Die Kunst des stilvollen Verarmens?

Veröffentlicht in medien, soziales mit Tags , , , am Oktober 16, 2009 von stefon

Es ist nicht lange her, da habe ich das Buch Die Kunst des stilvollen Verarmens von Alexander von Schönburg gelesen. Auf die Idee mir dieses Buch zuzulegen, kam ich durch eine Empfehlung im DerStandard.

Gleich vorweg: Das Buch ist in keinster Weise zu empfehlen.

Warum? Das Buch geht von einem/einer LeserIn aus dem Mittelstand aus. Es erzählt uns wie stilarm es ist essen zu gehen, dass mit Geld angeben nichts bringt und Glück sowieso nur im sparsamen Leben zu finden ist.

Die Schlüsse die er zieht, die Lebensweisen die er vorstellt treffen ja auch einiges von dem, das ich vertrete. (Ablehnung des Individualverkehrs, Erkennen der eigenen Bedürfnisse, …). Aber der Gründe die er für diese Lebensweisen predigt, finde ich mehr als zynisch.

Mensch wird in Zukunft weniger verdienen. So seine Prognose. Anstatt also für Grundeinkommen, mehr Rechte für ArbeiterInnen oder für neue Formen des Wirtschaftens zu kämpfen, empfiehlt er sich mit dem Verarmen anzufreunden. Dieses Verarmen mit Tricks in eine Steigerung des Glücks zu verwandeln.

Von Menschen die jetzt schon arm sind und deren Verarmen sich nicht darin äussert keine Städereisen mehr machen zu können, spricht er nicht!

Wer aber lesen will, was ein adeliger Spross über seine Kindheit zwischen immensen Reichtum und oberer Mittelschicht zu sagen hat, darf sich das Buch kaufen. Allen anderen ist das Buch nicht zu empfehlen.

Mitglied der Christenpartei: Die Schwulen wollen meinen Tod.

Veröffentlicht in politik, sexismus mit Tags , , , , , am September 4, 2009 von stefon

Dank ThinkOustsideYourBox habe ich über das Mitglied der Christenpartei, Daniel „,,Es darf keine Schwulen geben in der Gemeinde das werde ich mit ganzer Kraft bekämpfen.“Dragomir, erfahren.

Aufgrund des Interviews habe ich mit Hr. Dragomir per Mail Kontakt aufgenommen und ihn gebeten zu erklären was er unter „Schwule bekämpfen“ versteht. Ich bekam dann auch eine längere Antwort mit krausen Argumenten. Ich nahm mir die Freiheit ihm auch darauf zu antworten. Danach war Stille. Auf eine weitere Mail, in der ich um Antwort auf meine zweite Mail bat, bekam ich diese Antwort:

Wie ich gesehen habe, haben Sie sich meine E-Mail durchgelesen und Sie haben mir in einigen Punkten Recht gegeben. Aber trotzdem haben Sie nach Ihren Wunsch interpretiert. Inzwischen habe ich erfahren, dass Sie schwul sind, und das klingt für mich sehr gefährlich, denn inzwischen habe ich einige E-Mail-Drohungen bekommen von gewissen Schwulen. Ich nehme das sehr ernst, weil ich weiß, dass Schwule zu so etwas fähig sind. Warum? Weil sie keine Rücksicht auf andere Menschen nehmen, deswegen demonstrieren Schwule in aller Öffentlichkeit nackt. Gekleidet von nur einem Spray. Da in der Zeitung mein Interview nur falsch interpretiert ist, haben Sie persönlich Herr Stefan noch schlimmer interpretiert und zwar auf der Schwulenseite und eine Hetzkampagne gegen mich aufgerufen. Ich bin in Lebensgefahr. Die Schwulen wollen meinen Tod. Dank Ihnen! Falls Sie in der Zeitung den Satz „Ich werde mit ganzer Kraft bekämpfen“ falsch verstanden haben, kann ich Ihnen
versichern, ich habe auch andere Methoden Homosexualität zu bekämpfen. Homosexuelle aus der Gemeinde zu vertreiben liegt nicht in meinem christlichen Charakter. Es gibt mehrere Methoden mit großer Heilwirkung, aber geheilt wird nur der, der Heilung wünscht. Wenn man das selbst nicht will, dann wirkt gar nichts. Ich sehe Homosexualität als seelische Krankheit. Vor kurzem habe ich ein Abzeichen gesehen bei einer lesbischen Frau – im Fernsehen in einem Interview und da stand: „Unheilbar lesbisch“. In solchen Fällen hilft tatsächlich nichts, weil die betroffene Person keine Interesse zeigt. In der Hoffnung, dass Sie dieses Mal meine E-Mail nicht missbrauchen werden – auf irgendwelchen Schwulenseiten – wünsche ich Ihnen Alles Gute!

Ich veröffentliche diese Mail um klar zu machen wie Menschen der Christenpartei denken und agieren. Wer den kompletten Mailverkehr zwischen mir und Hr. Dragomir lesen will, klickt einfach auf weiterlesen.

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„Ich will Planwirtschaft!

Veröffentlicht in antikapitalismus, blub mit Tags , , , , , am August 31, 2009 von stefon

Die subversive KünstlerInnen Gruppe monochrom singt uns vor: „Ich will Planwirtschaft!!

Disclaimer: Bitte die Ironie des Videos beachten

Greenwashing

Veröffentlicht in medien, umwelt mit Tags , , , , , , , , am August 19, 2009 von stefon

Greenwashing oder Greenwash (englisch wörtlich grün waschen, in Anspielung auf grün als Symbol für Natur und Umweltschutz und Waschen im Sinne von Geldwäsche oder sich reinwaschen, bzw. als Analogiebildung zu whitewash, englisch für schönfärben) ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsvolles Image zu verleihen (Deutsch etwa: „sich ein grünes Mäntelchen umhängen“).

Hierbei werden die Techniken der Öffentlichkeitsarbeit, der Rhetorik und der Manipulation benutzt, um einer Firmengeschichte oder den aktuellen Unternehmensaktivitäten eine weiße Weste zu verpassen. So behaupten die Unternehmen unter anderem, die Ausrottung der Armut und des Welthungers voranzutreiben, ihre Produkte fair zu handeln oder auf ökologisch verträgliche Weise herzustellen. [wikipedia]

Beispiele für Greenwashing gibt es einige. Ob es Millionenspenden von Shell an notleidende AfrikanerInnen sind (die erst durch die von Shell mitverursachten ökologische Katastrophen notleidend wurden) oder eben der aktuelle Werbespot der RWE ist. Dieser Werbespot will uns sagen: RWE steht für Saubere & Grüne Energie.

Hier die Richtigstellung:

Anteil der erneuerbaren Energie bei RWE: Gerade mal 2%!

Ein Mann will täglich aufs Neue gewonnen sein

Veröffentlicht in feminismus, frauen, sexismus mit Tags , , , , , , , am August 18, 2009 von stefon

Mädchenmannschaft.net hat drei Videos für sexistische Werbung aus früheren Zeiten gepostet. Zum Glück hat sich da einiges verändert. Wer aber die Augen offen hält wird sehen. Klischehafte Rollenbilder sind auch in „moderner“ heutiger Werbung zu finden.

Mehr Videos im original Blogposting.

Quelle: Mädchenmannschaft.net

RWE – Die Wahrheit zum Spot

Veröffentlicht in politik, umwelt mit Tags , , , , , , am August 17, 2009 von stefon

Der [deutsche] Energiekonzern RWE hat vermutlich eine Menge Geld ausgegeben, um mit einem Animations-Werbe-Spot das eigene Öko-Image zu polieren. Passenderweise gibt es davon schon einen guten Remix-Spot, der den Werbe-Film mit Fakten füllt: RWE – Energieriesen-Lüge – Die Wahrheit zum Spot.

Quelle: Netzpolitik.org

Diese blöden Männer aber auch!

Veröffentlicht in feminismus, frauen, soziales mit Tags , , , , , , , am August 6, 2009 von stefon

Über das negative Männerbild jener Menschen, die traditionellen Geschlechtsrollen-Stereotypen anhängen, habe ich ja erst geschrieben. Ohne dabei gemerkt zu haben, dass sich auch Sarah Haskins einem ähnlichen Thema gewidmet hat: “Doofy Husbands” heißt die aktuelle Folge von “Target Women” und sei euch natürlich keinesfalls vorenthalten. Ungeschickte und inkompetente Männer und Väter, genervte Kinder, überlegene Frauen – die Werbung hats voll drauf und liebt stereotype Geschlechterrollen wie eh und je. Das ist verdammt ärgerlich – aber trotzdem darf gelacht werden:

Link zum Video

Quelle: Mädchenmannschaft

Praktischer Pazifismus…

Veröffentlicht in aktivismus, politik mit Tags , , , , , am Juli 26, 2009 von stefon

Pazifismus ist ja ein sehr lobenswertes Konzept. Für den Frieden, gegen Gewalt. Friede, Freude, Eierkuchen?

Als Pazifismus bezeichnet man eine ethische Grundhaltung, die den Krieg prinzipiell ablehnt und danach strebt, bewaffnete Konflikte zu vermeiden, zu verhindern und die Bedingungen für dauerhaften Frieden zu schaffen. Pazifisten sehen Krieg im Gegensatz zu den Vertretern des Bellizismus nicht als legitimes und wirksames Mittel der politischen Auseinandersetzung und Interessendurchsetzung an. Sie lehnen jede Form bewaffneter Konfliktaustragung, oft auch militärische Selbstverteidigung, ab und setzen stattdessen auf dauerhafte internationale Konfliktregelungen. [wikipedia]

Doch wie lebt mensch Pazifismus? Selten/glücklicherweise gibt es wenig konkrete Situationen in unserem österreichischen Leben sich für den Pazifismus zu entscheiden. Abgesehen von der Entscheidung pro Zivildienst und Teilnahme an Demonstrationen gegen Kriege in Afghanistan, Irak und Co.

Oder ist doch vielleicht anders? Geht mensch mit offenen Augen durch Salzburg scheint es auch dort Möglichkeiten zu geben sich lokal für den Pazifismus zu engagieren. Ein Beispiel gefällig?

Im Lehenerpark findet sich dieses Kriegsdenkmal

"Ihren heldenmutigen Kameraden die Pioniere und Sappeure"

„“Ihren heldenmutigen Kameraden die Pioniere und Sappeure“

Keine Rede davon dass der „heldenmutige“ Einsatz in beiden Weltkriegen ein Angriffskrieg war. Kein Erwähnen der Opfer. Ein inakzeptables und geschichtsrevisionistisches Bild, welches dieses Denkmal vermittelt.

Seit wann gibt es dieses Denkmal, wer hat es bauen lassen und gab es Kontroversen? Das versuche ich in den nächsten Wochen herauszufinden. Wenn mensch Informationen darüber hat oder die eigene Meinung abgeben will: Kommentare immer erwünscht.

Twitter Weekly News #1

Veröffentlicht in aktivismus, antikapitalismus, kapitalismus kritik, netzkultur, politik, rassismus, soziales, twitter weekly news, umwelt mit Tags , , am Juli 5, 2009 von stefon

Mal ein neuer Versuch interessante Links und Neuigkeiten unters „Volk“ zu streuen. Tweets die ich diese Woche verbreitet habe

Zwei Grad Ziel wird nicht erreicht

ORF again: Diesmal Sexismus und Rassismus

Veröffentlicht in aktivismus, feminismus, frauen, medien, rassismus, sexismus mit Tags , , , , , , , , , am Juni 28, 2009 von stefon

Ich habe ja schon einmal darüber gebloggt wie wenig Distanz der ORF zum Rassismus hält. Nun geschieht es wieder!

Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit darauf, dass die Band ,Die Ursprung-Buam’, die am 27. Juli 2009 zur Sendung ,Wenn die Musi spielt’ eingeladen ist, in ihrem Lied ,Achmed – lieber Achmed’ massiv rassistische, islamophobe und sexistische Inhalte propagiert. Damit nicht genug, ist [..] gleich auf der Einstiegsseite ein ,lustiges Online-Spiel’ [...]http://artists.kochuniversal.com/_landingpages/ursprungbuam/spiel/ zugänglich ist.

Dieses ,Online-Spiel’ ist zutiefst frauenfeindlich. Es fordert dazu auf, mit einer Steinschleuder auf eine junge Frau zu schiessen – die meisten Punkte bekommt man(n) dann, wenn der Frau Verletzungen zugefügt werden (Blutergüsse an Wangen, Augen, aufgeplatzte Lippe) und beide Brüste entblösst sind bzw. sie durch die Schüsse ganz nackt ausgezogen wird. Dies stellt eine Propagierung sexualisierter Gewalt gegen Frauen mittels eines ,Unterhaltungsspiels’ dar, die an Dummheit, Untergriffigkeit und Frauenfeindlichkeit schwer zu überbieten ist.

Der ORF zeigt also wieder was er von Distanz zu Rassismus und Sexismus hält: Rein gar nichts. Als wäre es das normalste der Welt wird eine Band zu „Wenn die Musi spielt“ eingeladen, welche Gewalt an Frauen als Spiel zeigt…

Wer genug von dieser sexistischen, rassitischen und dummen Band hat und das auch dem ORF zeigen will kann einen bereits formulierten Text  (als PDF, OpenOffice oder Word Dokument) an unten genannte Menschen schicken:

  • publikumsrat@orf.at
  • gabriele.heinisch-hosek@bka.gv.at
  • josef.ostermayer@bka.gv.at
  • matthias.traimer@bka.gv.at
  • stefan.kahe@umusic.com
  • franca.barthel@umusic.com
  • kontakt@umusic.com

Der Text ist vom Frauenring.at erstellt, danke dafür! Der vollständige Text kann gelesen wenn ihr auf „weiterlesen“ klickt.

Update:
Standard.at : Band entfernt Onlinespiel von Webauftritt | Das Spiel ist jedoch auf der gleichen URL weiter erreichbar.
Standard.at : Ministerin fordert Aus­ladung aus ORF-Sendung

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