Podcast: Die Euro-Krise im finalen Stadium – Ein Geld und viele konkurrierende Nationalstaaten, das geht nicht!


Eingeführt wurde der Euro als Fortschrittsmittel für alle Mitgliedsländer, als Wachstumstreiber für ganz Europa und als der entscheidende vorletzte Schritt der immer weiterreichenden Integration der europäischen Völker. Die Bilanz, die die Finanzkrise erzwingt, sieht anders aus: Nicht zuletzt die Einheitswährung mit ihrer globalen Reputation hat eine gigantische Überakkumulation privater und öffentlicher Schulden befördert, die an den Finanzmärkten inzwischen keinen Kredit mehr genießen, also entwertet sind. Und am Wachstum vor der Krise hatten die Mitgliedsländer der Währungsunion keineswegs gleichermaßen Anteil, vielmehr haben sich manche Länder – Deutschland vor allem – in der durch keine Währungsgrenzen mehr behinderten Konkurrenz auf dem Binnenmarkt an ihren Nachbarn und den Schulden bereichert, die die Verlierer akkumuliert haben und nun nicht mehr bedienen können. In der Krise, die den Zusammenhalt ihres Währungsraums und den Wert des Euro gefährdet, machen die betroffenen Nationen – Sieger, wie Verlierer der Konkurrenz – deutlich, dass sie nach wie vor an diesem Standpunkt festhalten: Sie wollen und brauchen das Europa-weite Gemeinschaftsgeld als Mittel ihrer nationalen Bereicherung und nationalen Selbstbehauptung und bestehen darauf, es in diesem Sinn zu nutzen.

Um dieses Thema geht es im Audio-Podcast des Gegenstandpunkts. Hier zu finden, Empfehlung.

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2 Antworten to “Podcast: Die Euro-Krise im finalen Stadium – Ein Geld und viele konkurrierende Nationalstaaten, das geht nicht!”

  1. Eingeführt wurde der Euro als Fortschrittsmittel für alle Mitgliedsländer, als Wachstumstreiber für ganz Europa und als der entscheidende vorletzte Schritt der immer weiterreichenden Integration der europäischen Völker.

    Also ich bezweifle das es jemals Ziel des Euros war die Völker Europas einander näher zu bringen oder gar freien Handel zu ermöglichen. Wie sonst sollte man erklären das die Preise nicht nur etwas sondern derart gigantisch weit auseinander klaffen so z.b. zwischen Polen und Deutschland oder Deutschland und Italien?
    Ganz offenbar haben doch Konzerne sich die EU aufgeteilt!
    Es ging wohl primär nur darum die Zoll- und Zahlungsformalitäten für das Hin und Herschaffen von Waren zu vereinfachen.
    Es ging nie darum, etwas für Menschen zu tun.

    • „Es ging wohl primär nur darum die Zoll- und Zahlungsformalitäten für das Hin und Herschaffen von Waren zu vereinfachen.“
      das ist ja wohl freier handel *g*

      hör dir den podcast an, es ist ne grundlegende kritik am kapitalismus exerziert am beispiel eu

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