Auch der ORF erkennt: Bio- und Fairtrade ist auch keine Lösung?


Vor kurzem wurde ich auf orf.at überrascht. Wurde doch glatt ein Artikel verlinkt, der es wagt Kritik an der üblichen Konsumkritik (sprich: es wird zuviel und oder das falsche konsumiert) zu üben. Die Zusammenfassung auf orf.at liest sich folgendermassen

Woher das Essen auf unserem Teller kommt, wissen wir zumeist nicht. Eine nachhaltige Herstellung von Lebensmitteln wird zwar oft gepredigt, aber selten praktiziert.

Wer sie wirklich will, müsse nicht nur die Konsumlogik überwinden, sondern auch politisch aktiv werden, meint die Kulturwissenschaftlerin Gabriele Sorgo in einem ORF.at-Interview. „Bio“ werde von denen, die es sich leisten können, oft nur für die eigene Gesundheit und zur Gewissensberuhigung gekauft.
[Quelle: Warum „bio“ oft egoistisch ist]

Die Vorfreude war groß, die Ernüchterung ebenfalls. Der volle Artikel auf science.orf.at ist ein gutes Beispiel was passiert, wenn mensch vor der eigenen Kritik zurück schreckt. Der erste Teil des Artikels dreht sich um die Beziehung des Menschen zur Nahrung. Dann geht  um die Art und Weise wie Ernährung in unserer Gesellschaft produziert wird.

orf: Sie sagen auch, dass der ungerechte Tausch, der sich aus dieser Produktion ergibt, Ressourcen bei den Benachteiligten zerstört und gleichzeitig die ethischen Fundamente der Konsumenten erschüttert. Können Sie das noch näher ausführen?

Und hier gibt Gabriele Sorgo auch (gar keine so schlechte) Antwort: Individuelles Kaufverhalten ist keine Lösung für dieses Problem.

Bio wird von den meisten als Feigenblatt genützt. Damit lässt sich auch das eigene schlechte Gewissen gut „wegkaufen“. Das ist aber eine sehr egoistische Sache: Ich tröste mein Gewissen und sorge für meine Gesundheit und die meiner Kinder. Zudem sind die Bedingungen der Biobauern auch nicht sonderlich glücklich. Die stehen unter demselben Zugzwang wie die anderen Bauern. Auch dort gibt es Massentierhaltung. Was ich sagen möchte: Kauft Bio, aber glaubt nicht, dass ihr damit die Welt verändert! Dafür müsst ihr auch politisch aktiv werden – aber das kann man nicht alleine. Denn die Grundprinzipien der Nahrungsmittelherstellung werden sich anders nicht ändern.

Doch was sind nun diese „Grundprinzipien“ der Nahrungsmittelherstellung in unserer Gesellschaft. Hier wird deutlich, was ich mit dem zurückschrecken vor der eigenen Kritik meine.

Ich will hier keine Verschwörungstheorien entwickeln. Aber man kann schon sagen, dass es Mächte und Kräfte gibt, die großes Interesse daran haben, dass der Absatz und der Profit steigen. Und aus dieser Logik heraus ist der Weltmarkt entstanden. Was tut der Weltmarkt? Er schaut, dass aus billigsten Zutaten ein möglichst teures Produkt hergestellt wird. An Orten, wo für die Arbeit wenig bezahlt wird. Und was wir momentan erleben, ist, dass die Produktionsstätten ständig verlegt werden, dass die Arbeiter meistens unzufrieden sind, dass die Ressourcen weltweit geplündert werden, um sehr viele Dinge herzustellen, die die meisten Menschen in Wirklichkeit gar nicht brauchen – und die sie auch nicht glücklich machen. Nur das wissen sie nicht.

Sie schreckt davor zurück klar zu sagen: In dieser Gesellschaft werden Waren von Unternehmen produziert, deren Ziel es nicht ist, die Bedürfnisse der Menschen sinnvoll zu befriedigen, sondern deren Zweck und zugleich einzige Möglichkeit zur Existenz (in dieser so organisierten Gesellschaft) die Produktion von Profit ist. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern das ist gelebter Alltag. Jeder Einkauf, jeder Arbeitstag ist gelebtes Zeugnis dieser Funktionsweise in unserer Gesellschaft. Wer arbeiten geht um Lohn zu verdienen, wurde angestellt den Reichtum anderer (der Firma) zu mehren. Waren werden nur verkauft, solange dabei ein Profit verbucht werden kann. Wer Kritik an dieser Art von wirtschaften hat, sollte nicht Verschwörungstheorien sprechen, sondern die Grundlage dieser Wirtschaft, Privateigentum, Tausch und daraus folgend das Geldsystem kritisieren.

Doch soweit wollte diese Wissenschafterin nicht gehen. Daher ist es nur logisch, anstatt des einen „K“ (apitalismus), das andere „K“(onsumismus) zu kritisieren.

Und es ist genau das, was Labels und Marken vermitteln: „Du brauchst nicht nachdenken, kauf dieses Produkt.“ Das bewegt sich trotzdem alles innerhalb dieser Konsumlogik. Was wir aber brauchen, ist eine Kritik am Konsumismus und ein Ende davon.

Also: Anstatt Kapitalismus für das zu kritisieren was er ist, wird der Konsum der Menschen kritisiert. Wer Interesse an einer (in meinen Augen) vernünftige Kritik an Konsumkritik hat, verweise ich auf meine „Konsumkritik Verwarnung’s“ – Seite (kleines Kätzchen inklusive).

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12 Antworten to “Auch der ORF erkennt: Bio- und Fairtrade ist auch keine Lösung?”

  1. Hallo! Guter Artikel.
    „…die Grundlage dieser Wirtschaft, Privateigentum, Tausch und daraus folgend das Geldsystem kritisieren…“ Wahr ist auch, dass eine kapitalistische Wirtschaft eben auch die Grundlage eines freiheitlichen demokratischen Systems ist. das Problem der Linken ist, meiner Meinung nach, dass Sie den Kapitalismus grundsaetzlich angreift. Ehrlicher waere es, den Kapitalismus von Korruption und politischem Missbrauch zu befreien. Jegliche Form einer kollektivistischen Gesellschaft ist gegen die menschliche Natur. Warum den Menschen an ein System anpassen wollen?
    Und warum ein generell erfolgreiches System mit einem gescheiterten Vermischen?
    Respektvoll, MFG

    • Wahr ist auch, dass eine kapitalistische Wirtschaft eben auch die Grundlage eines freiheitlichen demokratischen Systems ist.
      Magst du das kurz ausführen?

      Ehrlicher waere es, den Kapitalismus von Korruption und politischem Missbrauch zu befreien.
      Da ist ja eben der Punkt den ich im Artikel mache. Nicht Korruption und politischer Missbrauch ist das grundlegende Problem. Sondern die Art und Weise wie eben die Wirtschaft funktioniert und worauf sie basiert: Konkurrenz und Privateigentum.

      Jegliche Form einer kollektivistischen Gesellschaft ist gegen die menschliche Natur. Warum den Menschen an ein System anpassen wollen?
      Bitte das Argument ausführen

      Und warum ein generell erfolgreiches System mit einem gescheiterten Vermischen?
      Auch hier ausführen. Ich vermute gemeint ist: Realsozialismus hat nicht geklappt, also müssen wir bei der kapitalistischen Gesellschaft bleiben. Falls das so gemeint war: Auch im Realsozialismus wurde gekauft/verkauft. Also trifft das nicht meine geäusserte Kritik.

      Ganz generell: Selbst wenn es Alternativen gegeben hat, die nicht geklappt haben, ist das ja kein Argument für das festhalten des jetzigen. Auch die Demokratie wurde öfters versucht und ist oft gescheitert. Und trotzdem wird und wurde es weiter umgesetzt bis es mal geklappt hat (und nein, das soll kein Lob auf die parlamentarische Demokratie sein).

  2. HALLO!! Also:
    „…Magst du das kurz ausführen…?“
    Bei den Kernthemen wird „KURZ“ schwierig. Ich veruche es mit Hilfe Ihres Verstaendnis.

    1. „…worauf sie basiert: Konkurrenz und Privateigentum….“
    Wettbewerb und Produktivitaet sind die Haupteigenschaften der menschl. Spezies. Der Mensch hat keine „automatischen“ Ueberlebensmechanismen wie das Tier und nur durch aktives, planvolles Handeln.erwirbt er sich Moral und Werte (Aristotels: Menschen werden erst durch Zielsetzung zum ethischen Handeln fähig). Mit Besitz, den er sich durch seine Produktivitaet und Talente erwirbt, kommt die Selbstverantwortung. Daraus ergibt sich die Antwort zu:

    .2. „…Warum den Menschen an ein System anpassen wollen?…“
    Weil eben eine Gesellschaft welche die natuerliche Entwicklung des Einzelnen behindert, eine Un-Mensch-liche ist. (lesen Sie dazu „DER MYTHOS DES ALLGEMEINWOHLS“ in meinem Blog). Kollektivistische Systeme scheiterten gerade durch die Behinderung der Muehen und Talente ihrer Buerger. (Der Russische Weltraumerfolg z.B. selbst gelang nur durch brutalste Anwendung faschistischer Methoden, Elite-Selektionen, Industriespionage und kapitalistischer Ausbeuterei).

    3. „…Auch im Realsozialismus wurde gekauft/verkauft. Also trifft das nicht meine geäusserte Kritik…“ Hier fehlt Ihnen der Syllogismus! Wenn ein System trotz vieler Varianten (vom Kubanischen Syndikalismus, ueber die DDR, bis hin zum Kambodschanischen Steinzeitkommunismus) durch kapitalstische Kruecken ueberhaupt erst existenzfaehig waren (wie Sie selbst zugeben) und je mehr kapitalistische Elemente genutzt wurden, desto laenger die Lebenszeit dieser Systeme war, bedeutet das nicht, dass MEHR Kapitalismus besser wirkt als WENIGER?
    Frage: Warum beschaeftigt man sich mit mehr Sozialismus, als eher mit einem Besseren, reineren Kapitalismus (den es bis jetzt uebrigens noch nirgendwo gab, aus dem Grunde, dass er eben eine DEMOKRATISCHE Wirtschaftsform ist, in der man Menschen nicht zu experimentellen Lebensweisen zwingen kann, wie in einem sozialistischen, autoritaeren System!!!)

    4. „…Auch die Demokratie wurde öfters versucht und ist oft gescheitert…“ Die D. ist auch eine Staatsform, kein Wirtschaftssytem und unterliegt anderen Machtentitaeten. Eine freie Wirtschaft ist aber Vorbedingung zur D.

    Zu weiteren Argumenten, bitte lesen Sie auch in meinem Blog:
    „FEUDAL-SOZIALISMUS VS. KAPITALISMUS“ und
    „DIE MORALITAT DER ARMUT“.

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.
    Beste Gruesse

    • Wettbewerb und Produktivitaet sind die Haupteigenschaften der menschl. Spezies. Der Mensch hat keine “automatischen” Ueberlebensmechanismen wie das Tier und nur durch aktives, planvolles Handeln.erwirbt er sich Moral und Werte (Aristotels: Menschen werden erst durch Zielsetzung zum ethischen Handeln fähig).

      Dass aktives und planvolles Handeln etwas charakteristisch menschliches ist, da stimme ich zu. Was dass jedoch mit Wettbewerb zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Denn aus planvollen Handeln folgt nicht zwangsläufig Wettbewerb.

      Warum Produktivität eine Eigenschaft des Menschen sein sollte, ist auch unklar. Geht es dabei um : „der Mensch muss die Natur bearbeiten um seine Bedürfnisse zu stillen“? Wenn ja: Stimme ich zu. Geht es jedoch um Produktivität im Sinne von Profit vermehren im Kapitalismus, ist das eine ganz andere Sache.

      Das Thema „Moral und Werte“ würde ich gerne aussen vorlassen für den Moment.

      Mit Besitz, den er sich durch seine Produktivitaet und Talente erwirbt

      Privateigentum und Besitz ist sogar in der unsrigen jetzigen Gesellschaft etwas anderes. Besitz hat etwas mit benutzen zu tun. Eigentum ist ein rechtlicher Status, der mir erlaubt mit einem Ding zu tun was ich will, egal ob das nützlich ist für andere Menschen oder nicht. (Bsp: Ein Brot verschimmeln lassen, obwohl ein Mensch nebem mir hungrig ist)

      Weil eben eine Gesellschaft welche die natuerliche Entwicklung des Einzelnen behindert, eine Un-Mensch-liche ist.
      Da ich oben schon Zweifel anmelde ob Konkurrenz und Privateigentum etwas „natürlich“ menschliches ist, macht es wenig Sinn über den Rest zu diskutieren. Klar ist nämlich: Dass der Mensch sich nicht mittels Subsistenzwirtschaft, sondern Tausch und Geld versorgt, ist eine „neue“ Entwicklung in der Menschheit. Das gibt es nicht „seit Tausenden“ von Jahren. Und selbst wenn es so wäre, wäre es ein schlechtes Argument von der „Natürlichkeit“ des Menschen zu reden. Denn unsere jetzige Gesellschaft hat mit der vor 300 oder vor 3000 Jahren wenig gleich. Was soll also „natürlich“ bedeuten?

      Nur kurz zu dem noch:
      Eine freie Wirtschaft ist aber Vorbedingung zur D.
      Ich würde es ähnlich aber anders sagen: Eine parlamentarische Demokratie passt sehr gut zu einer kapitalistischen Wirtschaftsform. Wird jedoch diese Art von Wirtschaften bedroht, dann treten entweder Notstandsgesetze (die ja in der Verfassung verankert sind) ein oder (wenn es hart auf hart geht) kann es einen Übergang zum Faschismus geben.

      Parlamentarische Demokratie ist halt eben die passende Herrschaftsform für eine Wirtschaft, in der die Interessen aller Leute aufeinander prallen.
      Behauptung ohne näher auszuführen: In einer sinnvoll organisierten Wirtschaft, in der es um Kooperation und die Deckung der Bedürfnisse und nicht um Konkurrenz und Mehrung des Profits geht, braucht es diese Herrschaftsform nicht. Da wird gemeinsam organisiert was notwendig ist, aber Interessen gegen andere durchsetzen Tag für Tag ist dann nicht mehr notwendig.

      • Vielen Dank fuer Ihre Ausfuehrungen.
        Generell ist das Hindernis unserer Diskussion, dass Ihre Argumente meist nicht auf sachlichen, sondern ideologischen Praemissen stehen und an einfachen Syllogismen scheitern.

        Der gesamte Kosmos existiert durch Wettbewerb! Schwerkraft vs. Fliehkraft / plus vs. minus / ying vs. yang, usw. Der (politisch total unverdaechtige) Soziologe K. Mannheim schrieb in seiner Entwicklung eines ”Dritten Wegs”, ueber die Notwendigkeit der Selektion einer Elite zur Verwaltung der Institutionen. Wettbewerb ist die Grundlage jeder Selektion. Wie saehe Ihre gesellschaftliche Fuehrung aus? Ein Kommittee aus HartzIV-Empfaenger und Sozialarbeiter?

        Produktive Ziele sind nicht immer “Geld”. Produktive Menschen schreiben auch Buecher, entwickeln Formeln oder bauen Waisenhaeuser in Afrika – jeder gemaess seinen Anlagen. Ohne das “Eine” gaebe es eben auch nicht das “Andere”. Einer wird Bill Gates, einer Albert Schweitzer. (Kein Kommunismus hat uebrigens jemals jemand vom menschlichen Kaliber eines Albert Schweitzers oder Ghandi hervorgebracht – nur tote Maertyrer). Wem wollen Sie das Recht zur Entscheidung ueber die menschlichen Amitionen uebertragen?

        “Das Thema Moral und Werte…”
        Das ist doch elementar DAS um was es Ihnen und ALLEN Menschen geht! Ihr Beispiel “verschimmeltes Brot” waegt Eigentum gegen moralische Verpflichtung – der Schluessel!

        Ihr Drittletzter Paragraph ist zu unklar. Z.B. schrieb ich nicht, dass Eigentum ein “natuerliches” Recht sei. Es ist eine menschliche Institution, wie alle anderen Rechte – ausser das auf Leben und Freiheit. Auch verwechseln Sie in diesem Absatz gesellschaftliche Aenderungen, die auf strukturellen und technologischen Fortschritte beruhen mit menschlichen, unveraendert gebleibenen Eigenschaften.

        “…einen Übergang zum Faschismus geben…” sorgen Sie sich, schreiben aber gleichzeitig:
        “…In einer sinnvoll organisierten Wirtschaft, in der es um Kooperation und die Deckung der Bedürfnisse und nicht um Konkurrenz und Mehrung des Profits geht…” Ist Ihnen klar, dass gerade diese Idee die Mutter des Faschismus (und Kommunismus) war/ist? Wer soll der „Herr der Werte“ sein? Ein neues Machtsystem?

        “…Wirtschaft, in der die Interessen aller Leute aufeinander prallen…” Genau! Das tun sie aber nur in einer nicht gleichberechtigten Mischwirtschaft in der einige durch Beziehungen und Korruption Vorteile ueber andere erwerben. Das ist kein Fehler des Autos, sondern des Fahrers. Deswegen sollten wir aber nicht alle auf Fahrraeder umsteigen muessen.

        Nicht herablassend gemeint, fuer eine witere sinnvolle Diskussion, denke ich, muessten wir uns auf gleicher Ebene der Anthropologie, Soziologie, und Geschichte befinden. Werke von Kardiner (The Individuum And His Society), Francis Fukuyama (The Origins Of Political Order) Karl Mannheim (Freedom, Power & Democratic Planning) und Alexis de Tocqueville (Ueber Demokratie) waeren hilfreich. Alles absolut keine “konservativen“ Schriften. Habe ja auch Marx, Lenin, Prodhon, Bentham usw. Gelesen.
        Respektvoll und mit Dank.

        • dass Ihre Argumente meist nicht auf sachlichen, sondern ideologischen Praemissen stehen und an einfachen Syllogismen scheitern.

          Ähmm.. SIE behaupten dass der Menschen „natürlicherweise“ gewisse Eigenschaften hat ohne es zu argumentieren. Das fällt für mich unter Ideologie. Ich versuche ökonomisch zu argumentieren.

          Der gesamte Kosmos existiert durch Wettbewerb! Schwerkraft vs. Fliehkraft / plus vs. minus / ying vs. yang,
          Ich zitiere sie selbst:
          Ihre Argumente meist nicht auf sachlichen, sondern ideologischen Praemissen stehen

          Nicht herablassend gemeint, fuer eine witere sinnvolle Diskussion, denke ich, muessten wir uns auf gleicher Ebene der Anthropologie, Soziologie, und Geschichte befinden. Werke von Kardiner (The Individuum And His Society), Francis Fukuyama (The Origins Of Political Order) Karl Mannheim (Freedom, Power & Democratic Planning) und Alexis de Tocqueville (Ueber Demokratie) waeren hilfreich. Alles absolut keine “konservativen“ Schriften. Habe ja auch Marx, Lenin, Prodhon, Bentham usw. Gelesen.

          Ich diskutiere der Argumente willen und finde dass Name-Droping in einer vernünftigten Diskussion wenig Sinn macht. Denn egal wer etwas gesagt hat, der INHALT der Aussage sollte relevant sein. Egal ob ich, Sie oder Marx das Argument bringt.

  3. nevermore Says:

    An bestimmten Problemen (z.B. Speziesismus) ist tatsächlich NICHT der Kapitalismus schuld, sondern der Konsument. In diesen Fällen ist Konsumkritik berechtigt und benötigt!

  4. TheGurkenkaiser Says:

    wenn man den fall „Brot verschimmeln lassen statt an hungernde geben um den profit zu erhalten“ zur moralischen Frage macht zeigt sich eigentlich schon das grundsätzliche Problem: Im prinzip tut mir das doch nicht im geringsten weh, den hungerndenw as abzugeben. erst das system, das mich zwingt auf den profit zu achten, macht diese banale sache zu einem „moralischen dilemma“ (oder wie man es nennen will). anstatt zeit damit zu verschwenden dieses dilemma zu erörtern wäre es doch am rationalsten, diese system abzuschaffen. Unterm Strich ist es also ein künstlich herbeigeführtes pseudo-dilemma und hat nichts mit moral zu tun.

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