Archiv für Charlotte Jurkin

Lesetip #3

Posted in kapitalismus kritik, soziales with tags , , , , , , on Dezember 28, 2008 by stefon

Krankheitsbekämpfung und Persönlichkeitsformung
Interview mit Charlotte Jurk über Antidepressiva und Neoliberalismus
Depression ist eine Krankheit, die von den dunklen Seiten einer krisengeschüttelten Konkurrenzgesellschaft zeugt: Einsamkeit, Lethargie und Angstzuständen. Für die Pharmaunternehmen stellt sie einen riesigen Markt dar. Ein Effekt, den Charlotte Jurkin ihrem Buch „Der niedergeschlagene Mensch. Depression – Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung einer Diagnose“ untersucht hat.

n den USA wurde Prozac ganz offensiv als ,,Glücksdroge“ auf den Markt geworfen. 1990 – das neoliberale Programm hat seinen Siegeszug angetreten – schreibt der amerikanische Psychiater Peter Kramer ein Buch über Prozac: Jetzt endlich sei es möglich, die eigene Persönlichkeit zu formen. Wozu noch Depression? In Momenten der Schwäche oder der Krise führt diese Pille dazu, dass man sich wieder hineinstürzen kann in Genuss und Konkurrenzkampf.