Lesetips zum Thema #brexit


#brexit

Über den #brexit wurde schon viel gesagt und Ihr habt bestimmt schon viel darüber gelesen: Wie schlimm der stärker werdende Nationalismus ist. Wie gut es ist, dass die Bevölkerung wieder mehr Kontrolle über ihr Land hat. Viele Argumente und Meinungen, welche die Brit*innen als undankbares selbstsüchtiges Volk sehen, viele Argumente und Meinungen, welche die Brit*innen als nun unabhängiges und freieres Volk sehen. Kurz gesagt: Positionen die pro #brexit und solche die contra #brexit sind.

Was aber all diese Positionen gemeinsam haben ist die Überlegungen, ob eine*r jetzt FÜR oder GEGEN den #brexit sein soll. Ob es Sinn macht sich diese Frage zu stellen, diese Überlegung wird selten gemacht.

In den folgenden drei Empfehlungen für (kurze) Texte zum Thema #brexit, sollen Argumente dafür fallen, dass die Positionierung für/gegen #brexit keine vernünftige und erstrebenswerte ist.

Im ersten Text auf dem Lower Classs Magazin Blog mit dem Titel Besser ohne EU? – Zur Brexit-Debatte geht es um die Argumente die in GB selbst für den #bremain bzw. den #brexit geführt wurden. Es wird Hinweise gegeben, welche zu folgenden Fazit führen:

Sich zum Brexit zu verhalten, hieße die Fragestellung nach dem Vorankommen Großbritanniens zu akzeptieren. Stattdessen ist dieses Vorankommen in der einen oder anderen Variante zu kritisieren, denn es ist immer ein kapitalistisches Vorankommen dieses Staates – mit aller imperialistischen Kalkulation, die das mit sich bringt. Und hier ist es die Fragestellung, ob man mit einer Unterordnung der Souveränität unter ein Staatenbündnis EU in der Welt besser die eigenen Maßstäbe setzen kann, weil man nicht alleine auftritt. Oder ob es diese Teil-Unterordnung unter das Projekt nicht wert ist und man besser getrennt davon die eigene Politik gestalten will.

Die zwei folgenden (kürzeren) Texte sind auf der Website des Herrn Keiner zu finden. Der erste Text „Europas Politiker geben sich besorgt: Warum haben die englischen Arbeiter gegen Europa gestimmt?“ beschäftigt sich mit der Sorge von britischen Sozialdemokrati*innen über das „nationalistische Stimmverhalten“ der Arbeiter*innen.

Natürlich haben sich vor allem diejenigen Politiker zu Wort gemeldet, die sich zum „linken Lager“ rechnen und nun „enttäuscht“ darauf reagieren, dass ausgerechnet die traditionellen Anhänger der englischen Labour-Partei ins Lager der antieuropäischen Nationalisten gewechselt sind. „Wieso ist den einfachen Menschen das Projekt Europa nur so schwer zu vermitteln?“ hört man besagte Politiker sinnieren, die sich offensichtlich darüber wundern, dass ihre Lüge nicht immer umstandslos verfängt, dass das Projekt Europa auch für die arbeitende Klasse eine „große Zukunft“ bereit hält.

Im letzten Artikel „Britische Volksabstimmung gegen Europa: Über das Märchen von den „guten“ und den „schlechten Europäern““ dreht sich alles um die Frage: Sind die Brit*innen jetzt nun alles Egoit*innen und fehlt ihnen der Gemeinsinn?

So konnte man es immer wieder lesen: Für die maßgeblichen Presseorgane dieses Landes sind „die Briten“ als durch und durch „schlechte Europäer“ ausgemacht. Woran man das erkennt? An ihrem ausgeprägten „nationalen Egoismus“, an dem „dauernden Herumnörgeln“ an Europa sowie an einer „tiefsitzenden Skepsis“ gegenüber „allen Formen der Vertiefung“ unserer feinen europäischen Gemeinschaft. „Rosinenpicker“ sollen sie sein, diese Briten, welche die „guten“ europäischen Staaten ständig damit genervt haben, möglichst wenig für Europa tun, aber möglichst viel aus der Union für das eigene Land herausholen zu wollen.

Viel Spass beim Lesen wünsche ich Euch und natürlich her mit Eurer Kritik an den Texten bzw. Euren Leseempfehlungen zu dem Thema!

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