Kärcher Nachspiel


Über die rassistischen Ausfälle der Grazer BZÖ im Wahlkampf habe ich ja bereits berichtet. Da ging es auch um die Firma Kärcher, welche Hochdruckreiniger verkauft.

Damals BZÖ-Spitzenkandidat Generalsekretär Gerald Grosz:

gewaltbereite Undemokraten mit dem Kärcher wegspritzen

Die Firma Kärcher hat nun davon erfahren und rechtliche Mittel angedroht.

Geschäftsführer Schwab meinte, dass sich sein Unternehmen nicht in eine politische Diskussion involvieren lasse. Man müsse sich daher vehement dagegen wehren, Reinigungsgeräte seiner Firma gegen Menschen welcher Herkunft, Abstammung, Religion auch immer zu erheben oder einzusetzen.

Gratulation an die Firma sich nicht in menschenfeindliche Propaganda einspannen zu lassen.

Grosz reagiert auch sogleich

Ich freue mich über den Beitrag der Firma Kärcher zur Grazer Faschingszeitung und muss erst klären, ob Kärcher diese lächerliche und kindische Klage überhaupt ernst meint

Ich freue mich sehr darüber dass es Menschen gibt die offen zeigen, dass sie mit solchem Gedankengut nun wirklich nicht in Verbindung gebracht werden wollen.

Quelle: DerStandard.at

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7 Antworten to “Kärcher Nachspiel”

  1. Das passiert ja nicht zum ersten Mal: Schon 2005 hat Sarkozy in Frankreich mit Kärcher „Vororte reinigen“ wollen[1] und dann nochmals im Wahhlkampf 2007. Da hat die Firma Kärcher „nur“ Anzeigen in der französischen Presse drucken lassen, weil: „Der Gebrauch der Firmenmarke zu politischen Zwecken stehe ‚im Widerspruch zu den Werten, die unser Unternehmen transportieren will'“[2]
    Das hat die BZÖ wohl von Sarkozy abgekupfert…

    [1]http://de.wikiquote.org/wiki/Nicolas_Sarkozy
    [2]http://news.orf.at/070313-10135/10136txt_story.html

  2. Das ist wahr.. finde es natürlich genauso schlimm wenn Sarkozy sowas von sicht gibt, eh klar.
    Und mit dem Sarkozy reden sie sich auch raus…

  3. Kärcher ist halt für ‚Reinungs’faschisten dasselbe wie Tempos für die Nasenputzneurotiker.

  4. also der Fön unter den Haartrocknern, quasi.

    Finde die Distanzierung lobenswert, fraglich ist jedoch, ob sowas wirklich geklagt werden kann, denn heute sagt man prinzipiell „kärchern“, auch wenn man kein Gerät von Kärcher verwendet. Oder?

  5. Die Marketingabteilung bei Kärcher ist aber sehr aufgeweckt!
    Sowas bringt immer Sympathie und Bekanntheit – wie man sieht, funktioniert’s auch hier wie geplant.

  6. „Kärcher ist halt für ‘Reinungs’faschisten dasselbe wie Tempos für die Nasenputzneurotiker.“
    DAS hast du schön ausgedrückt *g*

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