Jetzt aber wirklich: Nie wieder Ulrichsberg


Das seit 1958 auf dem Ulrichsberg in Kärnten stattfindenden Treffen zum Gedanken „aller“ Opfer des 2. Weltkrieges, findet nie wieder statt. Jedoch: Das Treffen mit der fehlenden Abgrenzung von SS Soldaten und dem Gedankengut des Nationalsozialismus wurde nur auf einen anderen Ort verschoben. Ab jetzt findet das Ganze jährlich beim Herzogstuhl (ebenfalls Kärnten) statt.

Der Bericht von ORF Kärnten zu diesem Treffen muss hier jedoch kommentiert werden.

Polizisten gegen 30 Demonstranten
Auch der Hubschrauber war den ganzen Vormittag über im Einsatz. Die Polizisten mussten auch eine Demonstration mit rund 30 Leuten auf und neben der Klagenfurter Schnellstraße auflösen. Teilweise waren die linken Demonstranten vermummt. Erst als ihnen mit Strafen gedroht worden, ist haben sie ihre Gesichter gezeigt.

Warum dieser Hubschrauber notwendig war, wird nicht erwähnt. Der Eindruck den dieser Absatz hinterlässt: Hier fanden sich gewaltbereite Chaoten ein um eine legitime Veranstaltung zu stören. Nicht erwähnt  wird, dass die Demonstration legal angemeldet wurde und von den DemonstrantInnen selbst aufgelöst wurde (um die Mittagszeit). Streitigkeiten gab es zwischen Polizei und DemonstrantInnen um den Ort der Demo.

Beim Thema Vermmumung verwechselt der ORF Kärnten auch Ursache und Wirkung. Wenn Polizei bei Demonstrationen massiv fotografiert und filmt, dann ist es auch das Recht der Menschen sich diesem Verlust der Anonymität zu entziehen. Ziel der Behörden ist natürlich, dass diese Wahrung der Anonymität sich in sinkenden TeilnehmerInnenzahlen bei Demos äussert. „Die linken Demonstranten“ üben hier aber zivilen Ungehorsam und widersetzten sich (eine gewisse Zeit lang) dem Vermummungsgesetz. Warum das Recht auf Anonymität im Web von vielen verteidigt wird, im Falle einer Demonstration jedoch als Zeichen von Gewaltbereitschaft interpretiert wird, liegt wohl an der Art und Weise wie Medien darüber berichten.

Zukunft wurde gestaltet
Das Ulrichsbergtreffen sei eine Gedenkfeier, die nichts anderes im Sinn habe als das Gedenken aufrecht zu erhalten. „Wir wollen jenen Männer und Frauen gedenken, die nur eines im Sinn hatte – unsere Heimat zu verteidigen und damit unsere Zukunft zu gestalten“, hielt LH-Stv. Uwe Scheuch (FPK) fest.
ÖVP Klubobmann Stefan Tauschitz sagte, der Tod müsse uns Mahnung sein. Er übte auch Kritik an Verteidigungsminister Darabos, der dem Bundesheer eine Teilnahme am Ulrichsbergtreffen untersagt hatte, weil es für ihn am rechten Rand angesiedelt sei.

Anstatt das Treffen kritisch zu betrachten, wird dem Ulrichsbergtreffen die Fähigkeit zugesprochen, die Zukunft zu gestalten. Interessant für ein Treffen, dass von einem Verein organisiert wird, der sich nicht von Kameraden der SS distanziert und auch nichts anstössiges an der Teilnahme führender Grössen der Neonazi Szene findet.

Die rechte Gesinnung des Treffens wird auch durch die Aussage von Uwe Scheuch untermauert, der weiter munter die Opferthese vertritt. Nicht die Soldaten der Wehrmacht und die Anhörigen der SS waren Opfer. Die von diesen Organisationen getöteten und oft auch gequälten Menschen sind die Opfer! Österreich wurde nicht mit massiver Waffengewalt zum deutschen Reich gezwungen. Es hat sich in der großen Mehrheit freudig angeschlossen.

Ein paar positive Dinge gibt es jedoch auch zu berichten:

Vor 20 Jahren waren noch noch zehn Mal so viele gekommen. Soldaten, die bei Kriegsende 20 waren und heute noch leben, sind mittlerweile 85 Jahre alt. Das Treffen war seit seiner Gründung im Jahr 1959 umstritten.

Die Treffen werden immer kleiner. Trotz des überwiegend positiven Tons des Artikels, berichtet der ORF am Ende doch noch über Gründe dieses Treffen abzulehnen

In die Schlagzeilen geraten ist der Ulrichsberg im Jahr 1995, als Jörg Haider im Vorfeld des Treffens in einem Krumpendorfer Gasthaus eine Ansprache vor ehemaligen Mitgliedern der Waffen-SS hielt.

Eine Rede, in der er sein Publikum als Vorbild bezeichnete. Als anständige Menschen mit Charakter, die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stünden und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben seien. Die Waffen-SS war vom Nürnberger Gerichtshof als Teil der SS zu einer verbrecherischen Organisation erklärt worden.

Im letzten Jahr wurde das Treffen abgesagt, weil es im Vorfeld einen politischen Wirbel gegeben hatte. Ausgerechnet das Jubiläum zum 50. Treffen ist ausgefallen. Verteildigungsminister Darabos hat dem Bundesheer die Mitwirkung verboten, weil der damalige Obmann der Ulrichsberg-Gemeinschaft im internet Nazi-Devotionalien feil geboten hatte. Als Festredner sind diesmal Rudolf Gallob und Ex-Minister Herbert Haupt vorgesehen.

DerStandard.at berichtet auch über das Treffen

Die Creme der deutschen und österreichischen Neonazi-Szene war diesmal ausgeblieben. Auch die Teilnehmerzahl beim umstrittenen Kärntner Ulrichsberg-Treffen ehemaliger Kriegsveteranen war mit geschätzten rund 400 so gering wie noch nie. Dennoch fanden sich auch heuer wieder Rechtsextreme ein. Diese reisten unter anderem aus Deutschland, Italien, Flandern, Estland und Frankreich an. Auch einzelne Vertreter der Kameradschaft IV der Waffen-SS waren wieder mit dabei. Die Feier selbst wurde diesmal nicht wie bisher auf dem Ulrichsberg abgehalten, sondern auf dem Herzogstuhl, auf dem einst die Kärntner Herzöge proklamiert wurden. Dem Bundesheer hatte Verteidigungsminister Norbert Darabos die Teilnahme wegen mangelnder Abgrenzung zu NS-Gedankengut (im Vorjahr war ja ein Ulrichsberg-Funktionär, der mit NS-Devotionalien handelte, aufgeflogen) untersagt.

Der Standard ist wesentlich kritischer. Spannend (und auch Schade): Die Gegendemo wird im Standard nicht erwähnt.

Am 9.-10. Oktober gibt es die nächste Möglichkeit sich gegen den herrschenden rassistischen und rechten Konsens in Kärnten aufzulehnen.

Am 10. Oktober 2010 jährt sich zum 90. mal die Kärntner Volksabstimmung über den Verbleib Südkärntens bei Deutsch-Österreich. Zu diesem Anlass lädt die Kärntner Landesregierung, wie schon im Jahr 2000, zu einem Festumzug ein, der vom ORF live übertragen wird.
Unter dem Motto ,,Kärnten – Gestern – Heute – Morgen“ sollen weiters Ausstellungen gezeigt und Sonderbriefmarken gedruckt werden sowie Veranstaltungen wie die ,,Fahnenaktion – Jedem Kärntner Haushalt eine Kärntnerfahne“ und Schulwettbewerbe zum Thema stattfinden.

Mehr Infos gibts auf no10oktober.

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13 Antworten to “Jetzt aber wirklich: Nie wieder Ulrichsberg”

  1. „Wenn Polizei bei Demonstrationen massiv fotografiert und filmt, dann ist es auch das Recht der Menschen sich diesem Verlust der Anonymität zu entziehen. Ziel der Behörden ist natürlich, dass diese Wahrung der Anonymität sich in sinkenden TeilnehmerInnenzahlen bei Demos äussert.“ACH WAS! Wie unfair von der Polizei…Wenn Veranstaltungsteilnehmer von Antifanten fotographiert und im Netz nenunziert werden, ist das natürlich völlig ok. Schon klar.
    Und dass linke Bastarde alte Menschen zwischen 85 und 90 Jahren vor 2 Jahren mit Knüppeln überfallen haben und erst daraufhin Gegengewalt erfahren haben, wird natürlich auch verschwiegen. Ach, IHR SELBST ERNANNTEN GUTMENSCHEN…

  2. Christina Says:

    Liebe Leni, wie wärs mit ein bißchen mehr Objektivität und Sachlichkeit. Ausdrücke wie „linke Bastarde“,… finde ich haben bei einer Diskussion nichts zu suchen und disqualifizieren GesprächsteilnehmerInnen. Woher du deine Informationen hast brauch ich wohl nicht fragen, dass liegt auf der Hand (besser informieren wäre kein Fehler).

    Die Verbreitung von rechten Gedankengut ist kein Kavaliersdelikt sondern ein Verbrechen!

    • mit mir nicht Says:

      Nein, ist es nicht. Nur die nationalsozialistische Wiederbetätigung ist bei uns in Österreich ein Verbrechen. Nicht die Verbreitung rechten Gedankengutes. Das gehört zur Demokratie. Du kannst ja auch dein linkes Gedankengut verbreiten. Also ist es demokratisch rechtes Gedankengut zu verbreiten. Damit du es kapierst, hier mal eine Kostprobe: Lies das Buch von Thilo Sarazzin. Stoppt den Islam. Weg mit Kopftücher, Moscheen und Minaretten. Helft den Isrealis bei der Verteidigung ihres Vaterlandes. Schmeißt alle moslemischen Straftäter aus dem Land. Ändert unser Sozialsystem. Keine Transferleistungen an Familienangehörige von Migranten. Zuzugsverbot. Setzt das Asylrecht für einige Zeit aus. Schärfere Gangart gegen Integrationsverweigerer und hiesige Langzeitarbeitslose. Mistet den ORF aus. Ersetzt linke Journalisten durch Rechte….
      Und, gefällt dir das?
      Siehst, darüber kann man jetzt diskutieren. Das ist Meinungsfreiheit.

    • Karl Martell Says:

      Die Verbreitung von linkem Gedankengut ist demnach wohl kein Verbrechen? Wieviel Menschen wurden denn (ohne Krieg!) unter linken Regimen ermordet? Eure Geschichtskenntnis beläuft sich auf die Zeit von 1933 bis 1945. Ist das nicht ein bißchen wenig? Das große Morden fing danach doch erst richtig an!
      Und die Deutsche Geschichte beschränkt sich nicht auf 12 Jahre, so schlimm diese auch gewesen sind. Aber man kann doch nicht das ganze Elend der nachfolgenden Jahre unter linken Herrschaftssystemen negieren! Selbst die Nazi waren Sozialisten! Nationale Sozialisten! Die heutige Antifa Bewegung ist nichts anderes als die Schlägertrupppen des Dritten Reiches! Sie agieren wie die SA! Sie sind die Faschisten der Neuzeit! Sie formieren sich gegen Menschen des eigenen Volkes,indoktriniert durch Kulturmarxismus (P.C.) , Rassisten gegen das eigene Volk!

      • Kopie aus proxxis Kommentar weiter unten:
        „„Nazi bedeutet Sozialist mit nationaler Gesinnung“: Du hast nicht den blassesten Schimmer. Nazis wollen die totale Unterwerfung der Menschen unter die Nation und den Staat. Für den Erfolg der Nation und des Staates sollen sich die Menschen aufopfern, jeder an seinem Platz – ohne Aufhebung der Klassengesellschaft, ohne Aufhebung des Kapitalismus.
        Sozialisten hingegen wollen eine Aufhebung des Konkurrenzsystems und eine Gesellschaft ohne Klassen und ohne Staaten. Eine Gesellschaft, in der das Wohl der Gemeinschaft mit dem Wohl des Individuums versöhnt ist. Adorno hat es so ausgedrückt: „Die Einheit des Vielen ohne Zwang“. Tip: Bisschen Marx lesen, dann erst über Sozialisten reden.“

  3. christina Says:

    für mich ist rechtes Gedankengut ein Verbrechen und zwar ein Verbrechen an Menschen anderer Herkunft, anderer religiöser Überzeugung und sexueller Orientierung. Ich spreche hier keinesfalls von gesetzlichen Regelungen (und der Grad zwischen Verbreitung von rechtem Gedankengut und Wiederbetätigung ist oft ein schmaler)!!!

    Im rechten Gedankengut scheint die Angst vor „Anderssein“ in welcher Weise auch immer der treibende Motor zu sein, wie traurig, kann man doch z.B. von anderen Kulturen sehr viel lernen…….aber ich versteh schon Hetze und Hass ist doch ein viel einfacher Weg mit durchaus vorhandenen Problemen im täglichen Miteinander umzugehen.

    Über das Buch von Thilo Sarazzin will ich nicht einmal nachdenken, geschweige denn darüber sprechen…..mich interessieren nur sachlich relevante Bücher und KEINE POLEMISIERENDE LEKTÜRE.

    • mit mir nicht Says:

      Liebe Christine! Da ich das Buch von Sarrazin gelesen habe kann ich dir eines versichern: Es ist weder polemisierend noch populistisch. Im Gegenteil. Es ist nüchtern und sachlich. Es war für mich als naturwissenschaftlichen Akademiker sogar stellenweise schwer zu lesen, da es profunde Kenntnisse in Soziologie und Sozialkunde vorraussetzt.
      Übrigens ist es in 2 Teile gegliedert. Teil 1 beschreibt die derzeitige Situation. Anhand von Daten und Fakten. Im kurzen Schlußteil gibt er Lösungsvorschläge an, die in anderen Ländern schon laufen.
      Dieses Buch macht keinerlei Schuldzuweisungen und ist politisch völlig neutral. Was darüber in der Öffentlichkeit geschrieben wurde ist zum Teil völliger Unsinn. Was für verantwortungslos dumme Journalisten es doch gibt.
      Das was das Buch so gefährlich macht, ist die Tatsache des direkten Ansprechens der ungeschminkten Wahrheit. Finde selber heraus wen sowas stört…

    • Porscheraser Says:

      @ christina: Normalerweise sagt man, dass Bücher solange ungefährlich sind, solange sie nicht gelesen werden.

      Diesmal ist diese Weisheit leider nicht mehr gültig, da linkslinke Gutmenschen (= ist lt. amerik. Psychologen eine Art Geisteskrankheit) das Buch entweder nicht gelesen haben, oder wenn doch dann nicht verstanden haben, fleissig gegen dieses Buch polemisieren.

      Man kann jetzt dieses Buch öffentlich verbrennen, man kann den Autor öfentlich fertigmachen, man kann geng den Autor mit üblicher linker Gewalt vorgehen, aber das ändert nichts an der Tatsache dass Thilo Sarrazin FAKTEN aufzählt.

      Was in meine linke Welt nicht reinpasst muss mit Gewalt vernichtet werden. Das ist das linke GutmenschenCredo. Keine Argumente, keine Begründungen aber Steine werfen, und alle andersdenkenen als Rassisten und NAZIS (Nazi bedeutet Sozialist (=ROTER) mit nationaler Gesinnung) verunglimpfen. Tolernaz fordern, sich selbst als tolerant bezeichen, aber ja keine andern Meinung oder gar Gesinnung tolerieren.

      • „Nazi bedeutet Sozialist mit nationaler Gesinnung“: Du hast nicht den blassesten Schimmer. Nazis wollen die totale Unterwerfung der Menschen unter die Nation und den Staat. Für den Erfolg der Nation und des Staates sollen sich die Menschen aufopfern, jeder an seinem Platz – ohne Aufhebung der Klassengesellschaft, ohne Aufhebung des Kapitalismus.
        Sozialisten hingegen wollen eine Aufhebung des Konkurrenzsystems und eine Gesellschaft ohne Klassen und ohne Staaten. Eine Gesellschaft, in der das Wohl der Gemeinschaft mit dem Wohl des Individuums versöhnt ist. Adorno hat es so ausgedrückt: „Die Einheit des Vielen ohne Zwang“. Tip: Bisschen Marx lesen, dann erst über Sozialisten reden.

        Du findest also, dass Sarrazin Fakten aufzählt: Also gibt es sowas wie ein Judengen? Den wissenschaftlichen Beweis dafür würde ich dann doch gerne mal sehen. Sarrazin ist ein rechter Hetzer, kein Wunder erntete er prompte Zustimmung von der NPD. Die findet nämlich, so wie du: „Sarrazin hat Recht!“ http://npd-blog.info/2010/09/13/npd-sarrazin-hat-recht-nur-die-npd-weis-es-besser/

        Viele Grüße vom linkslinken Gutmenschen an den rechtsrechten Bösmenschen.

  4. Karl Martell Says:

    @ proxxi

    Was sie beschreiben ist nicht Sozialismus sondern Kommunismus!

    Für den Begriff „Sozialismus“ gibt es viele Beschreibungen. Doch nur eine hält wissenschaftlichen Kriterien stand: Die, die Friedrich Engels und Karl Marx geliefert haben und die Wladimir Iljitsch Lenin weiterentwickelt hat.

    Sozialismus: Es gibt kein Privateigentum an wichtigen Produktionsmitteln mehr; Betriebe und Boden stehen in gesellschaftlichem Eigentum.
    Sozialismus: Die Arbeiterklasse hat die Macht und bestimmt über deren Werkzeuge, Polizei und Militär.
    Sozialismus: Produktion und Gesellschaft werden planmäßig entwickelt.
    Sozialismus ist die erste Stufe zu einer kommunistischen Gesellschaft. Sozialismus ist noch eine Leistungsgesellschaft, es gilt: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung. Im Sozialismus herrscht Klassenkampf, denn noch gibt es gesellschaftliche Klassen. Daher sprachen die Klassiker auch von „Diktatur des Proletariats“, was nichts anderes heißt als: Herrschaft der Arbeiterklasse (also der Mehrheit der Bevölkerung) über die Kapitalistenklasse.

    Kommunismus ist die nächste Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung. Hier ist die Kapitalistenklasse abgestorben, der Staat löst sich auf (weil er nicht mehr nötig ist), Militär wird ebenfalls überflüssig. Kommunismus ist keine Leistungsgesellschaft mehr. Es gilt: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.

    Und das alles ohne Zwang? In welcher Welt leben Sie eigentlich?Ist die Geschichte spurlos an Ihnen vorbei gegangen? Adorno hatte wohl die Kappe am brennen?

    Tip: Mehr Marx lesen und die gesellschafliche Realität beachten!

    • @Karl Martell Schön Sozialismus zusammengefasst. Finde ich ganz gut.
      Nur was DIESE Dinge mit Nationalsozialismus zu tun haben sollen. Triffst ja gar nichts zu!

      Und: Klar die gesellschaftliche Realität sieht anders aus, aber massive Veränderungen hat es immer gegeben. Also: Nur UNREALISTISCH aber nicht unmöglich.

      @Diktatur des Proletariats: Finde den Begriff auch nicht ideal, demokratische/hierarchiefreie Strukturen müssen meiner Meinung nach sofort angegangen werden und nicht erst später

    • Sie verwenden die traditionell marxistisch-leninistische (ML) Definition von Sozialismus und Kommunismus. Diese findet sich vor allem bei Lenin, Marx verwendet die Begriffe Sozialismus und Kommunismus weitgehend synonym. Viele andere marxistische Strömungen und Weiterentwicklungen kritisieren das Stufenmodell des ML.

      Zum Thema Zwang: Einen Grund, warum es nicht möglich sein sollte, eine Gesellschaft ohne Zwang zu organisieren, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Da hat Adorno also nicht die „Kappe am Brennen“, wie sie sich da ausdrücken, sondern er formuliert eine gesellschaftlichen Utopie (also eine mögliche Gesellschaftsordnung, die noch nicht ist): Den Kommunismus.
      Nun ist es klar, dass zum Umsturz des herrschenden bürgerlichen Systems Kämpfe nötig sind. Das nicht, weil RevolutionärInnen Gewalt toll finden, sondern weil sich KapitalistInnen, bürgerlicher Staat und rechte KonterrevolutionärInnen (wie z.B. Sie – in Ihrem ersten Posting wird Ihre faschistische Gesinnung mehr als deutlich) den Kampf gegen das jetzige System mit Gewalt beantworten werden (dafür ist der bürgerliche Staat mit Notstandsgesetzen usw., die festlegen, wann er sich Demokratie und Rechtsstaat nicht mehr leisten will, ja auch bestens gerüstet).

      Tip: Es gibt mehr als die ML-Interpretation von Marx – diese klammert nämlich sehr wichtige Teile der marx’schen Kritik (z.B. die Wertkritik) aus! Die gesellschaftliche Realität beachten ist etwas anderes, als sie zu naturalisieren und somit festzuschreiben!

      wie stefon schreibt: Erklären Sie doch bitte mal, was an den Nazis sozialistisch war. Gabs da etwa kein Privateigentum an wichtigen Produktionsmitteln mehr? lol: man muss schon viel Phantasie haben, um sich die Nazis als Sozialisten zurecht zu lügen, gell?

  5. […] 2012: Nazis mal wieder… Vom Ulrichsbergtreffen 2010 und den Protesten dagegen habe ich früher bereits berichtet. Auch dieses Jahr findet das Ulrichsbergtreffen statt. Um was es dabei geht? Die […]

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