Alltagssexismus, heute: watzmann


Würde mensch jede Werbung, die sich der erniedrigenden und sexualisierten Darstellung von Frauen bedient, anprangern, würde nicht mehr viel Zeit für anderes bleiben. Daher beschränke ich mich hier auf Vorfälle von Salzburger Firmen. Heute darf ich die cultbar/lounge/garde watzmann vorstellen.

watzmann Werbeplakat

watzmann Werbeplakat

Unkreativerweise bedient sich die Bar in ihrem Plakat den Blickfang von dünnen und genormten Frauenkörpern. Dabei wird im Namen der Veranstaltung „Private Summer Parts“ direkt auf die Geschlechsteile von Frauen verwiesen (private parts).

Wäre auf dem Plakat auch ein Mann in engen Shorts und genormten Körper, könnte mensch der Firma „nur“ unkreative Werbung und unsensiblen Umgang mit Körpernormen vorwerfen. So wird wie üblich die Frau sexualisiert und als Objekt darstellt.

Update:
Wer sich beim watzmann beschweren will: Die Email Adresse newsletter@watzup.at und es gibt auch ne Facebook Fan Page

Advertisements

12 Antworten to “Alltagssexismus, heute: watzmann”

  1. btw. ne antwort auf facebook vom watzmann
    „Danke für diesen herrlichen Beitrag!! Private Part ist eine Veranstaltungsreihe die mehrmals im Jahr im Watzmann unter verschiedensten Aufhängern stattfindet und mit Sicherheit nicht auf Geschlechtsteile, egal ob männlich oder weiblich, hinweist!! Feministinnen, Sexisten, Schwule, Lesben….alle feiern mit! fast alle, ein paar sitzen zu Hause und erfreuen uns mit Artikeln wie den hier geparkten!! Über Geschmack lässt sich streiten, aber ein bißchen weniger sexuelle Frustration beim nächsten Kommentar zum kommenden PRIVATE PART!!! lg Schütti“

    • Wo ist die Antwort zu sehen? Kann sie nirgends auf FB finden! Ist sie gelöscht worden?

      Für die Modeschau wurden übrigens „10 mädels und 5 burschen mit sportlicher figur gesucht!“ Dass am Plakat kein Kerl zu sehen ist, gibt dann schon zu denken.

      • sie haben ihr kommentar und meine antwort darauf gelöscht ja. hatte ich nicht erwartet, von dem her ganz gut dass ichs hierher kopiert habe

  2. Wär‘ wohl nicht schlecht das nächste Mal vorher zu fragen, bevor man wen im Internet „anprangert“. Selbst wenn die Vermutung stimmt oder die Antwort nicht überzeugend ist schaut’s doch in einem Beitrag besser aus, wenn man ein Statement der „Betroffenen“ hat oder zumindest schreiben kann, dass man sie kontaktiert hat…

    • öhm, ich habe ja meine Kritik an der Werbung dargelegt udn die BetreiberInnen kontaktiert oder? Aber wie mensch sieht: das Interesse sich mit Kritik auseinanderzusetzen ist nicht sehr gross

      • Ja, aber Du hast es öffentlich gemacht bevor Du überahupt gewusst hast worums geht… ist ja eh Deine Recht, ich finds halt eher komisch, meiner Meinung nach wärs anders sinnvoller gewesen und sie haben eh drauf reagiert, sie haben halt eine andere Ansicht als Du… mich störts nicht wenn eine Badmodenschau mit Bikini-Frauen beworben wird… sollen sie Frauen mit Burkinis abbilden? 😉

        • Öhm.. was heisst ich hab nicht gewusst um was es geht?! Da ist ne Werbung. Die schau ich mir an, die lese ich mir durch. Dann bilde ich mir meine Meinung und formuliere Kritik. Weiss nicht ganz was ich da nachfragen sollte. Bzw. nachfragen tu ich ja indem ich darum bitte auf die Kritik einzugehen.

          Nur als Neugierde, du bist der Meinung dass als Antwort auf eine Kritik es sachlich ist und in Ordnung ist wenn einem „sexuelle Frustration“ untergeschoben wird? (Ist übrigens eine klassische Antwort an Feministinnen die den Mund aufmachen)

          Zum inhaltllichen: Ich frage mich warum eine Bar ÜBERHAUPT mit (fast) nackten Frauen Werbung machen soll. Ich finds deswegen nicht ok weil wir in einer Gesellschaft leben in der Frauen in den meisten Bereichen unterrepräsentiert wurden. Und in denen, in denen sie es nicht so stark sind, waren sie es vor einigen Jahrzehnten noch massiv. Finde es problematisch wenn in so einer Gesellschaft Frauen (rein) sexualisiert dargestellt werden.

          Und nein, das bedeutet ja nicht dass ich ein Problem mit Sex/erotischen Darstellungen/whatever habe.

          Ne interessante Seite mit vielen Beispielen gibts auch hier http://www.watchgroup-sexismus.at/cms/?page_id=2

  3. Das mit der Unterstellung ist nicht ok, klar aber ich denk mal die Antwort wäre sicher anders ausgefallen wenn Du ihnen erst mal eine E-Mail geschrieben hättest und auf den Eindruck hingewisen hättest den Du davon hast und dazu halt dann Deinen Artikel geschrieben hättest.

    Bez. mit nackten/ halbnackten Frauen Werbung machen: Der Vorwurf ist ja üblicherweise, dass die Leute damit Werbung für was machen was mit Frauenkörpern eigentlich nicht zu tun hat (Autos, Bier etc.), in dem Fall geht’s aber ja anscheinend um eine Veranstaltung wo Frauen in Bikins zu sehen gewesen sein dürften, klar die Grafiken schauen schon sehr klischeemässig aus… aber es gibt Frauen denen das durchaus gefällt ihren Körper zu zeigen und die sich trotzdem behaupten können… derzeit gibt’s ja in diversen Städten sogar Protestmärsche dafür sich „schlampenmässig“ anziehen zu dürfen ohne gleich in ein bestimmtes Eck gedrängt zu werden….

    • Das ist ne Firma, die präsentiert sich nach aussen. Da finde ich es legitim und vollkommen in Ordnung Kritik in Form eines offenen Briefes zu machen. Firmen haben in meinen Augen keine solchen Privatsphärenrechte wie Menschen. Da würde ich anders vorgehen, keine Frage.

      Stimmt, da gebe ich dir recht dass das nen Unterschied macht. Weil sie eben für ne Sache Werbung machen die mit halbnackten Frauen zu tun haben. Aber da ist halt meine Kritik: Warum ständig mit solchen Veranstaltungen (die ja eben schon wieder Frauen in ein Eck stellen) Werbung zu machen.

      SlutWalks (http://en.wikipedia.org/wiki/SlutWalk) finde ich emanzipatorisch und was cooles. Aber da geht die Initiatve ja von Frauen selbst aus. Sind also nicht passiv. Das ist halt bei ner kommerziellen Modeshow mit Bikinis ne ganz andere Geschichte finde ich.

  4. Privatsphäre hab ich ja eigentlich nicht gemeint, aber die Möglichkeit der Leute sich zu rechtfertigen, in Zeitungen ists zumindest üblich dass die Leute gefragt werden bevor ein Artikel kommt 😉

    Weisst Du inzwischen mehr zu der Veranstaltung? Woher weisst Du, dass da nicht auch Frauen dahinter stecken die gerne in einer lockeren Atmosphäre coole Bikinis präsentieren… ist ja zum Glück schon länger nicht mehr so, dass Mode nur von Männern gemacht wird bzw. so Veranstaltungen nur von Männern organisiert werden…
    Wenn Du wüsstest, dass die Verandtaltung von ner Frau organsiert werden würde wäre sie für Dich ok?

    Und Du findest ok, dass Frauen andere Frauen dazu motivieren sich so anzuziehen dass Männer dazu motivieren sie möglichst wenig ernst zu nehmen nur weil da zumindest nicht direkt eine Firma dahinter steht? Weil durch die Art wie sie es machen ja der Eindruck entsteht, dass es erstrebenswert ist sich freiwillig einfach für Männer optisch konsumierbar zu machen… Also ich find deren Anliegen gut, aber die Umsetzung fragwürdig…

    • … aber die Möglichkeit der Leute sich zu rechtfertigen…
      Naja, die habe ich ihnen ja gegeben, wie sie reagiert haben weisst du ja

      Weisst Du inzwischen mehr zu der Veranstaltung? Woher weisst Du, dass da nicht auch Frauen dahinter stecken die gerne in einer lockeren Atmosphäre coole Bikinis präsentieren… Wenn Du wüsstest, dass die Verandtaltung von ner Frau organsiert werden würde wäre sie für Dich ok?
      Da gehts mir mehr um das Bild nach aussen. Also auch wenn das von Frauen organisiert wird und es nicht um was kommerzielles geht sondern um das geniessen sich freizügig zu zeigen, dann würde ich kritisieren dass das am Plakat nicht so rübergebracht wird. Aber du hast recht: das sind 2 paar schuhe. Kritisieren tu ich mal vorranging wie es WIRKT. wie es dann ist, da lass ich mich eh gerne belehren *g*
      und zu frage: nein, nur weils ne frau organisiert, wirds ja nit automatisch besser…

      Weil durch die Art wie sie es machen ja der Eindruck entsteht, dass es erstrebenswert ist sich freiwillig einfach für Männer optisch konsumierbar zu machen… Also ich find deren Anliegen gut, aber die Umsetzung fragwürdig…
      Naja, da gehts ja gar nicht darum dass sie sich für Männer optisch konsumierbar machen. (klar, menschen werden das bild eines slutwalks konsumieren). sondern die menschen die da mitmachen geniessen es ja auch sich selbst heraus sich so zu kleiden

      • Es geht bei den Slutwalks ja daraum die Frauen zu motivieren immer so rumzulaufen und damit machen sie sich bequem von diversen Männern optisch konsumierbar… klar ist das Ziel klar zu machen dass Mann aus der optischen Aufmachung nichts ableiten darf… aber ob gerade die Männer die damit angesprochen werden die Aussage mitbekommen?
        Wobei sich die ja auch nicht einig sind: Manche regen sich auf, wenn sie sich sagen wir so etwas freizügig anziehen und die Männer schauen her und manche regen sich auf wenn die Männer nicht herschauen… also Mann hatsheutzutage schon schwer (die Bemerkung klingt bei meinem Nickname eher merkwürdig, ich weiss ;-))

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: