Einzelfälle


Ich berichte in diesem Blog ja öfter über rechte Politik und Repression in Österreich. Über diese Ereignisse ärgere ich mich oft und ausgiebig. Es gibt jedoch etwas, dass mich langsam immer mehr ärgert. Dieses Wort „Einzelfall“.

Egal was passiert, es ist immer ein „Einzelfall“. Sehen wir uns mal die Liste der Einzelfälle der letzten Zeit an

Die geringe Motivation der österreichischen Regierung (ÖVP/SPÖ) und der rechten Parteien (BZÖ/FPÖ) diese Vorgänge zu kritiseren und zu verurteilen macht die Sache nicht besser.
Ist aber auch nicht überaschend. FPÖ und BZÖ sind ja rechtskonservative bis rechtsextreme Parteien.
In der ÖVP herrscht in vielen Teilen rechtskonservatives Denken: ÖVP gegen neue EU-Bestimmungen für Asylwerber
Und die SPÖ hat ja selbst Martin Graf als 3. Nationalratspräsidenten gewählt.

Einzelfälle sind es nicht, es ist eine Entwicklung. Von rechten Gedankengut in die Mitte des politschen Alltags.

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8 Antworten to “Einzelfälle”

  1. Und dass es erfahrungsgemäss auch nichts hilft, derartige Vorfälle zu kritisieren, steht nicht zur Diskussion?

    • Das Verschweigen und Akzeptieren der Vorfälle finde ich nicht gut. Ich finde es wichtig dass mehr Menschen eine kleine „Wut im Bauch“ spüren. Diese Vorgänge nicht akzeptieren wollen und viell. aktiv werden

  2. @ stefon:

    Von der rechtsextremen Provokation in Wiener Neustadt ganz zu schweigen. Leider wurde diese von sämtlichen Medien verschwiegen.

    http://thinkoutsideyourbox.wordpress.com/2009/05/13/nachste-rechtsextreme-provokation/

    @ andi:
    Verschweigen ist eindeutig der falsche Weg. Große Teile des offiziellen Österreich hat seit jeher rechtsextremes Gedankengut und Tendenzen verharmlost und als Dummheiten einzelner abgetan. Das Ergebnis wird nun präsentiert…

  3. stefon, das IST die mitte. nicht ohne grund heißt die studie der ebert-stifung: „ein blick in die mitte“
    http://library.fes.de/pdf-files/do/05433.pdf
    das ist die folgestudie von „vom rand zur mitte“ und darin wird klar festgehalten, dass das geräde vom „rechten RAND“ falsch ist.

    „Wir konnten zeigen, dass Bestandteile rechtsextremer Einstellungen in weiten Teilen der Bevölkerung zustimmungsfähig waren …“

    tipp: http://www.junge-linke.de/staat_und_nation/was_ist_nationalismus.html

    • Ich sitmme dir zu dass sehr viel recht(s-konservatives) Denken in der Mitte der Gesellschaft steht.

      KZ-Gedenken stören ist nicht in der Mitte würd ich sagen.. Polizeigewalt tolerieren… hmm.. denke da können viele Menschen mit
      Leider

      • die frage in sachen vergangenheitspolitik ist doch eher die: inwieweit benutzt die aktuelle politik das gedenken an den ns und seine opfer, um die eigene nationalistische politik (mit ihren durchaus auch tödlichen folgen) zu legitimieren bzw. in besserem licht erscheinen zu lassen.
        oder bist du der meinung, dass über die ursache der ns-massenmorde angemessen berichtet wird, also dass da die richtige analyse gebracht wird? – etwa der zusammenhang mit kapitalismus und nationalismus?

        man kann grad an der brd sehr gut zeigen, wie die politik den ns gebraucht, um ihren imperialismus zu fahren. ’nie wieder auschwitz‘ war die losung, unter der j. fischer den jugoslawien-krieg führte.

        es ist doch so, dass alles ok scheint, so lange es nicht nazistisch ist. über den gewöhnlichen nationalismus redet keine sau – und das ist auch dem ns gegenüber unangemessen, denn das war ’nur‘ auf die spitze getriebener nationalismus.

      • nationalist_innen auf der höhe der zeit, stören sich auch nicht am ns-gedanken (im gegensatz zu altmodischen nationalist_innen), weil sie gecheckt haben, dass sich mithilfe des ns und dem gedenken an ihn, sehr gut nationalistisch politik machen lässt.
        es ist doch so, dass deutschland heute, GERADE WEIL ES MAL DEN NS GAB UND ES NUN WEISS, WAS BESSER IST (nämlich: der gewöhnliche nationalistische kapitalismus), meint, die halbe welt regieren zu können. der ns wird heute als moralischer titel benutzt, für imperialismus.
        das haben die ns-opfer wirklich nicht verdient! aber tote können sich bekanntlich nicht wehren.

        noch der hinterletzte parlamentarier, der abschiebungen super findet, ebenso, dass sich „leistung wieder lohnen muss! gegen sozialschmarotzer, die der nation schaden!“, beteuert, wie schlimm der ns war.

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