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In der Reihe „Das war schon immer so“: Homosexualität

Posted in politik, review with tags , , , , , on November 1, 2013 by stefon

Wird über Sexualität gesprochen, dann wird wird von DER Sexualität gesprochen. Egal ob es um Hetero-, Bi- oder Homosexualität geht, wird menschliche sexuelle Lust in ein Korsett gepresst. In ein Korsett von sexueller Identität, welches sich nach dem Ziel der sexuellen Gelüste richtig. Anders gesagt: Wer als Mann auf Frauen steht, der ist hetero, wer als Frau auf Männer steht ebenfalls. Frau steht auf Frau: Homo, das gleiche bei Männern. Und natürlich: Es gibt da noch die kleinere Kategorie der Bisexuellen.

BuchcoverWer so über Sexualität spricht, spricht über eines ganz sicher nicht: Wie sich Sexualität geschichtlich verändert hat. Anhand des (empfehlenswerten) Buches „Love Stories – Sex between Men before Homosexuality“ von Jonathan Ned Katz ist dies gut zu sehen. Beschrieben wird die Lebenssituation von „Männer liebenden Männern“ des neunzehnten Jahrhunderts in den USA. Spannend dabei: Geistige Liebe, also Liebe und Zuneigung ohne Sex. Das gemeinsame Schlafen in einem Bett, das Küssen und Händchen halten zwischen Männern, wurde als normal angesehen. Diese Aktivitäten wurden mit Sexualität nicht in Verbindung gebracht. Das Buch zeichnet die Entwicklung hin zu einer „homosexuellen Identität“ nach. Dabei ist schön zu sehen: So etwas wie DIE Sexualität, ganz ohne historischen Kontext ist nicht zu haben. „Normalen“ Sex, „normale“ Liebesbeziehungen gibt es nicht. Nicht in der Vergangenheit und auch nicht im Jetzt.

Wer sich weiter für das Thema interessiert, der oder dem kann ich auch das Buch „Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“ empfehlen. Auch dort geht es um die Herausbildung sexueller Identitäten, jedoch in der islamischen Welt.

Seattle Streik 1919

Posted in antikapitalismus with tags , on Januar 22, 2011 by stefon

The so-called sympathetic Seattle strike was an attempted revolution. That there was no violence does not alter the fact. .. . The intent, openly and covertly announced, was for the overthrow of the industrial system; here first, then everywhere. .. . True, there were no flashing guns, no bombs, no killings. Revolution, I repeat, doesn’t need violence. The general strike, as practiced in Seattle, is of itself the weapon of revolution, all the more dangerous because quiet. To succeed, it must suspend everything; stop the entire life stream of a community. . .. That is to say, it puts the government out of operation. And that is all there is to revolt-no matter how achieved.
mayor of seattle talking about the strike in the year 1919 [From: A People‘ History of the united States – Howard Zinn]

Nach dem 5 tägigen Generalstreik wurden um die 30 Menschen verhaftet und die Armee wurde eingesetzt um die Menschen einzuschüchtern.