Alltagssexismus, heute: Stadtbus und Egger-Lienz Heimfest


Eigentlich wollte ich ja in meinem letzten Posting über den Weltfrauentag bereits zwei graphische Beispiele von Sexismus zeigen, jedoch wäre das Posting dann doch arg lang geworden.

Mein erstes „Fundstück“ stellt ein Plakatsujet für das Studifest im Egger-Lienz Heim in Salzburg dar.

Plakat für Egger-Lienz HeimfestBegründung für den Vorwurf des Sexismus:

  • Wir leben in einer Welt in der Frauen in Werbung und Film zumeist als Sexobjekte dargestellt werden. Ein Sujet für ein Studifest. welches einen Hintern zeigt der begrapscht wird, weckt Assoziationen mit sexueller Belästigung von Frauen. Das Sujet stellt diese Belästigung jedoch nicht in negativer Form dar, sondern in positiver, da ja mit dem Sujekt beworben wird
  • Selbst wenn es umgekehrt, also eine Frauenhand auf Männerhintern darstellen würde, wäre es ein Fall von Sexismus. Da sexuelle Handlungen an einer anderen Person nur mit Konsens erfolgen sollten
  • Durch das nichtzeigen des Gesichtes wird dem ganzen noch eine Anonymität vermittelt, die ja genau bei Festen vorhanden ist. Und oft zu begrapschen führt

Bedanken kann mensch sich für das Sujet auf der Facebook Seite des Egger-Lienz Heimfestes oder per Mail: office@egger-lienzheim.at. Bedauerlich auch, dass gerade der Verband sozialistischer Studierender (VSSTÖ)  Salzburg mit den FestbetreiberInnen kooperiert. Feedback kann ihnen auch per Mail: salzburg@vsstoe oder auf deren Facebook Seite gegeben werden.

Das nächste Fundstück wurde bei einer Bushaltestelle des Stadtbuses Salzburg gefunden. Aufgehängt wurde es aufgrund des Aussetzen des Busverkehrs aufgrund des Faschingsdienstages.

Aushang Stadtbus Salzburg

Begründung für den Vorwurf des Sexismus:

  • Klischee von „schwacher“ Frau und den sie „tröstenden, starken“ Mann wird gezeigt und verstärkt
  • Während die angebildete Frau emotional agiert, wird der Mann rational dargestellt (er weist darauf hin: der Bus kommt ja bald wieder)

Wo kann mensch sich über das Motiv aufregen: kundenservice@salzburg-ag.at

Wer Anfragen an die angegebenen Stellen schickt: Bitte deren Rückmeldung in einem Kommentar hier vermerken! Danke

Advertisements

8 Antworten to “Alltagssexismus, heute: Stadtbus und Egger-Lienz Heimfest”

  1. Lamborghiniraser Says:

    wenn man jemanden begrapscht, dann knicken doch normalerweise die fingerspitzen ab? oder sehe ich da was nicht richtig?
    du hast ja anscheinend auch zu beginn geglaubt, es sei eine männerhand oder? trotz der bemalten fingernägel. oder ist das auch ein problem, dass sie bemalt sind? weil das klassifiziert ja auch wieder die person als frau, die den männerarsch begrapscht, das wiederum sexuelle belästigung ist.

    • Öhm, dir ist bewusst dass die Menschen da vorbeigehen. Nen Hintern und ne Hand sehen und dann kommen die Assoziationen. Die werden sich nicht 3 Minuten hinstellen und ergründen versuchen ob das jetzt grabschen, auf den Hintern schlagen, … Oder eine Männer/eine Frauenhand ist. Ganz einfach weil, wir oben beschrieben, in unserer Gellschaft klassischerweise so ist dass Frauen begrapscht werden. Und diese Handlung auf dem Plakat zumindest tolerierend gebracht wird

      • Lamborghiniraser Says:

        aja, woher weißt du dass automatisch die assoziationen kommen? feldstudie betrieben? man kanns drehen und sehen wie mans will.

        nochmal: wenn das grapschen sein soll, dann müsste man die finger sehen, wie sie sich ins fleisch reinkrallen. man kanns drehen und sehen wie mans will.

        außerdem könnte es ja so interpretiert werden, dass die frau jetzt endlich grapschen darf und nicht mehr der mann. hat doch auch was von starker frau, nicht?

      • Ob es grabschen ist oder auf den Arsch hauen, da ist ja recht wenig Unterschied oder? Ich glaube daran sollte sich die DIskussion nicht festbeissen.

        Klar ist: Frauen sind von sexueller Belästigung und Gewalt mehr betroffen als Männer. Daher ist auch das Sujets (selbst wenn es bei näherer Betrachtung viell. eine Frauenhand sein sollte) mehr betroffen.

        Und: Auch wenn eine Frau einen Mann angrabscht ohne vorher zu checken ob das eh in Ordnung geht, ist das nicht ok. Und das Plakat zeigt eben nicht auf dass das für die andere Person ok ist.

      • Haha – wie weltfremd kann man sein. Lamborghiniraser hat vollkommen recht – „außerdem könnte es ja so interpretiert werden, dass die frau jetzt endlich grapschen darf und nicht mehr der mann. hat doch auch was von starker frau, nicht?“ aber die GRAS will das ja nicht, siehe Frauenquote in der ÖH in GRAS Referaten – 1 Frau, 4 Männer! Und damits net blöd ausschaut, stell ma einfach a unerfahrene an die Spitze, um der Lächerlichkeit die Krone aufzusetzen.
        Alsdann, frohes Aufdecken weiterhin.

  2. tschulige wo gehts da jetzt um die gras?! habe ich auch nirgendwo erwähnt oder? und wenn die gras nen scheis baut, dann hoff ich das menschen sie darauf hinweisen.

    und nein: auch wenn eine frau nen mann angrabscht ohne zu fragen ist das nicht in ordnung. und ich habs eh öfter erwähnt: wir leben in einer gesellschaft in der FRAUEN als sexobjekte verwendet werden

  3. unfassbar Says:

    Also echt jetzt…man(n) kann echt alles übertreiben! 1. Eine Männerhand auf einem Männerhintern is ja wirklich sehr sexistisch.
    2. es wär echt an der Zeit, dass sich diese ganzen „FeministInnen“ und „Sexismuswächter“ mal mit den wichtigen Themen befassen, und nicht so lächerliche anschuldigungen stellen. Ich meine ihr macht euch und euer (meiner Meinung nach sehr wichtiges) Anliegen total lächerlich! Denn, ich zitiere: „nicht jede Hand auf einem Hintern ist Sexismus, und nicht jeder Wolkenkratzer ist ein Phallussymbol, ein bisschen Spaß muss manchmal sein!“

    • @unfassbar: Sexuelle Belästigung ist ein reales Problem, welches viele Frauen betrifft. Diese Belästigung ist oft genau in der Form von Betatschen und Hintergreifen. Das reine Darstellen dieser Handlung in Bezug auf ein Fest, ohne der Klarstellung durch das Motiv dass das Berühren konsensual erfolgt, ist für mich inakteptabel.

      Und zum Hinweis auf: „habts nix anders zu kritisieren?“ Doch habe ich und tu ich. aber warum sollte ich deswegen Alltagssexismus verschweigen?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: