Verplante Unipolitik


Heute möchte ich mal nicht über die fehlende Finanzierung der Universitäten sprechen. Auch nicht über die zunehmende Verschulung und den wachsenden Einfluss der Wirtschaft. Und nein, auch die Entdemokratisierung ist mein Thema heute.

Es geht um Zugangsbeschränkungen. Diese sind von ÖVP Wissenschaftsministerin Karl als Mittel entworfen, Studierende von überlaufenen Studiengängen in „nützlichere“ bzw. „dringend“ benötigte Studienfächer zu treiben. So nach dem Motto: In Psychologie, Kommunikationswissenschaft, … führen wir Aufnahmeprüfungen ein. Also studierts doch lieber Informatik.

Voraus geschickt werden muss: Natürlich studieren viele Menschen Psychologie, Kommunikationswissenschaften und andere Studienfächer ohne genau zu wissen was sich hinter diesen Studiengängen verbirgt. Das ist natürlich ein Problem. Für dieses Problem gibt es jedoch Lösungen und auf diesem Gebiet arbeiten Ministerium und ÖH auch gut zusammen.

Jedoch sieht die Regierung trotzdem Bedarf an Zugangsbeschränkungen und Regelungen wer nun was studieren darf. Verteidigt wird dies damit, dass doch für die Zukunft geplant werden müsse. Dass doch recht klar ist, welche Studenten und Studentinnen in Zukunft gebraucht werden und gewisse Fächer daher bevorzugt und von anderen abgeschreckt werden muss.

Genau dieser Gedanke von Planbarkeit über eine längere Zeitspanne von um die 10 Jahre ist zu kritisieren.

So hat die damalige Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) etwa 2001 in ihrem jährlichen „Brief an die Maturantinnen und Maturanten“ ausdrücklich Studien im IT-Bereich empfohlen und vor Lehramtsstudien gewarnt, weil es lange Wartezeiten von fünf bis acht Jahren gebe.
Zehn Jahre später hat sich diese Wartezeit verlagert. Heute warten nicht mehr die, die Lehrer werden wollen, sondern die, die Lehrer haben wollen.

Also selbst in einem Beschäftigungsbereich in dem mensch recht gut ausrechnen könnte, wieviele StudentInnen in Zukunft benötigt werden, funktioniert dieses Voraussehen in die Zukunft nicht. Der Erfolg der Abschreckung von LehramtsstudentInnen: Österreich gehen die LehrerInnen aus.

Nachdem eine zuverlässige Planung über mehrere Jahre hinweg nicht möglich ist, sollten SchülerInnen möglichst gut über ihre Studienmöglichkeiten informiert werden. Die Entscheidung ob sie studieren wollen und wenn ja, was genau, muss ihnen überlassen werden. Denn klar ist auch: StudentInnen die sich für das interessieren was sie studieren brauchen wir!

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10 Antworten to “Verplante Unipolitik”

  1. mit mir nicht Says:

    Hey Stefon du armes rotes Schwein. Beende Deinen Blog. Keine Sau interessiert sich. Du hast nie Kommentare. Geh lieber was Arbeiten…

    • Sehr konstruktiver Kommentar, echt!

    • Hallo „mit mir nicht“. Es freut mich dass du meinen an Kommentaren doch recht armen Blog bereicherst.

      Kurz zur Form deines Kommentars: Wenn du einen etwas weniger beleidigenderen und einen mehr mit Argumenten angereicherten Stil verwendest, werden dich mehr Menschen ernst nehmen.

      Zum Inhalt deines Kommentares:
      Du bezeichnest mich als „rotes Schwein“. Wenn du damit andeuten willst dass ich der SPÖ nahe stehe. Beileibe nicht. Wenn du damit andeuten willst, dass ich im politisch linken und libertären Lager bin: Stimmt.
      Zum Thema kein Mensch interessiert sich und kein Mensch kommentiert: Wenn das so ist, warum machst du dir die Arbeit mir ein Kommentar zu hinterlassen?! Etwas widersprüchlich.
      Zum Thema „arbeiten gehen“: Freut mich dass du dir um mein Einkommen sorgen machst. Hat aber wenig mit meinem Blog zu tun oder?

      • mit mir nicht Says:

        Ok. Überredet. Schau mal bei sos Österreich vorbei. Dort liest du andere Meinungen. Gut, für meinen etwas provokanten Ton entschuldige ich mich. Aber in der Sache gehen wohl unsere Meinungen deutlich auseinander. Ich bin national gesinnt, bin proisraelisch und antimoslemisch. Ich bin zwar sehr sozial aber nicht links. Übrigens ich meinte NICHT, daß du ein rotes Schwein wärst, sondern ein „armes Schwein“ mit roter Gesinnung. Also bitte nicht als Beleidigung auffassen.
        Ok. Wenn ich in Zukunft was zu schreiben habe, bleib ich sachlich. Versprochen.

      • Hi „mit mir nicht“.

        „Armes Schwein“ fasse ich auch ohne dem „rot“ als Beleidigung auf. Aber gt, du willst dich ja in Zukunft sachlicher ausdrücken. Bin gespannt.

        Klar: National bin ich in keinster Weise eingestellt. Was das antimoslemisch und proisrael mit dem Blogposting zu tun hat versteh ich nicht ganz.

        Wenn du schon sagst. “ Aber in der Sache gehen wohl unsere Meinungen deutlich auseinander“ würde mich interessieren was du INHALTLICH an dem von mir geschriebenen kritisierts. Alles andere interessiert mich nämlich eigentlich gar nicht.

  2. Porscheraser Says:

    Ad stefon: Ich verstehe unter „Armen Schwein“ jemand dem es sehr schlecht geht, der in einer schlechten lage ist. Wenn ic jemanden erkläre in welcher Gegend ich (gegen meinen Willen hinversetzt) abeiten muss, so ist der regemäßige Kommentar meiner Gegenüber „Bist ein armes SCHWEIN“!

    Und ich gebe denen RECHT! Denn ich versteht diese Bezeichung als eine Bekundung meiner Situation.

    Dass Du dich in einem LINKEN Umfeld bewegst, das brauchst du gar nicht extra zu betonen. Was ich aber nicht verstehe ist, was Du gegen diesen Staat hast, was du gegen dieses österreichische Volk hast.

    Willst Du Akademiker, die dann als Tankwarte und Strassenkehrer arbeiten? Oder sollten diese Akademiker lieber dem Staat auf der Tasche liegen, genau dem Staat den Du und deinesgleichen so ablehnen.

    Vielleicht brauchen wir ja in Zukunft mehr Psychogen um jene Leute zu betreeuen, die für den ganzen Irrsinn noch härter und noch mehr und noch länger arbeiten müssen damit die Finanzierbarkeit dieser Maßnahmen gegeben ist.

    Und damit sind wir wieder dort wo Du eigentlich nicht hin willst, beim arbeitenden VOLK. Genau dieses VOLK das Du und deinesgleichen so verflucht, erhält euch. Ohne dieses Volk würdet Ihr verhungern.

    Ihr seid gegen die Nation, lebt aber von genau dieser Nation. Ihr seid die, die bahaupten tolerant zu sein, und wenn einer eine andere Meinung hat dann fliegen die Steine, denn ihr habt keine Argumente. Eure Sprache ist die Gewalt.

    Ihr tut mir sehr leid Ihr Gutmenschen.

    P.S. Bei der Menge an Psychos in euren Reihen sollte sich doch einer finden der Euch helfen kann.

    • Eine letzte Warnung: Wenn nochmal Kommentare wie
      „P.S. Bei der Menge an Psychos in euren Reihen sollte sich doch einer finden der Euch helfen kann.“ kommen, lösche ich diese!

      Debatte armes Schwein hat nix mit dem Inhalt dieses Blogeintrages zu tun, daher ignoriere ich ihn.

      Zu deinen Anmerkungen:
      Ja ich bin gegen die Konstruktion „Staat“ und „Nation“. Jedoch nicht in irgendeinerweise „nur“ gegen den österreichischen, sondern gegen die Konstrukte an sich.

      Sie stellen keine „natürlichen“ Dinge dar, ohne die es nicht geht. Sie sind eine gesellschaftliche Formation, die zu gewissen Dinge führen.
      z.b:
      – Ausschluss: Ein Staat defineirt Menschen die in ihm wohnen dürfen und andere die das nicht dürfen.
      – Konkurrenz: Staaten MÜSSEN gegeneinander Konkurrenz führen solange wir in einem kapitalistischen Kontext leben.
      Sind jetzt nur 2 kurz angerissene Argumente zur Übersicht.

      Ich bin auch gegen den Begriff des „Volkes“. Was ist ein Volk? Gesellschaftlich und historisch konstruierte Menschengruppe. Durch die Verwendung des Begrifefs „Volkes“ wird der Eindruck erweckt als hätten alle Menschen dieses „Volkes“ gemeinsame interessen. Mehr gemeinsame Interessen als einem anderen „Volk“ gegenüber. Was ja Quatsch ist.
      ArbeiterInnen und Angestellte einer Staates haben mit Angestellten und ArbeiterInnen eines anderen Staates VIEL mehr gemeinsame Interessen als mit den ArbeitgeberInnen (sprich KapitalistInnen im Marxschen Sinne).

      Durch unser herrschendes Wirtschaftfssystem existieren gewisse Widersprüche (ArbeitnehmerInnen gegen ArbeitgeberInnen, Staaten gegen andere Staaten, …) und diese lassen sich nicht im System ändern.

      Klar: Nur weil mensch dieses Wirtschaftssystem und Staaten abschafft, bedeutet das noch kein besseres Leben per se. Eh klar. ABER: MIT diesen Konstrukten gehts auf keine Fälle!

  3. Karl Martell Says:

    Nicht gesellschaftlich und historisch konstruiert (so ein Schwachsinn) sondern gewachsen. Und natürlich haben solche gewachsenen Gesellschaften gemeinsame Interessen. Das war schon immer so. Wer tut sich denn freiwillig mit anderen zusammen, ohne gemeinschaftliche Interessen? Würden Sie jemanden heiraten, der gänzlich andere Interessen als sie vertritt? Ich glaube kaum.

    Sie sind doch nur gegen den Begriff des Volkes, weil sich ihr Geschichtsbewußtsein auf die Jahre 1933 bis 1945 bezieht.

    Gehen sie doch mal weg von ihrem ideologischen Denken.Schauen sie sich die Welt in ihrer Realität an!

    Sie glauben das sie mit anderen Kulturen in einem Land in Frieden leben könnten? Warum glauben sie,das sich verschiedenen Kuturen in verschiedenen Ländern entwickelt haben?

    Multikulturalismus ist eine Religion, die uns geradewegs in den Untergang führen wird. Sie können nicht einfach hunderte von Jahren Geschichte ignorieren, um einer Ideologie zu fröhnen.

    Natürlich ist nicht jede andere Kultur ein Problem für gewachsene Gesellschaften. Einwanderung und Assimilation hat es schon immer gegeben. Auch die meisten unserer Vorfahren sind aus anderen Kulturbereichen eingewandert.

    Aber Menschen aus dem Kulturbereich Islam sind doch eine ganz andere Sache! Seit 1400(!) Jahren führt dieser Kulturbereich Krieg gegen nichtislamische Kulturen (Hinduismus,Budismus,Juden,Kopten,Armenier,Christen usw.)

    Diesem Krieg konnte erst 1683 vor Wien Einhalt geboten werden.Das scheint alles vergessen zu sein! Das dies nicht nur historische Anekdoten sind, zeigt doch die heutige Präsenz des Islams in Europa.

    Und bevor sie überhaupt daran denken hierauf zu antworten,beschäftigen sie sich ernsthaft mit dem heutigen Islam, mit den tatsächlichen Gründen für Multikulturalismus,mit den Gründen,die zur Aufhebung der Meinungsfreiheit führten!

    Der von ihnen propagierte Soziallismus/Kommunismus ist auf ganzer Linie gescheitert. Der jetzige Weg über die EUSSR wird genau so scheitern, wie alle vorangegangenen Versuche.Eure
    Utopien sind lebensfremd,unmenschlich und zum Glück nicht finanzierbar!
    Ihr werdet wieder daran scheitern (Gott sei Dank), daß ihr zu allen Zeiten nicht mit dem Geld Anderer umgehen konntet!

    • Aaaalso:

      „Und natürlich haben solche gewachsenen Gesellschaften gemeinsame Interessen. “
      Welche Interessen haben Österreicher und ÖsterreicherInnen gemeinsam? Klar: den Wunsch dass es der Wirtschaft in Ö gut geht (aber selbst gute Wirtschaft hat unterschiedliche Auswirkungen auf unterschiedliche Menschen). Wie gesagt: Es gibt viel viel mehr Interessen die Menschen gemeinsam haben können, die nicht auf einer StaatsbürgerInnenschaft beruhen.

      „Sie sind doch nur gegen den Begriff des Volkes, weil sich ihr Geschichtsbewußtsein auf die Jahre 1933 bis 1945 bezieht“
      Falsch, ich kritisiere auch das Konzept „Volk“ bzw. „Staat“, „Nation“ im jetzigen Österreich und alle anderen Ländern.

      „Sie glauben das sie mit anderen Kulturen in einem Land in Frieden leben könnten? Warum glauben sie,das sich verschiedenen Kuturen in verschiedenen Ländern entwickelt haben?“
      Und weil in einem Land Kirchen und in einem anderen Land Moscheen, in einem Land Kebap und in einem anderen Schnitzel gegessen wird, kann es keinen Frieden geben?! Ist für mich noch lange kein Grund sich zu bekriegen.

      „Aber Menschen aus dem Kulturbereich Islam sind doch eine ganz andere Sache! Seit 1400(!) Jahren führt dieser Kulturbereich Krieg gegen nichtislamische Kulturen (Hinduismus,Budismus,Juden,Kopten,Armenier,Christen usw.)“
      Apropop Geschichte: Kreuzzüge sind ja auch vom christlichen ausgegangen. Also wir sind ja nicht gerade DIE friedliche Gegend. Aber klar: natürlich gab und gibt es Regimes in Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung die Krieg führen. Was sagt uns das?! Gibt und gab auch Kriege ausgehend von Ländern mit vorwiegend christlicher Bevölkerung.

      „Diesem Krieg konnte erst 1683 vor Wien Einhalt geboten werden.Das scheint alles vergessen zu sein! Das dies nicht nur historische Anekdoten sind, zeigt doch die heutige Präsenz des Islams in Europa.“
      Keinen Unsinn reden. Was hat die Türkenbelagerung mit Wirtschaftsmigration zu tun?! Und: Zuerst davon reden dass nicht ein kurzer Ausschnitt der Zeit (NS) verwendet werden soll um zu argumentieren, dann aber selbst Türkenbelagerung verwenden ist schon a bissl doppelbödig!

      „Der von ihnen propagierte Soziallismus/Kommunismus ist auf ganzer Linie gescheitert. “
      Stimmt sogar. Gibts bisher nicht in gelungener Form. Aber ist das ein Grund es nicht weiter zu versuchen? Mensch (und hoffentlich) Gesellschaft lernt weiter und bekommt neue Chancen.

      @politischen Islamismus: Natürlich bin ich gegen islamistische FundamentalistInnen welche einen minimalen Teil der muslimisischen Bevölkerung ausmacht. Aber ich bin ja auch gegen christliche FundamentalistInnen. Nicht dass da was falsch verstanden wird.

      „Utopien sind lebensfremd,unmenschlich und zum Glück nicht finanzierbar!“
      Utopien sind gesellschaftliche Ziele zu der mensch sich hinentwickeln will. Meine Utopie: EIne Gesellschaft deren Wirtschaftssystem nicht auf Konkurrenz und Ausbeitung fusst. Eine Lebensweise die Menschen nicht mit Grenzen einschliesst.
      Klar: Das geht nicht von heute auf morgen, aber es ist ein Ziel

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