Ein Mensch, eine Belastung für den Staatssäckel


 Eine überwiegende Belastung für den Staatssäckel.

Das ist ein Teil der Begründung für einen negativen Asylbescheid in Österreich.

Der Beschwerdeführer scheint sich gerade in der jüngeren Zeit vor lauter Integrationsversuchen zu überschlagen. So konnte die SPÖ ihn jüngst als neuen ‚Genossen‘ (Anm.: auch im Original unter Anführungszeichen und kursiv) – so das freudige Schreiben der Partei – begrüßen. Ob diese Freude allerdings nicht eine kleine Trübung in Bälde erfahren wird – weil sich der Gambier zur Bezahlung des Mitgliedbeitrags per Einziehungsauftrag entschieden, aber kein Geld habe – bleibt abzuwarten.

[Quelle: derStandard.at : Was „unterm Strich“ vom Gambier blieb]

Die Institution, welche regelmässig über Tod und Leben von Menschen, also deren Asylbescheid entscheidet, zieht das Leben jener Menschen in den Dreck und macht sich darüber lustig. Wie üblich der Hinweis: Das ist EIN Fall von vielen vielen mehr die unentdeckt bleiben, da weniger spektakulär.

Bleiben wir jedoch bei dem Argument Eine überwiegende Belastung für den Staatssäckel. DIe ökonomische Verwertbarkeit eines Menschen entscheidet hier ganz klar über seine sichere oder unsichere Zukunft. Bevor jetzt aber über diese krasse Ungerechtigkeit gewettert wird. Bevor aufgrund dieser Aussage der Richter verteufelt wird: Ja, natürlich ist es unmenschlich. Aber das Argument der ökonomischen Verwertbarkeit ist Normalität in unserer Gesellschaft.

Es entscheidet darüber

  • was ich studieren darf
  • wo ich wohnen darf
  • ob ich arbeiten gehen muss und wenn ja, wie sehr ich dort erpressbar bin
  • wie alt ich werde
  • wie gesund ich bin
  • welchen Status ich in der Gesellschaft habe

Wenn unsere Gesellschaft also auf ökonomische Verwertbarkeit von Menschen, auf Profit aufgebaut ist, warum sollte der Staat dann gerade AsylwerberInnen anders behandeln? Warum gerade diese Menschen aus der Logik herausnehmen die unser tägliches Leben bestimmt?

Darum macht es Sinn sich mit dem Funktionieren unserer Wirtschaft, ihrer Grundlagen und Regeln auseinanderzusetzen. Wer Lust darauf hat, kann meine (kurze, hoffentlich motivierende) Einleitung zu dem Thema online lesen.

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