Wasser sparen und Spenden für eine besser Welt


Auch kleine Dinge können die Welt verändern wird gesagt. Und sei es nur dass genug Menschen Wasser sparen oder jeder und jede etwas vom hart ersparten Geld spendet. Wer jedoch genauer hinsieht wird erkennen,: Nicht nur dass diese Dinge oft keine Wirkung zeigen, sie machen die Welt sogar oftmals schlechter.

Dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) zufolge verbraucht die öffentliche Wasserversorgung lediglich 2,7 Prozent der 188 Milliarden Kubikmeter Wasser, die hierzulande zur Verfügung stehen. Das Wasser über Leitungen in trockenere Gegenden zu leiten, wäre extrem unwirtschaftlich. Und es wäre kein Trinkwasser mehr, bis es dort ankommt. Deshalb nützt das Sparen von Wasser in Deutschland zur Vermeidung von Konflikten im Sudan in etwa in dem Ausmaß, in dem hungernde Kinder in Afrika davon profitieren, dass deutsche ihren Teller leer essen.

Wird weniger Wasser verbraucht, steigt zudem der Grundwasserspiegel in Städten, was schwere Schäden an Gebäuden verursachen kann. In Berlin musste man deshalb sogar eine Grundwassersteuerungsverordnung erlassen und für viele Millionen Euro Regulierungsanlagen bauen, die den Grundwasserspiegel künstlich niedrig halten.

[Quelle: Telepolis: Das Märchen vom leer zu essenden Teller und den hungernden Kindern in Afrika]

Auch die kleine Spende jeden Monat und eine grössere zu Weihnachten hat oft Konsequenzen, die das Leben vieler Menschen nicht nur nicht besser, sondern schlechter macht. Im Buch Die Mitleidsindustrie von Linda Polman kann nachgelesen werden, wie Spenden Bürgerkriege verlängern und wie sie die Wirtschaft sogenannter 3. Welt Länder systematisch zerstören.

Damit soll natürlich nicht Apathie gepredigt werden. Nicht Depression aufgrund der „Schlechtigkeit der Welt“ sollte die Konsequenz sein, sondern die Analyse der Gründe für diese Zustände.

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Eine Antwort to “Wasser sparen und Spenden für eine besser Welt”

  1. ich möchte hinzufügen: wenn man der meinung ist, dass man bei der analyse was richtigen herausgefunden hat: weiterverbreiten! auch das ist „praxis“.

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