Lesetip #3


Krankheitsbekämpfung und Persönlichkeitsformung
Interview mit Charlotte Jurk über Antidepressiva und Neoliberalismus
Depression ist eine Krankheit, die von den dunklen Seiten einer krisengeschüttelten Konkurrenzgesellschaft zeugt: Einsamkeit, Lethargie und Angstzuständen. Für die Pharmaunternehmen stellt sie einen riesigen Markt dar. Ein Effekt, den Charlotte Jurkin ihrem Buch „Der niedergeschlagene Mensch. Depression – Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung einer Diagnose“ untersucht hat.

n den USA wurde Prozac ganz offensiv als ,,Glücksdroge“ auf den Markt geworfen. 1990 – das neoliberale Programm hat seinen Siegeszug angetreten – schreibt der amerikanische Psychiater Peter Kramer ein Buch über Prozac: Jetzt endlich sei es möglich, die eigene Persönlichkeit zu formen. Wozu noch Depression? In Momenten der Schwäche oder der Krise führt diese Pille dazu, dass man sich wieder hineinstürzen kann in Genuss und Konkurrenzkampf.

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3 Antworten to “Lesetip #3”

  1. offtopic: Ein kurzer Hinweis: Tipp, nicht Tip! 😉

  2. Lesetipp²³:

    „Leider ist bislang nur ein kleiner Teil der Betroffenen organisiert. Die Psychiatrie erklärt die psychischen Krankheiten durch biologische Ursachen. Sie ließ psychologische und gesellschaftliche Ursachen bisher links liegen. “

    http://de.wikipedia.org/wiki/Antipsychiatrie

    http://www.lunaticpride.de/antipsy.htm (inkl. LinksLinksLinks…)

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