Salzburger Sittenbild


An dem Verhalten den schwächsten der Gesellschaft gegenüber lässt sich ein Sittenbild derselbigen ablesen.
In Salzburg gibt es den „Vinzibus“. Dieser fährt jeden Tag, das ganze Jahr über, aus um Obdachlosen und Bedürftigen Menschen zu Essen (belegte Brote) und Tee zu bringen.

Ist es schon beschämend genug, dass es in unserer Wegwerfgesellschaft notwendig ist das zu tun, so ist es doch schön zu wissen, dass es Freiwillige gibt die sich für solch eine Sache engagieren.

Doch nicht jedeR freut sich über soviel Engagement. Bisher wurde das Essen und der Tee auf dem Parkplatz neben der Andrä Kirche ausgeteilt.
Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Kirche beschwerte sich über finstere Gestalten, Saufgelage und Verschmutzungen (übergeben, …).
So wurde nun der Vinzibus vertrieben und sucht nun eine neue Stelle um zumindest etwas das Leben obdachloser Menschen zu erleichtern.
Dankenswerterweise hat sich die Altkatholische Kirche im Schloss Mirabell bereit erklärt Kirchenasyl zu gewähren. Doch das ist nur eine Lösung für kurze Dauer. Das Magistrat hat schon Einspruch für ein längeres verweilen erhoben.

Wie es weitergehen wird, wird sich erweisen… Ich werde weiter berichten.

Zu den Vorwürfen der Andräkirche: Ich bin nun seit einem halben Jahr jeden Montag beim Essenverteilen dabei. Und bisher geschah es nicht einmal dass Saufgelage oder ähnliches stattfanden.
Die Kirche umgibt sich also wohl lieber mit TouristInnen als mit Menschen die deren Hilfe nötig hätten.

Zusätzliche Quelle: Salzburger Nachrichten

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2 Antworten to “Salzburger Sittenbild”

  1. valentin Says:

    Hallo,

    hier bei uns in Wien gibt es einige solcher Busse und das scheint ganz gut zu funktionieren. 🙂

    Info z.B.: http://www.caritas-wien.at/hilfe-einrichtungen/menschen-in-not/wohnungslos/mobile-angebote/

  2. eine traurige Geschichte. Man müsste denken gerade die Kriche hätte hier etwas mehr Geduld. Aber katholische Soziallehre ist eben nicht bis in jede Pfarre vorgedrungen. Die Evangelische Gemeinde ist da anders: Hier gibt es sogar einen kleinen Not-Unterkunft-Fund mit dessen Hilfe durchreisende Obdachlose sich ein Bett leisten können. Für mehr ist zwar kein Geld da aber immerhin wird keiner vertrieben, der in solcher Not ist…

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