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Antifaschismus bei Occupy Salzburg: Unerwünscht!

Posted in aktivismus, politik with tags , , , , on Februar 5, 2012 by stefon

Voraus schicken möchte ich: Es soll hier nicht um die Occupy Bewegung im allgemeinen gehen. Ich spreche hier von der Situation in Salzburg. Es soll hier auch nicht im die Zeitgeist Bewegung gehen. In diesem Blogposting dokumentiere ich welche Positionen in Occupy Salzburg vertreten werden und wer als Admin dort das sagen hat.

Vor einigen Tagen wurden mir von Dante F. (Admin der Occupy Salzburg Facebook Page)  die Adminrechte entzogen. Warum? Weil für mich klar ist:: FaschistInnen haben in einer Bewegung, die sich zum Ziel setzt, das schöne Leben für alle zu erreichen, keinen Platz.

Zur Transparenz: Die Administratorin Dante F. wurde von mir vor die Wahl gestellt, entweder mich oder Thomas S. als Admin zu entfernen. Wie in meinem früheren Blogartikel dargelegt, ist Thomas S. ein Aktivist der Fraktion, welcher mit Faschisten (solange sie brav und ruhig mitarbeiten) in der Occupy Bewegung kein Problem haben.

hi. die sache ist die: wenn du weiter Tom einladest, muss ich die konsequenz ziehen dass ich auch dich rausschmeisse aus der admin gruppe. also bleiben dir genau drei möglichkeiten, entweder du lässt den tom draussen, du schmeisst mich aus der admin gruppe oder du löscht die FB seite. suchst dir aus. ich habe keine toleranz für menschenverachtende ideologie und auch keine toleranz für organisationen die offen sind für menschen die solche propagieren

Eine wichtige Nebenbemerkung: Es geht mir nicht darum, anderen Menschen das Recht zu nehmen, mit FaschistInnen zu sprechen und zu diskutieren. Über die Sinnhaftigkeit solcher Aktivitäten lässt sich trefflich streiten, ist aber nicht das Thema dieses Postings. Es geht um die Möglichkeit der Mitarbeit und das Mitspracherecht von FaschistInnen.

Und dieses Mitspracherecht fordern nun die zwei übrig gebliebenen AdministratorInnen der Occupy Salzburg Facebook Page. Thomas S. wurde von Dante F. zum Admin gemacht. Durch Diskussionen im Oktober letzten Jahres wurde schon klar: Auch Nazis will Thomas S. nicht ausschliessen. Gegen das Hinzufügen von Thomas S. zu den Admins wehrte ich mich deswegen und stellte klar: Zusammenarbeit mit FaschistInnen gibt es mit mir als Admin nicht. Wer das fordert, sollte auch kein Admin werden.

Vor die Wahl gestellt Thomas S. oder mir die Adminrechte zu entziehen wurde ich gekickt. Es zeigt sich praktisch: Potentielle Zusammenarbeit mit FaschistInnen wird höher gewertet als konsequente Abgrenzung gegen Menschen faschistischer Positionen.

Vervollständigt wird das Bild durch die Verteidigung Hörmanns durch Thomas S. und Dante F.. Hörmann stössts sich nicht an Nazis in seiner neu gegründeten Partei. Er hat einen Generalsekretär. welcher vom alle kontrollierenden Weltjudentum schwafelt und Hörmann zweifelt öffentlich am Holocaust. Zu guter Letzt wird er an einer Veranstaltung in Salzburg gemeinsam mit Burschenschaftlern, Esoterikern und VertreterInnen des Neoliberalismus auftreten.

Es zeigt sich: Solange solch eine Politik von Occupy Salzburg vertreten wird, tut Abgrenzung not. Abgrenzung von Occupy Salzburg, von der Verharmlosung des Faschismus und der Offenheit für rechtes Denken.

P.S.: Es soll hier explizit gesagt werden: Ich werfe weder Thomas S. noch Dante F. rechtsextremes Gedankengut vor. Ich denke dieses vertreten sie nicht. Ihnen gefällt es (laut eigenen Angaben) auch nicht. Das hindert sie nur nicht daran, irgendwelche Konsequenzen zu ziehen. Wer FaschistInnen kein Podium geben will, sollte es nicht bei dem „wollen“ bleiben lassen, sondern tätigt werden damit eine Bewegung nicht zum Podium für eben jene wird.

Update (5.2.2012 23.20):
Der Link auf dieses Blogposting wurde nun von Occupy Salzburg gelöscht und ich werde dort blockiert.

Weiters wird ein Song der Böhsen Onkelz (Ohne mich. „Antifa- Ihr könnt mich mal,ich lache über euch und ihr merkt es nicht mal, ihr kämpft gegen mich,wie lächerlich,denn euren wahren Feind den seht ihr nicht. „)  gepostet.

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Was nicht untergehen sollte #1

Posted in Was nicht untergehen sollte with tags , , , , , , , , , , , on Februar 1, 2012 by stefon

Es sammeln sich Texte an, die zu lesen es sich lohnt. Über die zu bloggen aber keine Zeit ist. Diese werden gesammelt und in unregelmässigen Abständen vorgestellt.

Wenn Teile der CDU mit dem Rechtspopulismus liebäugeln

Die „Aktion Linkstrend stoppen“ und die Abgrenzungsfrage – Der „Partnerlink“ zu Politically Incorrect ist mittlerweile von der Website der sächsischen Initiative Aktion Linkstrend stoppen entfernt. „Weisen Sie diese Gruppe in ihre Schranken und sorgen Sie für Mäßigung“, hatte gestern Martin Dulig, Chef der Sachsen-SPD, gefordert. Gerichtet war die Forderung an die Landesführung der CDU. Später war der PI-Link verschwunden. weiterlesen

Arbeit macht zunehmend psychisch krank

Besonders atypisch Beschäftigte leiden unter ihren Arbeitsbedingungen –
Glaubt man den Veröffentlichungen der Regierung und der Bundesagentur für Arbeit, dann müsste es den deutschen Arbeitnehmern so gut gehen wie schon lange nicht mehr. Nur 2,976 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr in Deutschland im Schnitt erwerbslos, das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren. „Das Jahr 2011 kann als das mit Abstand erfolgreichste Jahr für die Erwerbstätigen im wiedervereinigten Deutschland bezeichnet werden“, feiert beispielsweise Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt. Doch ein Blick hinter diese Erfolgszahlen zeigt: Für die arbeitende Bevölkerung in Deutschland sind keinesfalls goldene Zeiten angebrochen. weiterlesen

Tripple-Dip in Japan?

Auch Japan fällt nach einer kurzen Wachstumsphase wieder zurück in die Rezession weiterlesen

Salzburg: Rassistische und NS- Postings auf Facebook | weiterlesen

Kommunistische Agitation und der Wille zurechtkommen zu wollen | weiterlesen

FPÖ: Dickes Lob von der NPD

Die FPÖ hatte bei ihrem Neujahrstreffen in Salzburg nicht nur Unterstützung von den Jugendlichen mit ,,Landser“-Pulli, sondern auch von der bayrischen NPD. Das berichtet ,,blick nach rechts“ unter Berufung auf eine Pressemitteilung der NPD Bayern. weiterlesen

 

Nazis die bei Occupy Salzburg mitarbeiten? Warum denn nicht?

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , on Oktober 25, 2011 by stefon

Über Occupy Salzburg habe ich auf meinem Blog bereits berichtet (Demo Ankündigung, Versuch zu klären was Occupy Salzburg sein könnte).

Dieses Mal geht es jedoch darum, warum es mir nicht möglich ist an Occupy Salzburg in der derzeitigen Form mitzuarbeiten. Voraus möchte ich schicken: In diesem Blogposting geht es nicht um die Inhalte des Zeitgeist Movements. Sich mit diesen auseinanderszusetzen macht sicher Sinn (wie bei jeder Bewegung). In diesem Blogposting geht es um Positionen von Menschen die jedoch beim Zeitgeist Movement Salzburg aktiv sind.

Die Gründung einer neuer politische Gruppe/Bewegung/Plattform ist immer eine schwierige Sache. Besondes wenn sie sich aus einer Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Positionen, politischen Erfahrungen, etc ist. Während so einer Gründung/Etablierung finden natürlich Diskussionen zu vielerlei Dingen statt.

Heftig diskutiert wird und wurde in Occupy Salzburg die Frage: Wer darf mitmachen? Gemeint ist: Gibt es Menschen die von der Organisationgruppe ausgeschlossen werden dürfen? Ist jede inhaltliche Stellungnahme auf der Facebook Gruppe Occupy Salzburg bzw. auf Demos erwünscht und erlaubt?

Klar sollte eigentlich sein: Mit Nazis wird nicht zusammengearbeitet. Auch sollte die Frage „Dürfen sich FPÖlerInnen im Organisationteam engagieren bzw. ihre Inhalte auf Demos verbreiten?“ einfach zu beantworten sein. Schwierig wird es natürlich bei sehr religiösen Menschen, Menschen aus anderen Parteien, …

Welche Inhalte in Occupy Salzburg Platz haben dürfen und welche nicht, ist nicht leicht zu beantworten. So eine Grenze zu ziehen ist immer eine Sache der Diskussion und des Kompromisses. Jedoch gibt es bei Occupy Salzburg Menschen (namentlich Jakob O. und Tom S.) die sich nicht entscheiden können ob es so eine Grenze geben soll. bzw. ob zum Beispiel nicht auch Nazis das recht haben sollten mitzuarbeiten. Dies möchte ich mit ein paar Zitaten (aus einer längeren Facebook Diskussion) belegen

wenn mir ein totaler skinhead-neonazi mit hakenkreuz-tattoos hilft, schilder für eine demo zu basteln, auf denen sprüche stehen die zur 99%-bewegung passen, dann finde ich das super. weil erstens hat er damit dann etwas hilfreiches für die bewegung getan, zweitens hat diese arbeit vielleicht sein denken positiv beeinflusst, und drittens hat er in dieser zeit wenigstens keine ausländer verprügelt. (tom s.)

fände schade wenn man sich auf eine grenze einigen muss um andere auszugrenzen 😦 (Jakob O.)

wieso? wieso darf sich ein FPÖ/NPD-ler nicht an der organisation beteiligen, solange er auch dabei sein VERHALTEN von rechtsradikalen dingen sauber hält? (tom S.)

Noch klarer wird es, wenn ich folgende Frage stelle

ok also anders: wenn ne person mit nem tshirt in der gruppe oben ist auf dem steht „juden vergasen“. die person aber sonst brav mitarbeitet und diskutiert, dann passt das für dich und die person wird nicht rausgeschmissen?

„Antworten“ die ich darauf bekam (von Jakob O.)

Ich grenze keine MENSCHEN AUS ! ich grenze deren ideologien aus.. ist das verständlich ?

guter punkt …anders gefragt was ist den wenn der Moslem ein tshirt hat wo drauf steht.. es gibt nur einengott und das ist Allah.. !?

Nein guter punkt heist das das eine sehr schwierge frage ist 🙂 ( oder findest du die kann man beim doofen NAZI ja einfach regel und beim Fantaischen Moslem .. na ja da kann mans ja einfach mal übersehen !? )

so habe ich das aber nicht gesagt… eigentlich habe ich garnichts gesagt… ich habe sogar dir eine gegen frage gestellt … die du nicht beantwortest hast..

nö… “ kein will ich nicht sagen “ sonder ich wollte dir anhand eines beispiels eben aufzeigen.. das verschiede leute verschiede grenzen haben.. und es sehr schwer ist sich auf welche zu einigen… oder siehst du das anders… !?

(und so weiter und sofort)

Es zeigt sich: Es gibt keine klare Abgrenzung von rechten Denken – noch nicht mal von Menschen mit nationalsozialistischer Gesinnung. Ging es nach diesen zwei Personen, dürften in der Occupy Salzburg Gruppe Nazis mitarbeiten. Selbst wenn diese „Juden vergasen“ T-Shirts tragen bzw. diese Position auch verbal vertreten würden, wäre nicht klar ob das reichen würde, sie aus der Gruppe zu entfernen.

Mit solchen Personen ist eine Zusammenarbeit schlicht unmöglich. Und eine Gruppe wie Zeitgeist Movement Salzburg, sollte sich die Frage gefallen lassen, wie es sein kann dass solche Menschen dort aktiv sind. Tom S. ist beispielsweise nicht nur ein „kleiner“ Zeitgeist Movement Aktivist in Salzburg sondern im ganzen deutschsprachigen Raum aktiv.

Anmerkung: Wer sich selbst ein Bild über die Diskussion machen und sichergehen will dass ich keine Zitate aus dem Kontext gerissen habe, kann sich entweder die Diskussion direkt auf Facebook durchlesen oder die von mir durch Screenshots dokumentierte Diskussion runterladen.