Sinnlose Gewalt, die Machtfrage stellen oder doch ganz anders?


Verletzte Demokratie
Die Unruhen in Griechenland haben soziale und politische Ursachen. Deswegen sind sie ein Warnsignal für andere EU-Staaten
Ungläubig verfolgt Europa in diesen Tagen das Geschehen in Griechenland: Nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Schülers versinkt der Mittelmeerstaat in der Gewalt. Die dritte Nacht in Folge lieferten sich tausende Jugendliche von Montag auf Dienstag in der Hauptstadt Athen Straßenschlachten mit der Polizei. Unzählige Geschäfte und öffentliche Gebäude gingen in Flammen auf. Handelsvereinigungen sprechen schon jetzt von einem Schaden in Höhe von 100 Millionen Euro. Die Regierung des Konservativen Kostas Karamanlis versucht sich im Krisenmanagement und versagt. [weiterlesen]

Patrouillierte griechische Polizei mit Neonazi-Milizen?
Bilddokumente belegen Kooperation uniformierter Beamter mit irregulären Kräften
Immer wieder wurde in den vergangenen Tagen über die Untätigkeit) und Hilflosigkeit der griechischen Polizei in der Auseinandersetzung mit jugendlichen Demonstranten berichtet. Nach Zeugenaussagen waren die Sicherheitskräfte jedoch weitaus weniger passiv als zunächst vermutet.
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Straßenkämpfe in Athen
… Brutales Vorgehen einer rechtsextrem durchsetzen Polizei hat in Griechenland eine traurige Tradition, die mindestens bis in die Schlussphase des Zweiten Weltkrieges zurückreicht. Die faschistischen NS-Kollaborationsverbände (die so genannten Sicherheitsbataillone, die Evzonen etc.) wurden von den britischen Invasionstruppen 1944/45 reorganisiert und neu bewaffnet, um sie gegen die starke ArbeiterInnen- und PartisanInnenbewegung einzusetzen. Die ehemaligen Schergen der Nazi-Besatzung bildeten den Kern des neuen „demokratischen“ Staatsapparates von Gnaden Großbritanniens und dann der USA.  … [weiterlesen]

Griechischer Polizei geht Tränengas aus
Die Protestbewegung gewinnt wieder an Stärke, nachdem es Karamanlis abgelehnt hat, zurückzutreten oder Neuwahlen auszurufen. [weiterlesen] 

Die Proteste in Greichenland halten an
… der Durchschnittsgrieche [hat] den Gürtel nicht nur enger schnallen müssen, er hat eventuell gar keinen mehr. Dem niedrigsten Mindestlohn Europas stehen die höchsten Lebenshaltungspreise gegenüber. Griechenland hat die höchsten Kreditzinsen und die reichsten Banken. Dem 28-Milliarden-Euro-Bankgeschenk stehen lediglich 7 Milliarden Euro für staatliche Bildungsabgaben gegenüber. Es gibt eine anhaltende Verteuerung der Lebenshaltungskosten, die Steuern für „working poor“ wurden erhöht, während es Steuererleichterungen für Spitzenverdiener gab. …
… . Der Durchschnittsalltag eines Sekundärschülers in Griechenland ist durch bis zu 14 Stunden Unterricht bestimmt. Morgens muss er seiner Schulpflicht in der staatlichen Schule nachkommen. Da dort aber weder die Mittel noch die organisatorischen Voraussetzungen für ein Bestehen des Zentralabiturs erfüllt werden, muss nach dem Schulvormittag eine private Nachhilfeschule besucht werden. … [weiterlesen]

 

 

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2 Antworten to “Sinnlose Gewalt, die Machtfrage stellen oder doch ganz anders?”

  1. Ich hoffe bald alles normalisieren wird..

    • Naja, aber was verstehst du unter normalisieren? Dass sich die derzeitige Regierung wieder fängt und weiter das Sozial- und Bildungssystem aushungert?
      Oder dass sich die Menschen mit ihrem Ärger weiter organisieren und ihre Interessen durchsetzen, solidarisch und gewaltfrei?
      Das Wort „normalisieren“ sagt (leider) wenig aus, weil was ist normal?

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