Einkommensverteilung und Gewinne kein Thema


Christian Fuchs wertet Daten bezüglich Unternehmensgewinne und Entwicklung der Daten in Österreich aus. Seine Fazit

Warum spürt die Masse der Menschen die Teuerung so sehr?
Weil Profite über dem Interesse der Menschen stehen. Da Gewinne niedrig besteuert werden. Da Löhne viel langsamer gewachsen sind als Profite.
Die einzige Lösung dafür ist, eine Trendumkehr einzuleiten, einzugestehen, dass Unternehmensgewinne und einseitig verteilter Reichtum pervers und unmoralisch sind und dass es dringend eine Umverteilung von oben nach unten braucht. Wie ist die zu erreichen?
Durch eine wesentliche Erhöhung der Besteuerung von Kapital und Vermögen. Dazu muss aber gesagt werden, dass es Gruppen gibt (Unternehmen, Aktionären, Reichen), denen Reichtum weggenommen werden muss, um diesen Ärmeren zu geben. Da dieses Thema keine Rolle im Wahlkampf spielt, muss angenommen werden, dass die etablierten Parteien offenbar nicht bereit, eine Änderung der ungerechten Verteilung vorzunehmen. Sie vertreten vorherrschende Interessen.
Und daher wird dieses Thema totgeschwiegen und den Menschen erzählt, an der Teuerung seien Ausländer schuld oder Abhilfe könne eine höhere Familienbeihilfe schaffen. Nach diesen Wahlen ist keine Veränderung zu erwarten.
Ein Wahlkampf, in dem über Vertrauen und nicht über die Perversionen des Kapitalismus gesprochen wird, ist eine lächerliche Zirkusveranstaltung, die die Menschen verhöhnt.

Quelle: Christian Fuchs Blog

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Eine Antwort to “Einkommensverteilung und Gewinne kein Thema”

  1. Es gibt im Wahlkampf nicht nur Plakate.

    Was einer Partei wichtig ist, formuliert sie in ihrem Wahlprogramm.
    Unseres wird Mittwoch 27.August präsentiert.
    Ich erlaube mir heute schon ganz kurz daraus zu zitieren:

    Die Überschrift eines zentralen Kapitels lautet:
    Arbeit entlasten und Reiche in die Pflicht nehmen
    dann finden sich eine Reihe konkreter Vorhaben, u.a:

    Vermögen vernünftig besteuern. Was überall selbstverständlich ist, soll auch in Österreich möglich sein – eine Vermögensteuer, bei der Vermögen unter Gewährung hoher Freibeträge mit einem geringen Steuersatz belegt werden. Zur Vermeidung der Doppelbesteuerung wird die Grundsteuer abgeschafft.

    Stiftungen zur Kasse. Als erste Sofortmaßnahme zur Reduktion der Steuerprivilegien für Privatstiftungen wird der Steuersatzes bei Einbringung von Vermögen in die Stiftung von derzeit 2,5 auf 5 Prozent verdoppelt. Eine Vermögenszuwachssteuer wird eingeführt.

    Volle Lohnsteuer ab 100.000. Keine Begünstigung des 13./14. Gehalts für Gehaltsteile über 100.000 Euro steuerliche Bemessungsgrundlage – das trifft die obersten 0,9 Prozent der LohnsteuerzahlerInnen. 99,1 Prozent erhalten diesen Steuervorteil wie bisher.

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