Archiv für Juni, 2011

Klarer gehts kaum: Kapitalismus über alles

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik with tags , , , on Juni 3, 2011 by stefon

Diskutiere ich mit Menschen über unsere Wirtschaftsweise, meine Argumente warum ich den Kapitalismus für inhärent gegen ein gutes, schönes Leben gerichtet sehe, kommt auch manchmal das Argument

Demokratie ohne Kapitalismus geht gar nicht

Als würde das Recht, die Freiheit mit Geld andere Menschen einzustellen und mittels denen mehr Geld zu produzieren, ein Menschenrecht sein. Dabei reicht es ja schon den derStandard aufzuschlagen und zu sehen: Unsere Wirtschaftsweise kollidiert sogar mit unserer parlamentarischen Demokratie (die ja nicht gerade ein partizipatives basisdemokratisches System ist).

Am Sonntag wählen über neun Millionen Portugiesen Parlament und Regierung, doch entschieden wird nichts. Das Programm der nächsten Jahre ist längst in einem Memorandum festgelegt, das die Troika angesichts eines drohenden Staatsbankrotts mit EU-Kommission und IWF unterzeichnete.

Was jedoch NationalistInnen als Anlass nehmen sich für eine Stärkung des Staates einzusetzen, sollte vielmehr möglichst vielen Menschen klar machen: Statt nationalen Denken, sollte grenzenlose Solidarität praktiziert werden. Den solange es Denken in nationalen Grenzen gibt, liefert sich mensch der Konkurrenz um Standortvorteile aus, befördert Ressentiments gegen Länder die im Konkurrenzkampf schlecht aussteigen, usw usf.

Und nur damit klar ist, wer die Krise ausbaden darf.

Ein Blick in das Memorandum zeigt: Die Hilfe kommt die Portugiesen teuer zu stehen. Um das Defizit bis 2013 auf drei Prozent zu senken, wird überall noch einmal gespart, im öffentlichen Dienst, bei den Pensionen, im Bildungs- und Gesundheitswesen. Die Verbrauchersteuern werden angehoben, der Arbeitsmarkt weiter flexibilisiert. Infrastrukturprojekte werden verschoben, die Förderung für erneuerbare Energien heruntergefahren. Die Wirtschaft wird stagnieren, die Arbeitslosigkeit, die derzeit bei 12,4 Prozent liegt, wohl weiter steigen.

Die Interessenskonflikte liegen zwischen dem Interesse der Unternehmen billig produzieren zu können und dem Interesse der Menschen für ihre Arbeit entlohnt zu werden!

Umverteilung falsch gedacht

Posted in antikapitalismus, kapitalismus kritik, politik, soziales with tags , , , , , , , , , on Juni 1, 2011 by stefon

ichbinsofrei.net nimmt einen DerStandard Artikel Österreich bei Millionärs­dichte an fünfter Stelle zum Anlass um die Debatten über Umverteilung etwas zu beleuchten.

Wenn von Umverteilung gesprochen wird, dann wird sehr oft von der Umverteilung zwischen Einkommen gesprochen.

Conclusio

Neben der Mehrwertsteuer ist die Lohnsteuer der größte Einnahmenposten der Republik. Die Umverteilung findet also zwischen den Lohnabhängigen statt, während die Vermögenden mit der extrem niedrigen Besteuerung unbehelligt bleiben. Kein Wunder, dass es in Österreich so viele Superreiche gibt und gleichzeitig so viele Working poor.

Meine Empfehlung: Das Blog-Posting ganz lesen