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Resignation überall

Posted in medien, politik with tags , , , on Januar 10, 2008 by stefon

Wer Zeitung liest, der weiss es: PolitikerInnen verhalten sich konservativ, vorsichtig und wollen BürgerInnen nicht mit Komplizierten verwirren. Will der Bürger und die Bürgerin doch simple Antworten und Lösungen.  Und da sich die PolitikerInnen so verhalten ist es dem einfachen Bürger und der Bürgerin auch nur möglich resignierend mit den Händen im Schoss gefaltet dazusitzen und auf die nächsten Wahlen zu warten.

So scheint es zumindest zu sein glaubt mensch den Zeitungen und Medien dieses Landes. Und da betrifft es nicht nur die Krone und Österreich. Auch die Salzburger Nachrichten und auch der Standard ist betroffen. Ein Beispiel gefällig?

Die Affäre um die zurückgehaltene Feinstaub Studie in Graz. In einem Standard Kommentar schreibt Conrad Seidl genau von oben erwähnten.

… Nein, für die Abwehr einer potentiellen Bedrohung  durch radikalte Massnahme gibt es keinen Dank der Wähler. Die danken es allenfalls, wenn eine konkrete Gefahr gebannt wird….

Ist dort von einem Aufruf der BürgerInnen zu lesen? Von Emanzipation und Mitbestimmung? Nein… Es wird auf kluge PoltikerInnen gehofft. PolitikerInnen welche die WählerInnen in Unwissenheit belassen und im elitären Zirkel „das Richtige“ entscheiden.
Wozu das führt wissen wir ja.

Ich würde mir wünschen dass auch Massenmedien mehr die Macht der BürgerInnen aufzeigen und Mittel und Wege andeuten wie diese Macht eingesetzt werden kann.
Demos, BürgerInneninitiativen, privates Lobbying, …

Graz – Das neue Braunau

Posted in medien, politik, rassismus with tags , , , , , , on November 24, 2007 by stefon

Dass Wahlen nicht immer die besten Seiten von PolitikerInnen hervorbringen dürfte jedem und jeder bekannt sein. Dass es gewisse Parteien in Österreich gibt welche durch ihre Aussagen Kopfschütteln und Unbehagen auslöse auch.

Doch was vor der Gemeinderatswahl in Graz vor sich geht lässt bisher erlebtes in den Schatten treten. Denn dort tritt Susanne Winter für die Grazer FPÖ an. Dass es gegen AusländerInnen und für ÖsterreicherInnen gehen würde war klar.

Doch dabei bliebt es nicht. Ihre Themen für den Wahlkampf sind die „organisierte Bettelei“ und die „mangelnde Islambekämpfung“. Anstatt sich für Massnahmen gegen Armut einzusetzen (z.B. Streetworker) setzt sie sich das gleiche Ziel wie die Grazer BZÖ: „Graz von den BettlerInnen säubern.“

Alleine schon das Wort „Islambekämpfung“ zeigt in welche Richtung die Politk nach Meinung Susanne Winter’s gehen sollte. Kein Dialog sondern Konfrontation. „Clash of cultures“ in Reinform.

Interessant jedoch dass Susanne Winter im „Bürgermagazin“ „Wir Grazer“ gegen finanzielle Mittel für Integration ausspricht. Sie wettert gegen „Multi-Kulti-Ball“, den Grazer Migrantenbeirat und weiteren Projekten.
Was auch kein Wunder ist. Sollten diese Massnahmen Wirkung zeigen, wäre der Grazer FPÖ ein Thema verloren gegangen. Dialog zwischen Menschen verschiedener Kulturen ist es was sie fürchten.

Doch dem nicht genug im Falter Interview ist folgendes von ihr zu lesen: „Da ist etwas in Ihren Genen, das Sie noch nicht verarbeiten konnten. Sie können nichts dafür, weil erst jahrtausendelange Tradition bewirkt, dass man die eigene Tradition verarbeiten kann.

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