Archiv für antisemitismus

Wie auf Worte Taten folgen…

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , , on März 12, 2010 by stefon

In meinem letzten Blogposting kritisierte ich das Hotel Schaffenrath sich zwar mit Worten von Rechtsextremismus zu distanzieren, dafür aber keine Taten folgen zu lassen. Konkret: Sich zwar distanzieren aber einen rechtsextremen Vortrag in den eigenen Räumlichkeiten zuzulassen.

Aber es bewegt sich doch. Auf der Homepage des Hotels Schaffenrath wurde angekündigt die Raummiete des Vortrags an die israelische Kultusgemeinde zu überweisen.
Jedoch war in diesem Artikel des Hotels folgendes zu lesen

Als Tagungshotel mit vielen Seminarmöglichkeiten sind wir gewohnt oftmals mehrere Veranstaltungen gleichzeitig unterzubringen. Es versteht sich von selbst, dass wir von den zahlreichen Events die behandelten Themen, welche im Raum bearbeitet oder vermittelt werden, nicht wissen.
Für den Inhalt ist alleinig der Veranstalter zuständig. Deshalb möchten wir auf diesem Wege festhalten, dass wir keinesfalls für Ausführungen von Vortragenden, sowie auch Wortmeldungen innerhalb einer Veranstaltung zuständig sind und lehnen diesbezüglich auch jegliche Verantwortung kategorisch ab. Im Rahmen unserer Leistungen stellen wir lediglich Raum und Bewirtung zur Verfügung.

Also: Keine Garantie dass nicht wieder rechtsextremes Gedankengut im Hotel verbreiten wird. Stunden später jedoch dieses Update

Wir informieren Sie hiermit, dass wir die unliebsamen Gegebenheiten vergangener Tage bereinigt und zu einem positiven Ergebnis gebracht haben: Es werden zukünftig keine Räumlichkeiten für Veranstaltungen dieser Art vermietet.

Mit guten Willen kann mensch das nun so interpretieren: Es werden keine Vorträge von Rechtsextremen mehr zugelassen. Genau darum geht es! Nun alles palletti?

Die Aussage wird nun im April auf die Probe gestellt.  Noch vor kurzen stand im Terminkalender des freiheitlichen Akademikerverbands ein Termin im Hotel Schaffenrath. Der Termin besteht weiters, die Örtlichkeit wird jedoch nicht mehr aufgeführt.

Unklar ist jedoch, ob nur die Örtlichkeit entfernt wurde und es weiterhin im Hotel Schaffenrath stattfinden wird. Oder ob das Hotel die Verantaltung nicht zugelassen hat.

Bitte helft dies herauszufinden:

Update:
Auf eine Twitter Anfrage bestätigt das Hotel Schaffenrath

@derstefon wie wir bereits auch schon auf unserem Blog erwähnt haben, wird die Veranstaltung im April NICHT in unseren Räumlichkeiten… [twitter.com]

So ganz klar ist das auf ihrem Blog zwar nicht herauszulesen. Aber es freut mich, dass die Veranstaltung bei ihnen keinen Platz findet. DANKE an alle die mitgetwittert/mailt/telefoniert/… haben!

Die grosse Unwissenheit ist überall

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , , , , on März 10, 2010 by stefon

Wie bereits berichtet fand am 9.3 im Hotel Schaffenrath in Salzburg ein rechtsextremistischer Vortrag von Richard Melisch statt.

Nach Berichten auf DerStandard.at und salzburg.orf.at über den antisemtischen Charakter des Vortrags stieg der Druck auf das Hotel Schaffenrath und auf den freiheitlichen Akademikerverband, welche Melisch eingeladen hatten.

Der freiheitliche Akademikerverband Salzburg bestritt von der Geisteshaltung Melischs zu wissen. Entweder muss mensch diesem Verein extreme Dummheit unterstellen: Wer lädt Menschen ein ohne diese zumindest gegoogelt zu haben (Rezession seines Buches, Vortrag bei der NPD).
Das wahrscheinlichere ist aber:  Sie lügen einfach! Denn schon im Jahr 2004 wurde in Wien Melisch zu einem Vortrag eingeladen. Und auch dieser Vortrag wurde vom FPÖ Akademikerverbund organisiert.
Fazit: Der freiheitliche Akademikerverbund lädt bewusst Rechtsextremisten ein!
Nun zum Ort des Vortrags, dem Hotel Schaffenrath. 6 Tage nach dem bekannt werden des Inhalts des Vortrags gab es keine Reaktion des Managements. Erst nach dem auf Twitter Aufruhr entstand und auf deren Twitter Account viele Fragen bezüglich fehlender Abgrenzung zum Rechtsextremismus aufkamen, reagierte das Hotel. Mit einer Twitter mit folgenden Inhalt:

Wir grenzen uns hiermit KLAR vom Rechtsextremismus ab!Der Raum wird bei uns gemietet,welche Topics darin behandelt werden wissen wir nicht [twitter.com]

Was an sich eine löbliche Aussage ist, verdreht sich ins Gegenteil, wenn daraus keine Konsequenz gezogen wird. Auf weitere Fragen per Twitter und Mail wurde nicht reagiert. Augen zu und durch scheint die Strategie zu sein. Dass es anders geht zeigt das Holiday Inn.

Von einer angemessenen Reaktion des Hotel Schaffenraths kann also nicht gesprochen werden. Spannend auch dies: Am 13 April wird es eine weitere Veranstaltung des freiheitlichen Akademikerverbands geben. Und bisher sieht es nicht so aus, als würde sich das Hotel von Veranstaltung dieser Grupperung distanzieren wollen.

In beiden Fällen ist die Strategie klar: Auf Unwissenheit machen, trotz bekannter Fakten. Ist dies bei einem freiheitlichen Akademikerverbands wenig verwunderlich, so ist es für ein Hotel Schaffenrath skandalös rechtes Treiben in den eigenen Räumlichkeiten einfach zuzulassen.

Mein Vorschlag:
Regelmässige Mails an info@amadehotel.at
Tägliche Twitter Anfragen an @hotel_salzburg
Telefonische Anfragen an das Hotel tel. +43 (0) 662 63900-0
LeserInnenbriefe an die Salzburger Nachrichten verfassen

Ziel muss es sein Rechtsextemismus keinen Raum zu geben verhetzende Aussagen zu verbreiten!

Hotel Schaffenrath kein Problem mit Rechtsextremismus?

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , , on März 9, 2010 by stefon

Über den Vortrag des Rechtsextremisten Richard Melisch in Salzburg in einem Vortrag veranstaltet des freiheitlichen Akademikerverbands habe ich bereits berichtet.

Mittlerweile berichtet auch der ORF über diese Veranstaltung

Der rechtsextreme Publizist Richard Melisch kommt am Dienstag Einladung des FPÖ-nahen Akademikerverbandes zu einem Vortrag nach Salzburg. Melisch ist laut Experten regelmäßig in Kontakt mit führenden Rechtsextremen. [salzburg.orf.at]

Stattfinden wird das ganze im Hotel Schaffenrath in Salzburg. Ich habe dem Hotel nun folgende Mail (info@amadehotel.at) geschickt, um herauszufinden, ob der Vortrag aus Unwissenheit oder aus fehlender Abgrenzung zum Rechtsextremismus in diesen Räumlichkeiten stattfinden darf.

Sehr geehrten Damen und Herren,

Wie ich auf DerStandard.at [1] lesen musste, veranstaltet der freiheitliche Akademikerverband [2] in ihrem Hotel Schaffenrath in Salzburg einen Vortrag. Den Vortrag hält Richard Melisch. Dieser Mann wurde schon von der deutschen NPD Partei zu mehreren Vorträgen eingeladen und schreibt antisemitische Bücher. Er ist also klar rechtsextremistisch.

Warum lassen sie so einen menschenverachtenden und hetzenden Menschen in ihrem Räumlichkeiten einen Vortrag halten? Ist es ihnen egal wenn in Ihrem Hotel über Juden und Jüdinnen gelästert wird?

Mit der Bitte um Aufklärung
Vorname Nachname

[1] http://derstandard.at/1267132257945/FPOe-laedt-Antisemiten-ein
[2] http://www.akademikerverband-salzburg.at/

Bisher habe ich keine Antwort erhalten (Mail wurde gestern verschickt). Bitte mailt auch ihr dem Hotel und zeigt dass rechter Gesinnung Raum geben keine Lappalie ist!

Update: Hotel Schaffenrath besitzt auch einen Twitter Account (hotel_salzburg)

Einzelfälle

Posted in politik, rassismus with tags , , , , , , , , , , , on Mai 14, 2009 by stefon

Ich berichte in diesem Blog ja öfter über rechte Politik und Repression in Österreich. Über diese Ereignisse ärgere ich mich oft und ausgiebig. Es gibt jedoch etwas, dass mich langsam immer mehr ärgert. Dieses Wort „Einzelfall“.

Egal was passiert, es ist immer ein „Einzelfall“. Sehen wir uns mal die Liste der Einzelfälle der letzten Zeit an

Die geringe Motivation der österreichischen Regierung (ÖVP/SPÖ) und der rechten Parteien (BZÖ/FPÖ) diese Vorgänge zu kritiseren und zu verurteilen macht die Sache nicht besser.
Ist aber auch nicht überaschend. FPÖ und BZÖ sind ja rechtskonservative bis rechtsextreme Parteien.
In der ÖVP herrscht in vielen Teilen rechtskonservatives Denken: ÖVP gegen neue EU-Bestimmungen für Asylwerber
Und die SPÖ hat ja selbst Martin Graf als 3. Nationalratspräsidenten gewählt.

Einzelfälle sind es nicht, es ist eine Entwicklung. Von rechten Gedankengut in die Mitte des politschen Alltags.

Meldestelle für NS-Wiederbetätigung

Posted in aktivismus, politik with tags , , , , , , , on November 29, 2008 by stefon

Die Meldestelle für NS-Wiederbetätigung besitzt eine kleine Seite im Web die auch eine E-Mail Adressen für Hinweise auf Wiederbetätigung enthält:
ns-wiederbetaetigung@mail.bmi.gv.at

Warum ich dies erwähne: Am 23.11 habe ich an diese Adresse eine Mail mit dem Hinweis auf einen Homepage Artikel von Karl-Heinz Klement geschickt, auf dem er einen antisemitischen verhetzenden Artikel präsentiert ohne sich davon zu distanzieren.

Bisher habe ich noch keine Antwort erhalten, ich werde ihnen nach 7 Tagen eine weitere Mail schicken und sie fragen ob sie etwas dagegen tun wollen.
Ich würde mir wünschen dass mehr Menschen eine Mail schreiben und zeigen dass solches Gedankengut nicht akzeptabel ist!

Anbei meine Mail. Bitte umformulieren damit es nicht so aussieht, als würde ich von verschiedenen E-Mail Adressen schicken.

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Klement würde gerne Juden mit einem Tritt aus dem Leben entfernen

Posted in aktivismus, politik, rassismus with tags , , , , , , , on November 23, 2008 by stefon

Auch beim Ableben führender Juden, … – hält sich echte Trauer in überschaubaren Grenzen. Sieht man von einigen Krokodilstränen der etablierten Politikergilde ab, ist in solchen Fällen neben der oben genannten Gleichgültigkeit eher Erleichterung oder Heiterkeit der Fall.
… Wenn es in diesem Fall überhaupt einen echten Grund des Bedauerns gibt, dann allenfalls deshalb, weil man selber nicht persönlich in der Lage gewesen ist, solch illustren Leuchten unseres Gemeinwesens den letzten Tritt in den Hintern zu geben.

Karl-Heinz Klement (Ex FPÖ Politiker) bedauert es also, nicht selbst Hand am Tod von Juden und Jüdinnen angelegt zu haben. Er zitiert einen Altermedia Artikel und findet ihn auch gut.  Selber seinen Erguss lesen.

Wenn man dort daher meint erinnern zu müssen, dass im April 1938 99,7 Prozent der Österreicher in freier Wahl für den Anschluss an Deutschland stimmten und später in Wehrmacht und SS ihren Beitrag zum Kampf um Deutschland leisteten, was in Israel natürlich mit Judenmord identisch gesehen wird, dann können wir unseren jüdischen Freunden nur sagen: Hier könnt ihr mal sehen, dass die Geschichte noch längst nicht zu Ende ist und man nicht glauben solle, nur weil einige Regierungen sich vor Zionistenhörigkeit förmlich überschlagen, ihre Völker dies auch tun.

Die israelische Presse meint, dass die Österreicher nichts aus der Geschichte gelernt haben, hm, vielleicht ist es aber auch so, dass noch Andere nicht aus der Geschichte gelernt haben. Ja mehr noch, dass ihnen eine Lektion der Geschichte nicht gelangt hat, sie partout Wert darauf legen, dass man ihnen noch eine zweite bereitet.

Also Klement wartet auf den zweiten Holocaust? Klement meint die ÖsterreicherInnen waren gute Deutsche?
Was ist notwendig in Österreich um einen Menschen wegen Aufhetzung und Antisemitismus zu verklagen?
Zwecks Vernetzung und Planung dieser Klage bitte mit mir Kontakt aufnehmen.

Aus diesen Worten (denen Klement zustimmt) ist zu lesen. Er ist ein Nazi. Punktum.
Selber seinen Erguss lesen.

Für die Info dank an Agitpop.