist das auf ihrem Blog zwar nicht herauszulesen. Aber es freut mich, dass die Veranstaltung bei ihnen keinen Platz findet. DANKE an alle die mitgetwittert/mailt/telefoniert/… haben!

Die grosse Unwissenheit ist überall

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , , , , on März 10, 2010 by stefon

Wie bereits berichtet fand am 9.3 im Hotel Schaffenrath in Salzburg ein rechtsextremistischer Vortrag von Richard Melisch statt.

Nach Berichten auf DerStandard.at und salzburg.orf.at über den antisemtischen Charakter des Vortrags stieg der Druck auf das Hotel Schaffenrath und auf den freiheitlichen Akademikerverband, welche Melisch eingeladen hatten.

Der freiheitliche Akademikerverband Salzburg bestritt von der Geisteshaltung Melischs zu wissen. Entweder muss mensch diesem Verein extreme Dummheit unterstellen: Wer lädt Menschen ein ohne diese zumindest gegoogelt zu haben (Rezession seines Buches, Vortrag bei der NPD).
Das wahrscheinlichere ist aber:  Sie lügen einfach! Denn schon im Jahr 2004 wurde in Wien Melisch zu einem Vortrag eingeladen. Und auch dieser Vortrag wurde vom FPÖ Akademikerverbund organisiert.
Fazit: Der freiheitliche Akademikerverbund lädt bewusst Rechtsextremisten ein!
Nun zum Ort des Vortrags, dem Hotel Schaffenrath. 6 Tage nach dem bekannt werden des Inhalts des Vortrags gab es keine Reaktion des Managements. Erst nach dem auf Twitter Aufruhr entstand und auf deren Twitter Account viele Fragen bezüglich fehlender Abgrenzung zum Rechtsextremismus aufkamen, reagierte das Hotel. Mit einer Twitter mit folgenden Inhalt:

Wir grenzen uns hiermit KLAR vom Rechtsextremismus ab!Der Raum wird bei uns gemietet,welche Topics darin behandelt werden wissen wir nicht [twitter.com]

Was an sich eine löbliche Aussage ist, verdreht sich ins Gegenteil, wenn daraus keine Konsequenz gezogen wird. Auf weitere Fragen per Twitter und Mail wurde nicht reagiert. Augen zu und durch scheint die Strategie zu sein. Dass es anders geht zeigt das Holiday Inn.

Von einer angemessenen Reaktion des Hotel Schaffenraths kann also nicht gesprochen werden. Spannend auch dies: Am 13 April wird es eine weitere Veranstaltung des freiheitlichen Akademikerverbands geben. Und bisher sieht es nicht so aus, als würde sich das Hotel von Veranstaltung dieser Grupperung distanzieren wollen.

In beiden Fällen ist die Strategie klar: Auf Unwissenheit machen, trotz bekannter Fakten. Ist dies bei einem freiheitlichen Akademikerverbands wenig verwunderlich, so ist es für ein Hotel Schaffenrath skandalös rechtes Treiben in den eigenen Räumlichkeiten einfach zuzulassen.

Mein Vorschlag:
Regelmässige Mails an info@amadehotel.at
Tägliche Twitter Anfragen an @hotel_salzburg
Telefonische Anfragen an das Hotel tel. +43 (0) 662 63900-0
LeserInnenbriefe an die Salzburger Nachrichten verfassen

Ziel muss es sein Rechtsextemismus keinen Raum zu geben verhetzende Aussagen zu verbreiten!