Hans Rauscher: USA befreit Vietnam von Massenmörder


In einem aktuellen Einserkastl im derStandard.at hat Hans Rauscher, über dessen journalistischen Machwerke ich bereits ein paar Mal geschrieben habe, wieder etwas tolles von sich gegeben. Er berichtet über die Bestrebungen, Chavez nach seinem Tod einzubalsamieren und im Zuge dessen fällt ihm nichts Dämlicheres ein als Ho Chi Minh, einen vietnamesischen Politiker während des Kriegs der USA gegen den Vietnam, als Massenmörder zu bezeichnen.

Ho Chi MinhChávez war kein Massenmörder wie Lenin, Ho und Mao und auch kein totalitärer Herrscher.

Gerade beim Vietnamkrieg in der die USA massivst Massaker an der vietnamesischen Bevölkerung begangen hat, fällt ihm natürlich ein „kommunistischer Massenmörder“ ein. Danke Rauscher: Wir wissen ja eh, was sich Demokratie schimpft und wo Kapitalismus drin steckt kann nicht schlecht sein.  Egal ob diese Angriffskriege führen und dabei Massaker verüben oder ob sie unliebsame Menschen im Mittelmeer verrecken lassen oder sie am Grenzzau erschiessen, ob sie Waffen an Diktatoren verkaufen usw usf. Und es zeigt auch wieder was vom derStandard zu halten ist.

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11 Antworten to “Hans Rauscher: USA befreit Vietnam von Massenmörder”

  1. Du bist also der Meinung, dass die Gegner von Massenmörder keine Massenmörder sein können?

    • Nö, sag ich ja gar nicht. Was ich zeigen will, ist dass Rauscher gleiche Dinge (das Töten von Menschen) unterschiedlich bewertet je nachdem ob es von einem „freiheitlichen“ Regime passiert oder von bösen bösen Diktatoren/Populisten/….

      Das ist beim Vietnamkrieg halt noch peinlicher, weil da ja die Massaker der USA super dokumentiert sind. Aber Nixon(?) würde er halt nie als Massenmörder bezeichnen. Präsident einer Demokratie kann sowas laut Rauscher auch nie sein.

  2. alphachamber Says:

    Hallo!
    Im Prinzip haben SIe meine Sympathie, besonders was die US in Vietnam anbelangt. Aber schlechte Argumente der einen Seite werden durch fehlende Syllogismen der anderen nicht besser.

    • Welche Argumente sind denn nicht passend? Würde mich über eine etwas konkrete Kritik freuen.

      • alphachamber Says:

        Zwei riesige Komplexe werden hier etwas arg vermischt. Das ist die APO-Ideologie der 60/70er Jahre, die alles rechts vom Marxismus in einen Topf warf. Die Geschichte des Nam-Konflikts ist nicht so gradlinig wie die Darstellung der Medien. US „erbten“ ihn von den Franzosen. Die Faktoren der Demokratie und des Kapitalismus kamen spaeter ins Spiel, in unterschiedlichen Rollen.
        Natuerlich sind die Handlungen der US „super dokumentiert“, weil neben jedem GI ein News-Reporter mitrannte, waehrend die Viet-Minh eben nur Propagandafilme zeigten. Ich habe das Ende 1972 erlebt und danach die Massaker in Cambodia.
        Haetten die Kommunisten die Waffen der US besaessen, waeren sie auch zum Einsatz gekommen (Siehe China vs. Viet-Nam, Russland vs. Afghanistan und Tschechnien, u.s.w., u.s.w.). Ich finde, man sollte behandelt diese Themen richtig behandeln, oder garnicht. Das ist unfair zu den Opfern beider Seiten.
        Beste Gruesse.

        • Du argumentierst da gegen etwas, dass ich gar nicht gesagt habe. Du findest in meinem Blogeintrag das Argument „Ho Chi Minh war gut und die USA böse“ nicht. Den Punkt den ich machen will, ist dass genau diese einseitige Position Rauscher hat. Und dass er eben das Wort Massenmörder eben nicht im Zusammenhang eines demokratisch/kapitalistischen Staats verwenden würde.

          (Manche Punkte von dir wären diskussionswürdig denke ich, aber wie schon erwähnt: Um diese gehts in dem Blogeintrag nicht. Es geht um die Hetze von Rauscher)

          • alphachamber Says:

            Danke fuer Ihre Antwort. Das habe ich schon verstanden.
            “Ho Chi Minh war gut und die USA böse” haben Sie nicht geschrieben – und ich aber auch nicht.
            Wichtig war mir die Gelegenheit fuer rationale Argumente, die ich auf beiden Seiten vermisste.
            Rauscher schreibt wie ein Kretin – leider provozieren solche Menschen zu aehnlichen Gegenleistungen. Die „Rauschers“ schreiben gerne, obwohl sie eigentlich viel mehr lesen sollten .
            Gruesse

            • Nochmal: Was für rationale Argumente fehlen bei meinem Blogposting? Sorry dass ich so pingelig bin. Aber mehr als die Kritik „Rauscher treibt bewusst und wiedermal Hetze“ habe ich gar nicht gebracht.

        • Marcel Zenner Says:

          Eine Ebschaft kann man auch ablehnen, das haben die USA wohlweislich nicht getan.

          • Hallo!
            Ich nehme an, Sie beziehen sich auf meinen Kommentar vom Maerz 12.
            Ich habe deshalb auch „erbten“, nicht erbten geschrieben. Ausserdem, wer Politsche Geschichte kennt sollte wissen, dass es Entwicklungen gibt welche Nationen von den Umstaenden, Ereigniss, Buendnisse, etc. aufgezwungen werden. Was damals rational erschien sieht spaeter (mit einer 20/20 Sicht) anders aus.
            Respektvoll, MFG

            • gibt welche Nationen von den Umstaenden, Ereigniss, Buendnisse, etc. aufgezwungen werden.
              Aber das Ziel von Nationen ändert sich nicht. Und das ist für die Menschen nix gutes.

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