Amazon: Ein Skandal? Nein!


Ein Bericht über die Arbeitsbedingungen bei Amazon erhitzt derzeit alle Gemüter (Reportage in der ARD Mediathek, Reportage auf youtubeStern.de berichtet, derStandard.at). Was wird in der Reportage enthüllt? Amazon behandelt seine Angestellten in Deutschland dreckig. Genauer: Unklare Vertragsverhältnisse, miese Unterbringungen, weniger Lohn als ausgemacht, ein rechtsradikaler Sicherheitsdienst usw usf.

Festzuhalten ist: Diese Arbeitsbedingungen sind mies. Ja noch mehr: Mieser als die Arbeitsbedingungen die manche anderen Menschen Tag für Tag in Österreich und Deutschland über sich ergehen lassen müssen. Aber klar ist auch: Amazon ist kein Einzelfall. Naheliegend ist der Vergleich mit Zalando. Auch hier gibt es eine Reportage, dieses mal vom ZDF mit dem Titel: Gnadenlos billig (auch auf youtube zu finden).   Auch dort wird berichtet über gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen (8 Stunden arbeiten mit dem Verbot sich zu setzen, unzureichende sanitäre Anlagen), schlechte Bezahlung, aggressiver Sicherheitsdienst usw usf.

Es zeigt sich also, ganz so ein Einzelfall scheint Amazon nicht zu sein. Und es ist davon auszugehen dass ähnliche Bedingungen (in unterschiedlicher Intensität) auch bei den anderen Mitbewerbern herrscht. Warum? Die aufgedeckten „Boshaftigkeiten“ sind eben nicht einfach „Boshaftigkeiten“ sondern Mittel und Wege billig Ware zu produzieren bzw. in dem Falle eben billig Waren verschicken zu können. Will ein Unternehmen in diesem Bereich mithalten, muss es sich an den Preisen der Konkurrenten orientieren. Das sollte der „Skandal“ sein: Die herrschende Wirtschaftsweise (namens Kapitalismus oder Marktwirtschaft) in der es eben nicht um Produktion von Gütern für die Bedürfnisse der Menschen, sondern um den Profit von Unternehmen geht. Und das hat System in dieser Wirtschaft: Kein Unternehmen kann ohne Profit überleben, selbst wenn es die allerbesten Absichten hat.

Wer aber nun Amazon oder Zalando kritisiert ohne der Ursprung dieser unangenehmen Symptome erwähnt, der oder die findet nicht den Grund (kapitalistische Wirtschaftsweise), sondern nur die Symptome skandalös. Diese Art von Kritik verpufft dann auch wirkungslos. (Für eine kurze Einführung über Kapitalismus und dessen Funktionsweise verweise ich ganz uneitel auf meinen früheren Blogeintrag).

Und ganz zum Schluss möchte ich noch auf das Thema „Amazon Boykott“ eingehen. Solche Boykott-Aktionen sind Teil eines Politikverständnisses, welches auf die Konsummacht vertraut. Also darauf, dass sich durch kritischen Konsum, Probleme lösen lassen. Wer sich davon angesprochen fühlt, dem lege ich meinen anderen kurzen Blogeintrag zum Thema: Konsumkritik Verwarnung, ans Herz (als Motivation: Es findet sich dort ein kleines Kätzchen).

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16 Antworten to “Amazon: Ein Skandal? Nein!”

  1. Dass Amazon kein Einzefall ist und dass es auch nicht so überraschend ist, dass sie so handeln, gerade wenn man weiss, dass in den letzten Jahren über andere vergleichbaren Unternehmen ähnliches berichtet worden ist bzw. eh auch schon vor Jahrzehnten (siehe die Reportagen von Walraff, damals waren es halt Türken, heute Spanier und Polen) glaub ich eh auch.
    Allerdigns glaub ich nict, dass im Kapitalismus die Firmen ein Maximum an Profit rausholen müssen, und es gibt ja nach wie vor Firmen, die anders handeln. Klar, die werden nicht so gross wie Amazon und co.
    Außerdem glaub nach wie vor nicht, dass es nur die Möglichkeit gibt den Kapitalimus quasi als „monolithischen Block“ abzuschaffen oder so weiter entwickeln zu lassen, wie er sich derzeit entwickelt.
    Kapitalimus ist ja „nur“ eine Bezeichnung für gewisse wirtschaftliche Strukturen, die sich über Jahrzehne und Jahrhunderte entwickelt haben und die sich auch wieder in eine andere Richtung entwickeln könn(t)en.
    Ich fürchte, dass Du mit so einem Artikel sicher Leute ansprichst, die eh schon antikapitalistisch eingestellt sind oder eventuell auch sehr kapitalimuskritische, aber eher keine Leute, die ein Problem mit der serzeitigen Entwicklung des Wirtschaftssystems haben, aber weder der Meinung sind, dass man es nict ändern kann/ könnte noch, dass die Entwicklung in die Richtung, wie sie derzeit geht ohne das System komplett abzuschaffen und ein komplett anderes einzuführen komplett unvermeidbar ist. Aber zumindest hast Du das allgemein berrüchtigte Wort Kommunismus nicht erwähnt oder für manche Leute noch schnlimmer Anarchismus ;.)

    • Allerdigns glaub ich nict, dass im Kapitalismus die Firmen ein Maximum an Profit rausholen müssen, und es gibt ja nach wie vor Firmen, die anders handeln.

      Kannst du mir eine handvoll Beispiele geben?

      Außerdem glaub nach wie vor nicht, dass es nur die Möglichkeit gibt den Kapitalimus quasi als “monolithischen Block” abzuschaffen oder so weiter entwickeln zu lassen, wie er sich derzeit entwickelt.

      Öhhhm… da hast du eine Überinterpretation. Vom WIE ist hier im Blogposting ja gar nicht die Rede. Mensch kann ja z.b. auch dafür sein Inseln im Kapitalismus zu bilden, welche ihn langsam verdrängen (soll nicht heissen dass ich für so eine Strategie wäre). Punkt in dem Artikel war nur der Hinweis drauf: Mensch sollte schon den Ursprung der Probleme benennen bevor mensch sich auf die Suche nach Strategien macht.

      Kapitalimus ist ja “nur” eine Bezeichnung für gewisse wirtschaftliche Strukturen, die sich über Jahrzehne und Jahrhunderte entwickelt haben und die sich auch wieder in eine andere Richtung entwickeln könn(t)en.

      Stimmt. Aber diese Änderung der Richtung, passiert halt nicht von selber würde ich sagen. (Und eh klar: Nicht jede Änderung find ich gut)

      Ich fürchte, dass Du mit so einem Artikel sicher Leute ansprichst, die eh schon antikapitalistisch eingestellt sind oder eventuell auch sehr kapitalimuskritische, aber eher keine Leute, die ein Problem mit der serzeitigen Entwicklung des Wirtschaftssystems haben, aber weder der Meinung sind, dass man es nict ändern kann/ könnte noch, dass die Entwicklung in die Richtung, wie sie derzeit geht ohne das System komplett abzuschaffen und ein komplett anderes einzuführen komplett unvermeidbar ist.

      Das kann gut sein. Zumal die Leute auch nicht mit ihren liebgewonnen Meiunungen und Gewohnheiten brechen wollen. Aber das ist ne andere Diskussion.

      Aber zumindest hast Du das allgemein berrüchtigte Wort Kommunismus nicht erwähnt oder für manche Leute noch schnlimmer Anarchismus ;.)

      Keine Sorge, das K-Wort fällt den Leuten automatisch ein. Und Leute die nen Text danach beurteilen ob „Pfui“-Worte drin vorkommen anstatt den Inhalt nachzuvollziehen, find ich ich nervig/anstregend. Aber ja: Ich versuche Texte niederschwellig zu schreiben.

      • //Allerdigns glaub ich nict, dass im Kapitalismus die Firmen ein Maximum an Profit rausholen müssen, und es gibt ja nach wie vor Firmen, die anders handeln.

        Kannst du mir eine handvoll Beispiele geben?//

        Naja nicht wirklich, weil man dafür das mit dem Profit definieren müsste. Wo hören „normale“ Rücklagen und ähnliches auf und wo fängt Profit machen an.
        Aber ich würd mal sagen, dass bei Klein- und Mittelbetrieben der Profit nicht im Vordergrund steht, sonst wären sie keine Klein- und Mittelbetriebe mehr…

        • Wo hören “normale” Rücklagen und ähnliches auf und wo fängt Profit machen an.

          Da würde ich ja sagen: Profit ist wenn du mit der Arbeit anderer Geld anhäufst. WIEVIEL und WIE ist da gar nicht Teil der Definition. Wikipedia schliesst sich mir da auch an

          Profit (von lat. profectus „Fortgang, Zunahme, Vorteil“ / Aussprache: [pʀoˈfit]) bezeichnet den Gewinn, d.h. den Überschuss, welcher nach Abzug der Kosten der eingesetzten Mittel von einem Unternehmen, bzw. Unternehmer erzielt wird.
          http://de.wikipedia.org/wiki/Profit

          Wenn ich Profit sage, ist das auch nicht moralisch/wertend gemeint sondern vielmehr ökonomisch.

          Aber ich würd mal sagen, dass bei Klein- und Mittelbetrieben der Profit nicht im Vordergrund steht, sonst wären sie keine Klein- und Mittelbetriebe mehr…

          Du meinst: Wäre denen der Profit so wichtig, dann wären die Firmen schon viel grösser?

          • Du meinst: Wäre denen der Profit so wichtig, dann wären die Firmen schon viel grösser?
            Naja Profitmaximierung macht man ja üblicherweise, um damit dann was zu machen. Kann aber natürlich auch sein, dass es Klein- oder Mittelbetriebe gibt, wo der Chef den Profit dann ausschliesslich für seinen eigenen Luxus verwendet und nicht um die Firma zu vergrössen (und somit noch mehr Profit zu machen).
            Andrereseits würde ich eine Firma, die viel mehr Profit macht als ein Klein- und Mittelbetrieb so durchschnittlich macht auch nicht mehr als Klein- oder Mittelbetrieb bezeichnen, auch wenn er weiterhin nur wenige Angestellte hat…

            • Naja Profitmaximierung macht man ja üblicherweise, um damit dann was zu machen.

              Klar. SchatzanhäuferInnen sind die meisten FirmenchefInnen nicht. Meine These ist hier: Den Profit braucht jedes Unternehmen um überhaupt zu überleben. Ein Unternehmen, das mit 0 aussteigt, hat keine langen Überlebenschancen. Aber das viell. woanders diskutieren?

              Andrereseits würde ich eine Firma, die viel mehr Profit macht als ein Klein- und Mittelbetrieb so durchschnittlich macht auch nicht mehr als Klein- oder Mittelbetrieb bezeichnen, auch wenn er weiterhin nur wenige Angestellte hat…

              Was ich bei dem Punkt kritisieren würde: Du gehst davon aus dass einfach nur der „Wille“ bei KMUs fehlt mehr Profit zu machen. Ich würde aber sagen: Es braucht auch den Erfolg, die richtige Strategie usw usf um in der Konkurrenz zu bestehenden. Aber auch hier: Geht viell. etwas vom Thema ab.

      • Außerdem glaub nach wie vor nicht, dass es nur die Möglichkeit gibt den Kapitalimus quasi als “monolithischen Block” abzuschaffen oder so weiter entwickeln zu lassen, wie er sich derzeit entwickelt.

        Öhhhm… da hast du eine Überinterpretation. Vom WIE ist hier im Blogposting ja gar nicht die Rede. Mensch kann ja z.b. auch dafür sein Inseln im Kapitalismus zu bilden, welche ihn langsam verdrängen (soll nicht heissen dass ich für so eine Strategie wäre). Punkt in dem Artikel war nur der Hinweis drauf: Mensch sollte schon den Ursprung der Probleme benennen bevor mensch sich auf die Suche nach Strategien macht.

        Naja, mit der Interpretation bezieh ich mich auch auf Deine bisherigen Artikel. Da entsheht halt der Eindruck, dass es für Dich nur den grossen Umsturz als wirkliche Lösung gibt.
        Das die Probleme mit dem System zusammenhängen ist aber inzwischen schon bei relativ vielen Bevölkerungsgruppen Konsens, halt nicht, wie. Manche sind komplett gegen den Kapitalimus und manche „nur“ gegen die aktuellen Auswüchse. Ob sich Leute, die trotz schlechter Ausgangslage, in der sogenanten sozialen Marktwirtschaft der 60er und 70er und gewissermassen auch noch 80er und 90er Jahre gut gelebt haben noch davon überzeugen lassen, dass auch die schlecht gewesen sein soll bezweifel ich allerdings…

        • Naja, mit der Interpretation bezieh ich mich auch auf Deine bisherigen Artikel. Da entsheht halt der Eindruck, dass es für Dich nur den grossen Umsturz als wirkliche Lösung gibt.

          Das mag sein oder auch nicht. Aber es geht ja hier um das von mir geschriebene. Und das hier geschriebene hat ja wenig mit dem WIE ein Änderung des Systems zu tun. Sondern um die Frage was Ursprung und was Symptom beim Thema Amazon ist.

          <IDas die Probleme mit dem System zusammenhängen ist aber inzwischen schon bei relativ vielen Bevölkerungsgruppen Konsens, halt nicht, wie.

          Naja dass es „irgendwas“ mit Wirtschaft (dem „System“) zu tun hat, das wird dir jedeR bestätigen. Aber dann gibts halt Unterabteilungen die von „Gier“, „Zinsen“, „Euro als Fehler“, usw usf alles mögliche als Analyse geben. Aber halt sehr sehr wenige, welche die Analyse wie ich beschrieben habe, teilen würden.

          Ob sich Leute, die trotz schlechter Ausgangslage, in der sogenanten sozialen Marktwirtschaft der 60er und 70er und gewissermassen auch noch 80er und 90er Jahre gut gelebt haben noch davon überzeugen lassen, dass auch die schlecht gewesen sein soll bezweifel ich allerdings…

          Ich will den Leuten gar nicht sagen ob sie sich schlecht gefühöt haben oder nicht. Bsp dieses Blogposting: Thema ist eine ARD Reportage die bei vielen Leuten Empörung hervorruft. Da sage ICH den Leuten ja nicht dass sie sich empören sollen, dass tun sie schon selbst. Und den Grund dieser Empörung den kritisiere ich hier und will zeigen dass die Empörung an den/die Falschen gesendet wird.

          • Naja dass es “irgendwas” mit Wirtschaft (dem “System”) zu tun hat, das wird dir jedeR bestätigen. Aber dann gibts halt Unterabteilungen die von “Gier”, “Zinsen”, “Euro als Fehler”, usw usf alles mögliche als Analyse geben. Aber halt sehr sehr wenige, welche die Analyse wie ich beschrieben habe, teilen würden.
            […]
            Ich will den Leuten gar nicht sagen ob sie sich schlecht gefühöt haben oder nicht. Bsp dieses Blogposting: Thema ist eine ARD Reportage die bei vielen Leuten Empörung hervorruft. Da sage ICH den Leuten ja nicht dass sie sich empören sollen, dass tun sie schon selbst. Und den Grund dieser Empörung den kritisiere ich hier und will zeigen dass die Empörung an den/die Falschen gesendet wird.

            Ja klar, aber Du schreibst ja in die Richtung, dass die kapitalbasierte Wirtschaftsweise generell schlecht ist, auch die sogenannte soziale Marktwirtschaft und ich schreib eben, dass es viele Leute gibt, die damit auch gute Erfahrungen gemacht haben, auch nicht reichte Leute, nurt ist das halt inzwischen wieder einige Jahrzehnte her.

            Ja, Analysen gibt’s ziemlich viele. Auch wenn mich Wirtaftsthemen nicht so wirklich interessieren ists doch interessant zu lesen, wer aller den Kapitalismus kritisiert, der das sicher vor ein paar Jahren nich nicht gemacht hat.

            Es gibt aber durchaus Leute die sich nicht am allgemeinen Kapitalisten-Bashing beteiligen und trotzdem kein kommunistisches oder anarchistisches System haben wollen sondern z.B. die soziale Marktwirtschaft (staatlich abgefederter Kapitalismus) zurück haben wiollen. Und bez. Gier: Wieso gibt’s Betriebe, die keine Profitmaximierung betrieben und ihre Leute nicht ausbeuten und andere, die es schon tun. Klar, der Wunsch der „kleinen Leute“ sich am allgemeinen Konsum zu beteiligen hat mit Gier nichts zu tun… und klar gibt’s keine Bevölkerungsgruppen, bei denen Gier quasi „natürlich“ ist.

            • Viell. das wichtigste zum beantworten in deinem Kommentar: Wir haben ein ganz unterschiedliches Verständnis von „Ausbeutung“. Du verwendest das Wort moralisch. Also im Sinne von: Ausbeutung ist wenns schlechte Arbeitsbedingungen gibt, schlechte Bezahlung usw.

              Ich verwende „Ausbeutung“ als ökonomischen Begriff: Also immer dann wenn ich als Lohnabhängiger mit meiner Arbeit den Reichtum einer anderen Person/Firma vergrössere, ist das Ausbeutung. Weil ich natürlich nicht den ganzen Wert den ich generiere als Lohn bekomme. (Eh klar: Wie würde sonst das ganze funktionieren).

              Daher: Wenn ich von Ausbeutung rede, bezieht sich das auf alle grossen, kleinen, „netten“ und „bösen“ Firmen.

  2. Der ZK-VorsitzendeIN Says:

    Blablabla! Genosse du hast den tieferen Sinn des Vorgehen von den Genossen Amazon und Zalando nicht duchblickt. Erst wenn wir die allgemine Armut erreicht haben, kann dann unser grosses kommunistisches Reich entstehen.
    Dazu müssen wir die ganzen sozialen Schutzmechanismen, die von den Verrätern der Arbeiterschaft eingeführt wurden zerstören.
    Erst dann können wir die EUdSSR ausrufen. Dann wenn alle demokratischen Parteien am Boden zerstört sind, können wir die glorreichen Zeiten des wahren Kommunimus wieder aufleben lassen.
    Bis zu diesem Zeitpunkt müssen wir aber uns still verhalten, und das System schädigen, wo immer wir können.

  3. Was ich bei dem Punkt kritisieren würde: Du gehst davon aus dass einfach nur der “Wille” bei KMUs fehlt mehr Profit zu machen. Ich würde aber sagen: Es braucht auch den Erfolg, die richtige Strategie usw usf um in der Konkurrenz zu bestehenden. Aber auch hier: Geht viell. etwas vom Thema ab.

    Klar, der Wille alleine reicht nicht. Ich meine, dass es ohne einen gewissen Willen dazu nicht zu einer Profitmaximierung kommt.

  4. Ich verwende “Ausbeutung” als ökonomischen Begriff: Also immer dann wenn ich als Lohnabhängiger mit meiner Arbeit den Reichtum einer anderen Person/Firma vergrössere, ist das Ausbeutung. Weil ich natürlich nicht den ganzen Wert den ich generiere als Lohn bekomme. (Eh klar: Wie würde sonst das ganze funktionieren).

    Ja, ich verwende Ausbeutung in gewisser Weise als moralischen Begriff. Aber mit der Definition „mit meiner Arbeit den Reichtum einer anderen Person/Firma vergrössere“ kann ich mich auch anfreunden. Wobei halt dann wieder die Frage ist, wie Du Reichtum definierst. Ein Chef, der so viele Rücklagen schaft, dass er auch mal schlechtere Zeiten überstehen kann, ohne dass er Leute entlassen muss häuft ja keinen Recihtum an.

    Was ist mit öffentlichen Institutionen. Von der Arbeit dort wird ja Niemand reich. Einfach ist so eine Definition nicht. 😉

    • Wobei halt dann wieder die Frage ist, wie Du Reichtum definierst. Ein Chef, der so viele Rücklagen schaft, dass er auch mal schlechtere Zeiten überstehen kann, ohne dass er Leute entlassen muss häuft ja keinen Recihtum an.

      Nachdem ich ja ökomisch argumentiere: Reichtum ist halt geldwertes. Entweder Geld, Aktien, Unternehmen, Immobilien, … Also wenn ein Mensch Rücklagen anlegt: Das ist genauso Reichtum im ökonomischen.

      Was ist mit öffentlichen Institutionen. Von der Arbeit dort wird ja Niemand reich. Einfach ist so eine Definition nicht

      Stimmt. Da gibts zwar ein Lohnabhängigen Verhältnis, aber laut Definition keine Ausbeutung. Andersrum: Dass auch dort die Löhne gedrückt werden, hat nicht direkt mit Profit zu tun, das muss/müsste anders erklärt werden. These: Aber auch hier hats was mit nützliche Aufgabe im Kapitalismus zu tun. Unis die zb der Wirtschaft gar nix bringen, werden auch Probleme kriegen und die Jobs die dort gibt wackeln. Aber ja: Die Definition Ausbeutung trifft da nicht direkt zu.

  5. Nachdem ich ja ökomisch argumentiere: Reichtum ist halt geldwertes. Entweder Geld, Aktien, Unternehmen, Immobilien, … Also wenn ein Mensch Rücklagen anlegt: Das ist genauso Reichtum im ökonomischen.
    Aber wenn die Firma das Geld bald wieder einsetzt?

    Stimmt. Da gibts zwar ein Lohnabhängigen Verhältnis, aber laut Definition keine Ausbeutung. Andersrum: Dass auch dort die Löhne gedrückt werden, hat nicht direkt mit Profit zu tun, das muss/müsste anders erklärt werden. These: Aber auch hier hats was mit nützliche Aufgabe im Kapitalismus zu tun. Unis die zb der Wirtschaft gar nix bringen, werden auch Probleme kriegen und die Jobs die dort gibt wackeln. Aber ja: Die Definition Ausbeutung trifft da nicht direkt zu.
    Wenn Rücklagen Reichtum sind, was sind dann Drittmittel und Förderungen? 😉

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